Am Freitag findet ein weiteres direktes Duell im engen Rennen um die Plätze für die Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference statt. Die Partie zwischen den New York Rangers und den Florida Panthers ist aber nicht irgendein Spiel. Die beiden Teams treffen in Miami beim Discover Winter Classic 2026 im LoanDepot Park unter freiem Himmel aufeinander. Vor etwa 36000 Zuschauern erwartet die Spieler eine besondere Atmosphäre, wie man sie im Eishockey nicht oft erlebt.
„Ich erwarte, dass die besondere Aufregung, die bei so einem Event herrscht, das Beste in unserem Sport hervorbringt“, freute sich Rangers-Trainer Mike Sullivan. „Es ist so ein Privileg an so einem Ereignis teilnehmen zu dürfen. Die Liga leistet hervorragende Arbeit dabei, diese Spiele alle einzigartig zu machen.“
Das Beste hervorbringen, das können die Rangers aktuell im Kampf um die Playoffs gut gebrauchen. Die Saison begann mit einer Bilanz von 3-6-0 im Oktober nicht gerade gut, doch die Rangers kämpften sich zurück. In letzter Zeit lassen sie aber wieder nach. Sie verloren ihre vergangenen drei Spiele und vier der letzten fünf. Die Unterbrechung der Routine in einer langen Saison durch das Winter Classic könnte aber eine Chance sein, ein Wendepunkt.
„So habe ich das noch nicht betrachtet“, sagte Stürmer Vincent Trocheck. „So ein Spiel ist immer gut, egal wie die Saison läuft. Das bringt Kindheitserinnerungen mit, spielen unter freiem Himmel, zum Spaß spielen, aus Leidenschaft spielen. Das wird uns bestimmt gut tun.“
Die Rangers stehen mit 43 Punkten aus 42 Spielen (19-18-5) auf dem 14. Platz der Eastern Conference. Allerdings trennen selbst die letztplatzierten Columbus Blue Jackets nur sechs Punkte von der zweiten Wildcard. Zwischen den Rangers und der Wildcard liegen noch sechs andere Mannschaften, der Abstand beträgt aber nur drei Punkte. Wie schnell sich das ändern kann, erfuhren sie in den vergangenen eineinhalb Wochen am eigenen Leib. Noch zu Weihnachten waren sie punktgleich mit dem zweiten Wildcard-Team. Das war zu diesem Zeitpunkt Florida.
„Wenn man sich den Verlauf unserer Spiele anschaut, sind sie sehr umkämpft“, kommentierte Sullivan die jüngsten Leistungen seiner Mannschaft. „Jeder weiß, dass zwischen gewinnen und verlieren oft nur ein schmaler Grat liegt. Wir wollen bessere Ergebnisse, darauf kommt es an. Wir arbeiten hart, aber es hapert teilweise an der Ausführung. Wir haben unsere Chancen, verwerten sie aber nicht oft genug. Da können wir noch eine Schippe drauflegen und darum werden wir uns bemühen.“
Florida steht einen Punkt und einen Platz hinter der Wildcard und zwei vor den Rangers. In einer Saison mit Höhen und Tiefen und so einer knappen Tabellensituation kann ein kleiner mentaler Schub viel ausmachen.
„Solche Spiele können auf jeden Fall helfen“, bestätigte Veteran Mika Zibanejad. „Man will nicht in der Position sein, wo man so einen Moment braucht, aber da sind wir jetzt. Jetzt haben wir die Chance, vor unseren Familien unter freiem Himmel zu gewinnen. Die zwei Punkte sind auch wichtig, diese Erfahrung bringt aber noch so viel mehr mit sich. Daran wird man sich noch lange erinnern, das ist ganz anders als ein normaler Sieg.“



















