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NHL.com/de präsentiert in der Rubrik Rookie Watch aktuelle Themen rund um die diesjährigen Rookies. In dieser Ausgabe: Rookies bei den Olympischen Winterspielen.

Weniger als eine Woche bleibt noch, ehe die NHL-Saison für die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 unterbrochen wird. Am 5. Februar finden die letzten Begegnungen statt, ehe die Liga ihre Pause beginnt. Am 11. Februar beginnt dann das mit Spannung erwartete Eishockey-Turnier, an dem erstmals seit 2014 auch wieder Spieler aus der NHL teilnehmen werden.

Unter den Olympischen Athleten befinden sich auch einige Rookies. Sieben der zwölf teilnehmenden Nationen setzen mindestens einen NHL-Anfänger ein, insgesamt sind zehn Rookies mit von der Partie. Für einige davon ist die Berufung in ihre Nationalmannschaft eine Belohnung für einen starken Einstand in der besten Eishockeyliga der Welt. Für andere ist es eine Chance, sich zu beweisen und Argumente für mehr Eiszeit zu liefern.

Torhüter im Rampenlicht

Besonders stark ist der diesjährige Rookie-Jahrgang im Tor vertreten. Gleich drei Torhüter, die alle eine feste Rolle bei ihren NHL-Teams haben, treten in Mailand an.

Im Schwedischen Trio befindet sich Jesper Wallstedt. Er verdiente sich seine Nominierung durch überragende Leistungen bei den Minnesota Wild. Zwischenzeitlich führte er sogar alle Torhüter der Liga mit der besten Fangquote und den meisten Shutouts an. Seit Weihnachten hat er etwas nachgelassen, was sich aber zumindest teilweise durch eine schwächere Phase der Wild und gewaltiges Verletzungspech im Team erklären lässt. Der Szenenwechsel und das Erlebnis bei den Olympischen Spielen könnten ihm helfen, um wieder zu seiner Spitzenform zu finden.

MIN@EDM: Wallstedt stoppt alle 32 der Oilers für seinen vierten Shutout in der laufenden Saison

Das gilt auch für Lukas Dostal von den Montreal Canadiens. Er bestritt bereits vergangene Saison einige Spiele in der NHL, in denen er die Fans begeisterte. In der laufenden Spielzeit hadert er aber mit seinen Leistungen. Der Tscheche verfügt jedoch über gewaltiges Potenzial und ein Neustart könnte genau das sein, was er braucht.

Der dritte Rookie-Torwart ist Arturs Silovs von den Pittsburgh Penguins. Er spielt eine respektable Saison 2025/26 und hat seine beste Fangquote (89,4 Prozent) seit 2022/23 vorzuweisen. In der lettischen Mannschaft dürfte er bessere Chancen auf Eiszeit haben, als seine Kollegen bei den Schweden und Tschechen.

PIT@NYR: Silovs feiert gegen die Rangers den ersten Shutout seiner NHL-Karriere

Sprungbrett Olympia

Vier Rookies werden wohl darauf hoffen, dass sie sich mit einem starken Turnier mehr Eiszeit in der NHL erarbeiten können. Darunter befindet sich auch der deutsche Stürmer Josh Samanski. Der 23-jährige, der vier Jahre lang für die Straubing Tigers in der DEL aktiv war, kam für die Edmonton Oilers erst kürzlich zu seinen ersten beiden Einsätzen in der NHL. Punkte sprangen dabei für ihn noch keine heraus. Umso wichtiger wird es sein, in Italien einen guten Eindruck zu machen.

In einer ähnlichen Position sind der tschechische Verteidiger David Spacek und der dänische Stürmer Oscar Fisker Molgaard. Der lettische Angreifer Sandis Vilmanis etablierte sich in letzter Zeit mit einem Tor und zwei Assists in zehn Spielen etwas bei den Ottawa Senators. Überzeugende Leistungen in Mailand würden aber sicherlich nicht schaden, um seine Position zu halten.

Spacek (Minnesota Wild) und Fisker Molgaard (Seattle Kraken) bestritten erst jeweils zwei NHL-Spiele und können das Turnier nutzen, um von Teamkollegen zu lernen und Erfahrung zu sammeln.

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Starke Saison wird belohnt

Die restlichen drei Rookies verdienten sich das Ticket nach Italien durch ihre Leistungen in der Offensive redlich. Finnland tritt mit Oliver Kapanen an. Er erzielte diese Saison bereits 16 Treffer für die Canadiens und ist damit der zweitbeste Rookie-Torjäger der Liga. Mit der finnischen Mannschaft darf er sich ernsthafte Hoffnungen auf eine Medaille machen.

In der slowakischen Mannschaft sind gleich zwei Rookie-Angreifer, die sich ihren Platz klar verdient haben. Dalibor Dvorsky hat sich bei den St. Louis Blues zum Stammspieler entwickelt und hat nach 46 Spielen 14 Punkte (neun Tore, fünf Assists) auf dem Konto. Pavol Regenda schaffte diese Saison den Durchbruch bei den San Jose Sharks. Er bestritt sein erstes Spiel des Jahres erst am 1. Dezember. Seitdem kommt er aber auf neun Punkte und acht Tore in nur 15 Spielen. Sie dürften für die Slowakei prominente Rollen übernehmen.

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