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Capitals zünden Feuerwerk bei Open-Air Event

Washington bezwingt die Maple Leafs im Rahmen der Coors Light NHL Stadium Series 2018

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Es war einiges geboten beim Aufeinandertreffen der Washington Capitals und der Toronto Maple Leafs im Rahmen der Coors Light NHL Stadium Series 2018, das am Samstag im Navy-Marine Corps Stadium von Annapolis, Maryland stattfand. Die gastgebenden Capitals entschieden die kurzweilige Begegnung mit 5:2 für sich und bauten ihren Vorsprung an der Tabellenspitze der Metropolitan Division auf zwei Punkte aus.

Evgeny Kuznetsov, Nicklas Backstrom und John Carlson brachten es jeweils auf ein Tor und zwei Vorlagen für die Capitals, die sich auch beim dritten Freiluft-Auftritt in ihrer Klub-Geschichte nicht bezwingen ließen. Erst zum zweiten Mal erzielten drei Teamkollegen in einem Open Air-Spiel drei Scorerpunkte. 2009 hatten Marian Hossa, Jiri Hudler, Brian Rafalski und Henrik Zetterberg dieses Kunststück für die Detroit Red Wings vollbracht.

Washingtons Schlussmann Braden Holtby gelangen bei seinem ersten Sieg seit sechs Spielen 27 Rettungstaten. Philipp Grubauer, mit dem die Capitals im Tor viermal in Folge gewannen, musste mit dem Platz auf der Bank vorliebnehmen.  

Die Kontrahenten ließen nicht viel Zeit verstreichen, bis die schwarze Hartgummischeibe erstmals im gegnerischen Kasten landete. Gleich beim ersten Überzahlspiel in der Partie stocherte Kuznetsov den Puck zur 1:0-Führung der Capitals ein. Nur 80 Sekunden später stand Zach Hyman bei Roman Polaks Fernschuss goldrichtig und stellte die Partie auf Pari.

 

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Wer nun glaubte, dass damit dem Anfangselan zu Genüge getan war, sah sich getäuscht. Es wurde gerade die siebte Spielminute geschrieben, als Alex Ovechkin in den Freiraum vor dem von Frederik Andersen gehüteten Kasten der Maple Leafs lief und von hinter dem Tor mustergültig bedient wurde - 2:1. Den 3:1-Pausenstand markierte Backstrom auf Vorarbeit von Kuznetsov, als Washington erneut mit einem Mann mehr auf dem Eis stand.

Turbulent ging es auch nach dem Pausentee weiter. Es war noch keine halbe Stunde absolviert, als Nazem Kadri vom rechten Bullykreis aufs Tor zielte und der Puck den Weg durch Freund und Feind hindurch, an Holtby vorbei, zum 2:3 ins Netz fand. Die passende Antwort der Capitals folgte 43 Sekunden danach durch John Carlson, der bei einem Rebound goldrichtig stand und den alten 2-Tore Vorsprung wiederherstellte, da Andersen nicht mehr rechtzeitig links rüberziehen konnte. Der von der Maple Leafs Bank gefordete Videobeweis bestätigte den gültigen Treffer.

"Wir haben den Puck einfach verloren und sie kamen dann 2-gegen-1 auf unser Tor. Aus solchen Lektionen muss man lernen. Du darfst dir keinen Fehlpass in der National Hockey League erlauben. Wir waren dabei zurückzukommen und haben das Momentum aus der Hand gegeben", beklagte Torontos Cheftrainer Mike Babcock das vierte Gegentor.

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Noch schlimmer kam es für die kanadischen Gäste, als gerade die 32. Spielminute angelaufen war, Jakub Vrana auf die Reise geschickt wurde und der 22-jährige Tscheche seinen Alleingang mustergültig mit seinem elften Saisontor abschloss.

"Sie waren gut, sie haben uns gekriegt. Wir hatten nicht viele gute Spielzüge. Das war schade. Man bekommt nicht so oft im Leben die Gelegenheit zu solch einem Spiel, das einen positiv in Erinnerung bleiben könnte. Man muss darauf vorbereitet und gewillt sein das Beste zu geben", zeigte sich Babcock über den Spielverlauf enttäuscht.

Für Andersen war mit dem fünften Gegentreffer das Open Air-Abenteuer vorzeitig beendet. Er wurde durch Curtis McElhinney im Tor ersetzt, der die noch folgenden neun Schüsse der Capitals parieren konnte. Torontos Rückstand gegenüber den in der Atlantic Division zweitplatzierten Boston Bruins ist auf drei Punkte angewachsen.

Keinen Grund zur Klage hatte Washingtons Headcoach Barry Trotz: "Ich bin der Meinung, das war eine unserer besten Vorstellungen in diesem Jahr. Es war ein wichtiges Spiel auf einer großen Bühne gegen eine sehr gute Mannschaft, gegen eines der heißesten Teams seit der All-Star Pause. Wir haben genau das Richtige gemacht, sind gelaufen, übten Druck auf den Puckführenden aus und wir hatten Leute an der richtigen Stelle. Das war insgesamt eine überzeugende Vorstellung.

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