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Sharks Brent Burns in der NHL Elite

Punktstärkster Verteidiger der Liga hat Spaß beim Beherrschen der Gegner

von Amalie Benjamin @AmalieBenjamin / NHL.com Autor

BOSTON - Es sah nicht nach einem typischen Arbeitstag aus. Als der Schneefall vor dem TD Garden gerade zu einem Blizzard wurde, lachten die San Jose Sharks und machten Witze und machten aus einem Training eine Atmosphäre wie auf einer Party. Es gab Jubel und Gelächter und sie genossen es sichtlich, aber keiner hatte so viel Spaß wie der Mann mit den fehlenden Zähnen und dem Überschuss an Haaren.

Brent Burns hat Spaß. Er hatte schon die letzten zwei Saisons Spaß und auch die Jahre davor. Aber nie brachte dieser Spaß solche Ergebnisse hervor wie in letzter Zeit, als der Sharks Verteidiger wirklich in die Elite der NHL aufgestiegen ist.

Denn, nichts gegen Sidney Crosby und Connor McDavid, aber Burns ist diese Saison womöglich der wertvollste Spieler, vielleicht sogar der beste Spieler der NHL.

"Oh, es ist unglaublich", sagte Sharks Center Joe Thornton über diese Theorie. "Ich schwärme seit Jahren von ihm. Ich habe es schon oft gesagt: Ich glaube er ist der dominanteste Spieler der Liga. Ich finde einfach, seine Spielweise, seine Eiszeit, wie schwer es ist gegen ihn zu spielen, seine Fähigkeiten, all das ist unglaublich."

Burns stimmt nicht zu.

"Das finde ich nicht", sagte er. "Ich finde das ist verrückt. Nein. Ich glaube das ist einfach das Ergebnis davon mit großartigen Spielern zu spielen. Die Dinge laufen gut."

Video: SJS@LAK: Burns trifft von der blauen Linie

Das ist ziemlich untertrieben.

Burns liegt mit 57 Punkten auf Platz drei der NHL, drei Punkte hinter Crosby und McDavid. Er traf in acht Auswärtsspielen in Folge, bevor diese Serie am Dienstag, bei einer 5-4 Niederlage nach Verlängerung gegen die Buffalo Sabres, riss. Seine Punktserie von 14 Auswärtsspielen endete am Donnerstag bei einer 5-3 Niederlage gegen die Boston Bruins.  

Aber seine Topform begann lange vor diesen Serien.

Seit 29. Februar 2016 kommt Burns auf 36 Tore, 69 Assists und 105 Punkte in 99 Spielen, beginnend mit sieben Toren und 17 Assists in 21 Spielen am Ende der Saison 2015-16, gefolgt von sieben Toren und 17 Assists in 24 Spielen in den Playoffs und 22 Toren und 35 Assists in 55 Spielen in dieser Saison.

"Er ist dominant", erklärte Sharks Trainer Peter DeBoer. "Er spielt ein dominantes Jahr. Er ist offensichtlich ein wichtiger Teil unseres Teams. Kein Zweifel, er ist so Spielbestimmend wie ein Spieler in dieser Liga gerade nur sein kann."

Und wird er besser?

"Er wird besser", sagte DeBoer. "Ich glaube auf jeden Fall, dass er besser wird. Dieses Jahr hat er ein neues Level erreicht, an beiden Enden des Eises und ein neues Niveau des Selbstbewusstseins. Ich glaube letztes Jahr war wichtig für ihn und darauf baut er dieses Jahr noch auf."

Obwohl er gern auf dem Eis im Rampenlicht steht, wenn der Puck fällt, schiebt Burns seine Entwicklung gern auf seine Mitspieler. Auch auf seinen Abwehrpartner Paul Martin.

"Wir führen eine gute Ehe. Er ist ein toller Partner", sagte Burns über Martin. "Wir streiten nicht. Er macht den Toilettendeckel runter. Es ist schön."

Burns beobachtet seine Mitspieler. Er spricht mit ihnen. Er lernt von ihnen, auch wie wichtig Selbstbewusstsein ist. Das sieht man auch an seinem Spiel, besonders jetzt.

"Das ist eine der wichtigsten Lektionen die ich von Thornton gelernt habe, davon wie er jeden Tag auf dem Eis ist: dieses stille Selbstbewusstsein, wie er das Spiel jeden Tag beherrschen will", sagte Burns. "Das ist wichtig für unser Spiel. Es ist ein feiner Unterschied, ob man Dinge tut, oder nicht. Aber viel davon kommt nur davon, dass ich mit großartigen Leuten Spiele und die Chemie stimmt."

Den Sharks nützt das. Ihre Statistik der letzten 12 Spiele steht bei 8-2-2 und sie scheinen nach dem Aufstieg an die Spitze der Pacific Division bereit für lange Playoffs nach ihrem Trip zum Stanley Cup Finale 2016.

Es macht einfach Spaß hier jeden Tag aufs Eis zu gehen", sagte Burns. "Mit der Atmosphäre hier macht die Arbeit Spaß. Das ist wichtig. Entscheidend. Ich war immer ein Achterbahn Typ. Man versucht die Achterbahn ein wenig unter Kontrolle zu halten, aber wenn man Spaß hat, empfindet man es nicht als Arbeit."

Und plötzlich erobert man die NHL.

"Wenn man ihm täglich zusieht, wie wir es jeden Tag können, sieht man wie wichtig er für das Team ist und was er für ein Talent hat", sagte Thornton. "Wir sind verwöhnt dadurch, dass wir ihn täglich sehen. Es macht einfach wirklich Spaß ihn spielen zu sehen. Dafür habe ich jeden Abend den besten Platz."

Nichts macht mehr Spaß als das.

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