The puck hits the back of the net behind Jake Allen #34 of the New Jersey Devils as Tim Stützle #18 of the Ottawa Senators scores a third-period goal at Canadian Tire Centre on January 31, 2026 in Ottawa, Ontario, Canada. (Photo by Matt Zambonin/NHLI via Getty Images)

Die Ottawa Senators haben am Samstagabend im Canadian Tire Centre mit 4:1 gegen die New Jersey Devils gewonnen und damit den dritten Sieg in Serie eingefahren. Den Lauf der kanadischen Hauptstädter befeuerten allen voran Brady Tkachuk (1-2-3) und Tim Stützle (1-1-2), doch auch Torwart Linus Ullmark (26 Saves, 96,3 Prozent Fangquote) meldete sich in seinem ersten Start seit dem 27. Dezember eindrucksvoll zurück.

Tkachuk beendet die Powerplay-Flaute

Den Grundstein für Ottawas Erfolg legte Power Forward Brady Tkachuk ausgerechnet im Powerplay. Nach sechs Spielen ohne einen Treffer in Überzahl drehte Stützle zwei Kreisel am rechten Faceoffkreis, spielte dann zum an der Grundlinie postierten Drake Batherson, der den Puck mit einem scharfen Querpass in den linken Faceoffskreis zu Tkachuk servierte, dessen Direktabnahme zum 1:0 einschlug (14.).

„Wir haben unsere Chancen genutzt und waren überall auf dem Eis präsent“, sagte Tkachuk. „Wir haben einfach die Lücken gefüllt, und ich denke, das zeigt, was für Spieler wir sind: Wir können uns an jede Situation anpassen.“

Tkachuk ist der fünfte Spieler in Ottawas Franchise-Geschichte, der 60 Powerplay-Tore erzielen konnte. Neben ihm schafften das zuvor auch Daniel Alfredsson (131), Jason Spezza (90), Alexei Yashin (77) und Dany Heatley (68).

Der 26-jährige US-Amerikaner verbuchte zudem das 32. Drei-Punkte-Spiel seiner NHL-Karriere, womit er mit Erik Karlsson für die viertmeisten in Ottawas Klub-Historie gleichzog. Auf mehr kommen nur Alfredsson (74), Spezza (59) und Yashin (40).

NJD@OTT: Stützle baut mit etwas Glück im dritten Drittel die Führung aus

Stützle kann sein Glück kaum fassen

Nachdem Devils-Stürmer Timo Meier zwischenzeitlich ausgeglichen hatte (19.), gelang den Senators die erneute Führung nur 37 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels abermals im Powerplay: Der vor dem Tor postierte Cozens staubte einen Tkachuk-Schuss ab (41.). Für den 24-jährigen Kanadier war es das 100. NHL-Tor (416 Spiele, 100-154-254).

Einen durchaus glücklichen Treffer zum 3:1 markierte Stützle, der über den rechten Flügel durchbrach, kurz vor dem Tor den Puck mehrfach mischte und dann davon profitierte, dass sein Schuss erst von Brett Pesce geblockt und dann vom Schläger-Schaft von Lenni Hameenaho gefühlt in Zeitlupentempo über die Linie wackelte (58.). Stützles Reaktion sagte alles: Er ließ die Schultern fallen und fuhr dann ungläubig und kopfschüttelnd zum Abklatschen.

Shano Pinto machte mit einem Empty-Net-Tor den Deckel drauf und besorgte den 4:1-Endstand (59.).

„Es war ein wichtiges Spiel. Die Zuschauer waren heute fantastisch und unser MVP heute war Linus Ullmark“, unterstrich Tkachuk. „Er hat ein paar wichtige Paraden gezeigt und war ein Rockstar.“

Beeindruckendes Comeback von Ullmark

Ottawas Torwart hatte sich am 28. Dezember aufgrund psychischer Probleme freistellen lassen und war erst in dieser Woche ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Gleich in seinem ersten Start wurde er zum Spieler des Spiels gewählt.

„Es hat sich so angefühlt, als wäre ich aus dem Ruhestand zurückgekommen“, sagte Ullmark, der seinen Emotionen freien Lauf ließ: „Am Ende, aber auch schon während der Aufstellung am Anfang, war es schwer, mich zusammenzureißen. Das ist eines der Dinge, an denen ich gearbeitet habe, dass ich meinen Gefühlen freien Lauf lassen kann. Das ist also nichts Schlimmes. Ich bin also glücklich, dass wir heute auch noch den Sieg geholt haben.“

„Es war schön, dass Linus zurück im Tor war und wir den Sieg für ihn holen konnten, auch wenn er selbst einen großen Anteil daran hatte“, sagte Senators-Trainer Travis Green. „Er war ausgezeichnet. Es war ein richtig guter Teamerfolg.“

Ottawa macht an Boden gut

Nach drei Siegen in Serie ist Ottawa (26-21-7) zurück in der Erfolgsspur und macht in der Tabelle weiter an Boden gut. Als Siebter der Atlantic Division beträgt der Rückstand auf einen Wildcard-Platz in der Eastern Conference zwar immer noch acht Punkte, doch zeigt der Trend in die richtige Richtung.

„Mir hat nicht nur unsere letzte Woche, sondern auch der Großteil unserer Saison gefallen“, betont Green. „Wir haben oft gutes Hockey gespielt und hätten ein paar mehr Punkte haben können. Aber wir stehen da, wo wir stehen, und mir gefällt, dass wir gutes Hockey spielen und versuchen, uns zurück zu kämpfen.“

Am Montag (7 p.m. ET; Dienstag, 1 Uhr MEZ) sind die Senators zu Gast bei den Pittsburgh Penguins, was durchaus als richtungsweisendes Spiel bezeichnet werden darf.

Ob Abwehrchef Thomas Chabot mitwirken wird, ist noch offen. Der Verteidiger verletzte sich im dritten Drittel und kehrte nicht wieder zurück. Green hatte nach dem Spiel keine Neuigkeiten über seinen Zustand.

New Jersey auf der Suche nach Konstanz

Nicht vom Fleck kommen dagegen die Devils (28-25-2), die drei ihrer letzten vier Spiele verloren haben (1-3-0). New Jersey ist Vorletzter in der Eastern Conference und hat neun Zähler Rückstand auf einen Wildcard-Rang.

Vor der Olympia-Pause stehen noch zwei Heimspiele an: Erst gegen die Columbus Blue Jackets (Dienstag, 7 p.m. ET; Mittwoch, 1 Uhr MEZ), dann gegen die New York Islanders.

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