"Wir sind eine eingeschworene Gruppe, wir haben Spaß zusammen, wir gewinnen zusammen, und ich glaube nicht, dass sich irgendjemand in unserer Kabine wirklich um die Anerkennung schert. Es ist eine besondere Teammentalität, die uns auszeichnet", beschrieb Seattles Jordan Eberle das Erfolgsgeheimnis der Kraken.
Im Lager der Bruins herrschte nach der Niederlage verständlicherweise Tristesse. In den 22 vorangegangenen Heimspielen seit Saisonbeginn hatten sie mindestens einen Punkt geholt (19-0-3). Gleiches galt für die letzten 14 Begegnungen insgesamt (11-0-3). Bei der Pleite gegen die Kraken gelang ihnen zum ersten Mal in dieser Spielzeit kein eigener Treffer in einem Match.
"Wir waren heute in allen unseren Aktionen nicht nur eine Sekunde zu spät dran, sondern zwei", bemängelte Bruins-Coach Jim Montgomery. "Es ist uns in keiner Phase gelungen, unser gewohntes Spiel aufzuziehen. Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit dem, was wir heute abgeliefert haben."
Bostons Verteidiger Charlie McAvoy äußerte sich ebenfalls selbstkritisch. "Wir haben diesmal zu lange gebraucht, um in die Gänge zu kommen. Auf die gesamten 60 Minuten gesehen war unsere Leistung einfach nicht gut genug. Die Kraken dagegen sind aufs Eis gekommen und haben sich von ihrer besten Seite gezeigt", lautete sein Kommentar.
Für die Platzierung in der Tabelle hatte die Niederlage der Bruins keine negativen Folgen. Mit 68 Punkten (32-5-4) aus 41 Spielen stehen sie nach wie vor souverän an der Spitze der Atlantic Division. Ihr Vorsprung auf die zweitplatzierten Toronto Maple Leafs beträgt komfortable neun Zähler.
Die Kraken haben sich durch ihre jüngste Erfolgsserie in der Spitzengruppe der Pacific Division festgesetzt. Mit 54 Punkten (25-12-4) aus 41 Spielen belegen sie die dritte Position. Vor ihnen liegen die Vegas Golden Knights (58) und die Los Angeles Kings (56). Das Punktepolster auf die Calgary Flames, die an vierter Stelle rangieren, beläuft sich auf fünf Punkte.