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Pittsburgh wird per Trade zum Topfavoriten

Die Pittsburgh Penguins holen in einem drei-Teams-Tauschgeschäft Derick Brassard und werden dadurch zum Titelanwärter.

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

In einem spektakulären Deal, der drei Teams umfasst, akquirieren die Pittsburgh Penguins Center Derick Brassard von den Ottawa Senators. Jim Rutherford, Manager der Penguins, beschrieb den Tausch: "Dies ist der komplexeste Trade den ich bisher gemacht habe. Drei-Wege-Geschäfte sind immer schwierig. Wir dachten, dass wir den Handel schon früher fertig hatten, aber das war nicht der Fall. Wir mussten noch einige Änderungen machen. Es hat etwas länger gedauert als sonst üblich. Es gab [Salary] Cap Probleme."

 

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Neben Brassard wechselten noch Vincent Dunn, ebenfalls aus Ottawa, und Tobias Lindberg, von den Las Vegas Golden Knights, zu den Pens. Zusätzlich erhielten die Stahlstädter Ottawas Drittrundenpick im NHL Draft 2018. Der Preis für die Verstärkung war hoch, schickten die Penguins doch neben Ian Cole und Filip Gustavson den Erstrundenpick 2018 und den Pick der dritten Runde 2019 nach Ottawa. Zusätzlich gab Pittsburgh Ryan Reaves und den Viertrundenpick der Vancouver Canucks, den sie per Trade erworben hatten, an die Golden Knights ab. Die Cap Probleme ließen sich lösen, indem 40 Prozent des Brassard-Gehalts bis zum Ende der nächsten Saison, dem Limit der Golden Knights angerechnet werden.

Derick Brassard spielte bei den Ottawa Senators in der zweiten Reihe zwischen Zack Smith und Mark Stone. In 58 Einsätzen der laufenden Spielzeit konnte er 18 Tore und 20 Assists verbuchen. Der 30-jährige Center befindet sich aktuell im vierten von fünf Vertragsjahren eines mit durchschnittlich fünf Millionen Dollar pro Saison dotierten Kontrakts. In seiner bisherigen NHL Karriere brachte es Brassard auf 702 Einsätze mit 159 Treffern und 261 Zuspielen. In den Stanley Cup Playoffs kann er weitere 78 Partien und 55 Punkte (22/33) vorweisen. Für sein neues Team wird Brassard zukünftig nicht in den ersten beiden Reihen auflaufen, da die Center-Positionen an die Superstars Sidney Crosby und Evgeni Malkin fest vergeben sind. 

Voraussichtlich wird der aus Hull stammende Kanadier Mittelstürmer der dritten Formation. Dort würde er Riley Sheahan ersetzen und zwischen Jake Guentzel und Phil Kessel spielen. Der 26-jährige Sheahan dürfte dann die vierte Reihe anführen und dort Carter Rowney verdrängen. Die Tiefe der Pens-Offensive wird durch den designierten Viertreihen-Center Sheahan, der es auf 24 Punkte (8/16) in 53 Partien brachte, deutlich verbessert.

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Noch vor fünf Tagen ist sich Rutherford sicher gewesen, dass Brassard nicht in den Cap-Space der Penguins passen wird, umso glücklicher sind sie nun, dass sie das möglicherweise fehlende Puzzlestück zur Titelverteidigung dem Kader hinzufügen konnten. 

"Wir haben versucht mehr Tiefe und Sicherheit auf der Mittelstürmerposition zu bekommen. Unsere Center haben sehr gut gespielt, aber du musst auf dieser Position sehr stark sein. Wir hatten das Gefühl diesen Spieler bekommen zu können, er ist eine gute Ergänzung" resümiert Pittsburghs GM den Trade.

Die Verstärkung in der Tiefe macht die Pens zu einem heißen Titelkandidaten. Mit starken Leistungen in letzter Zeit, 8-1-1 in zehn Partien, und einer 6-Spiele-Siegesserie eroberten sich die Pens zunächst Rang eins in der Metropolitan Division, ehe sie am Samstag bei den Florida Panthers mit 5:6 unterlagen, und schwingen sich nun auf, den Pokalgewinn der vergangenen Saison zu wiederholen.

"Er ist ein sehr guter Spieler. Er hat eine offensive Komponente in seinem Spiel. Er ist defensiv stark. Er ist ein 3-Zonen-Spieler. Wir sind begeistert ihn hier zu haben. Er wird unser Team sicher besser machen", schwärmt Pens Headcoach Mike Sullivan, der Brassard schon während der gemeinsamen Zeit bei den New York Rangers trainierte.

Das Tauschgeschäft stärkt die Penguins ganz offensichtlich für die aktuelle Saison, doch es stellt sich die Frage, ob der Preis hierfür nicht zu hoch war und den Erfolg der Franchise in Zukunft gefährdet.

Rutherford sagte angesprochen auf diese Gefahr: "Wir haben viel, was unsere Zukunft betrifft, abgegeben, doch unsere Aufgabe ist jetzt zu gewinnen. Wir können an zukünftigem hängen, das würde uns möglicherweise in drei oder vier Jahren helfen. Aber was wir jetzt versuchen ist zu gewinnen und das bestmögliche Team rauszuschicken, das uns die besten Chancen dazu gibt. Dieser Deal ist es."

Gewinnen die Penguins am Ende der Saison den Stanley Cup, hat Rutherford alles richtig gemacht.

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