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Die Carolina Hurricanes sind momentan das Maß der Dinge in der Eastern Conference. Am Sonntag gewannen sie zu Hause in der PNC Arena gegen die Boston Bruins mit 4:1 und entschieden damit das Duell der beiden Divisionsspitzenreiter im Osten souverän für sich. Zugleich verlängerten die Gäste ihre Siegesserie auf fünf Spiele und ihren Punktestreak auf acht Partien (7-0-1). Die Bruins dagegen mussten die dritte Niederlage hintereinander quittieren.

In der NHL-Gesamtwertung bleiben sie dennoch mit 81 Punkten (38-7-5) auf Platz eins. Die Hurricanes sind ihnen aber durch ihre jüngsten Erfolge nähergekommen. Sie rangieren mit 72 Zählern (32-9-8) an zweiter Stelle.
Ein besonderes Match erlebte Hurricanes-Verteidiger Brent Burns. Er bestritt seinen 1300. NHL-Einsatz. Er ist der vierte noch aktive Spieler neben Eric Staal (1335) von den Florida Panthers, Ryan Suter (1331) von den Dallas Stars und Alex Ovechkin (1325) von den Washington Capitals, der diesen Meilenstein erreicht hat. Seinen Jubiläumsauftritt krönte er mit dem Secondary Assist zum 2:0 von Pau Stastny im Powerplay.

BOS@CAR: Aho erzielt im Alleingang das 1:0

Carolinas Trainer Rod Brind'Amour zeigte sich mit der Vorstellung seiner Schützlinge rundum zufrieden. "Wir wussten, dass unser Gegner zum Besten gehört, was die Liga zu bieten hat. Es ist uns gelungen, sie in Schach zu halten. In einem tollen Spiel haben wir von der ersten bis zur letzten Minute eine solide Leistung abgerufen. Das war ein echter Härtetest", sagte er. Anerkennende Worte fand er auch für die Fans. "Das Publikum hat mit seiner Unterstützung auf alle Fälle seinen Anteil am Sieg", meinte der Coach.
In glänzender Verfassung befindet sich weiterhin Hurricanes-Stürmer Sebastian Aho. Gegen die Bruins zeichnete er für die 1:0-Führung verantwortlich. Dadurch verlängerte er seine Torserie auf vier Begegnungen. Sieben Treffer gelangen ihm insgesamt in diesem Zeitraum. In der teaminternen Scorerwertung steht er mit 44 Punkten (21 Tore, 23 Assists) aus 42 Spielen an Position zwei hinter Martin Necas, der 45 Zähler (21 Tore, 24 Assists) aus 49 Partien vorzuweisen hat.

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"Es macht viel Spaß, einen Burschen wie ihn auf dem Eis zu sehen", pries Blueliner Burns seinen Mitspieler Aho. "Sobald er den Puck bekommt, ist er unglaublich explosiv. Man kann zuschauen, wie sein Selbstvertrauen mit jedem Tag wächst. Er ist ein ganz spezieller Spieler, der in jeder Hinsicht gewinnen will", setzte er seine Lobrede fort.
Der Gewürdigte selbst beschränkte sich dagegen auf eine rein sachliche Analyse des Spielgeschehens. "Jede Reihe hat ihren Job gemacht. Wir mussten heute unser Bestes geben, weil wir einen starken Kontrahenten hatten. Die Bruins befinden sich nicht ohne Grund ganz vorne in der Tabelle", erläuterte er.
Doch spätestens mit dem 3:0 durch Seth Jarvis im letzten Drittel hatten die Hurricanes den Gästen den Zahn gezogen. Die Bruins verkürzten zwar kurze Zeit später durch Taylor Hall auf 1:3, eine Wendung vermochten sie dem Spielverlauf damit allerdings nicht mehr zu geben. Jordan Staal band den Sack mit einem Shorthander zum 4:1 endgültig zu.

BOS@CAR: Hall fölscht Schuss zum Tor ab

"Wir haben enormen Druck auf sie ausgeübt. Bis auf den dritten Abschnitt hatten sie nur wenige Chancen", beschrieb Hurricanes-Torwart Frederik Andersen den Schlüssel zum Erfolg gegen die Bruins. Mit 24 parierten Schüssen trug er seinen Scherflein zum doppelten Punktgewinn bei. Bei seinen letzten sechs Stars seit seinem Comeback nach einer Verletzung im unteren Körperbereich feierte der Schlussmann fünf Siege.
Vor dem Honda NHL All-Star Weekend 2023 ist Carolina noch zweimal im Ligabetrieb gefordert. Am Dienstag (7 p.m. ET; NHL.tv; Mi. 1 Uhr MEZ) empfangen sie vor eigenem Publikum die Los Angeles Kings. Am Mittwoch (7:30 p.m. ET; NHL.tv; Do. 1:30 Uhr) gastieren sie bei den Buffalo Sabres im KeyBank Center. Danach folgt eine neuntägige Pause für den Tabellenführer der Metropolitan Division.