Bourque entschied sich noch eine weitere Saison anzuhängen und traf die richtige Wahl. Die Avalanche waren auch für Bourque auf einer Mission, die spätestens zu den Playoffs zur Mission 16W, wie 16 Wins (= Siege), die in der K.o.-Runde nötig sind, um zu gewinnen.
"Ich weiß nicht, ob ich versuchen werde, Stanley Cups zu vergleichen, aber 2001 war etwas ganz Besonderes", sagte kürzlich Roy zu NHL.com. "Ich hatte das Gefühl, dass wir das ganze Jahr über für Ray (Bourque) gespielt haben. Wir wussten, warum Ray im Jahr 2000 nach Denver gekommen war. Wir waren alle sehr traurig, dass wir den Cup in jenem Jahr nicht gewinnen konnten. Dass er im nächsten Jahr zurückkam, bedeutete für jeden von uns eine Menge. Ich glaube, das hat jeden von uns motiviert, unser Bestes zu geben und die beste Saison zu spielen."
Laut dem Schweizer und damaligen Backup von Roy, David Aebischer, der 2000/01 seine erste NHL-Saison absolvieren durfte, herrschte in dieser Spielzeit ein besonderer Teamgeist in der Kabine, wie er ihn später kaum mehr erlebt hat. "Es fing im Trainingslager an", schildert er im exklusiven Interview mit NHL.com/de. "Wir waren auf einer Mission, den Stanley Cup zu gewinnen. Wir hatten kleine Durchhänger, aber wir waren die gesamte Saison sehr konstant und haben auch die Presidents' Trophy gewonnen. Klar, in der zweiten Runde gegen L.A. mussten wir über sieben Spiele und haben dort erst durch vier Tore im dritten Drittel 5:1 gewonnen. Das war schon knapp. Aber irgendwie hatten wir immer das Gefühl, dass wir alles unter Kontrolle haben, selbst als wir im Finale Spiel 5 zu Hause verloren haben und 2:3 in der Serie in Rückstand gerieten, Spiel 6 in New Jersey und Spiel 7 daheim gewinnen mussten. Wir hatten so viel Selbstvertrauen, dass wir auch in diesen Situationen Lösungen fanden."