Hawks Losing

Die Chicago Blackhawks waren am Dienstag spielfrei, doch die Dallas Stars (3:2 gg. NYI) sowie die Nashville Predators (6:2 gg. MIN) punkteten und somit stand es offiziell fest: Die Stanley Cup Playoffs 2022 werden ohne die Blackhawks ausgetragen werden.

Mit einer Bilanz von 24-35-11 beträgt Chicagos Rückstand 24 Punkte auf den zweiten Wildcard-Platz, den die Stars innehaben. Mit Ausnahme der Saison 2019/20 haben sich die Blackhawks viermal in den vergangenen fünf Jahren nicht für die Playoffs qualifiziert.
Schwacher Saisonstart
Unter Coach Jeremy Colliton erwischten die Blackhawks einen denkbar schlechten Saisonstart mit neun Niederlagen am Stück (0-7-2). Ihren ersten doppelten Punktgewinn fuhren sie gegen die Ottawa Senators (5:1) am 1. November ein. Vier Tage danach wurde Colliton beurlaubt und zwei Tage später durch Derek King ersetzt. Die Blackhawks waren zu keinem Zeitpunkt während der Saison in der Lage, durch längere Siegesserien den bestehenden Punkte-Rückstand deutlich zu verringern.

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Baustellen in der Offensive und der Verteidigung
Mit 2,63 Toren pro Spiel und 3,5 Gegentreffern im Schnitt befindet sich sowohl die Abteilung Attacke der Blackhawks wie auch ihre Defensive ligaweit im unteren Tabellenviertel. Zu sehr mussten sie sich auf die Treffsicherheit eines Alex DeBrincat verllassen, der mit 39 Toren in 70 Partien durchaus starke Vorstellungen lieferte. Das Penalty Killing ließ mit einer Erfolgsquote von 75,5 Prozent (Platz 25) dagegen noch einige Wünsche offen.
Zukunftsperspektiven
Durch Lukas Reichel haben die Blackhawks neben dem 24-jährigen DeBrincat einen vielversprechenden Stürmer in ihrer Organisation. Der 19-jährige Deutsche lieferte mit 49 Punkten (21 Tore, 28 Assists) in 49 Spielen eine starke Saison für Rockford ab und durfte bereits in fünf Partien NHL-Luft schnuppern. Chicagos aufstrebende Talente könnten von der Erfahrung eines Patrick Kane lernen, der noch immer zu den besten Angreifern der Liga zählt, und mit 80 Punkten (22 Tore, 58 Assists) in 66 Spielen bewies, dass er trotz seiner 33 Jahre noch nichts von seiner Torgefährlichkeit verloren hat.