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Fünf Jubiläumsfragen an Borje Salming

Der schwedische Eishockeypionier über seine Kollegen aus der NHL Top 100, den Zustand des Eishockeys heutzutage u.m.

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Anlässlich der Hundertjahrfeier der National Hockey League, legt NHL.com/de eine Jubiläumsedition der gewohnten Frage und Antwort Reihe, genannt "Fünf Fragen an ..." auf. Stars der NHL100 werden in den kommenden Tagen exklusiv auf NHL.com/de über ihr Leben, ihre Karriere, den Sport und die NHL sprechen.

Die heutige Ausgabe beschäftigt sich mit Borje Salming:

Borje Salming, geboren 1951 in Kiruna, spielte von 1973 bis 1990 für die Toronto Maple Leafs und Detroit Red Wings in der NHL Und der Schwede war damals ein echter Pionier der Liga. Er war seinerzeit nämlich der erste Europäer, der in der NHL zu einem echten Star wurde.

Zunächst war es allerdings sehr schwer für ihn sich in Nordamerika durchzusetzen, da er anfangs als "Ausländer" in der NHL noch nicht so wirklich akzeptiert wurde. Heutzutage so kaum noch vorstellbar. Er brachte es letztendlich im Laufe seiner Karriere auf sechs Berufungen in das All Star Team und war zweimal Zweiter bei der Wahl zur James Norris Trophy für den besten Verteidiger der Liga. Bereits im Jahre 1996 wurde er folglich auch mit der Aufnahme in die Hockey Hall of Fame in Toronto geehrt.

Und nun war er ebenfalls in der offiziellen NHL Top 100 am Wochenende in Los Angeles vertreten. Dort hatten wir die exklusive Gelegenheit ihn im Rahmen unserer Serie "5 Fragen an…" kurz zu befragen.

Herr, Saming, wie haben Sie es empfunden hier ein Teil dieses ganz besonderen Ereignisses rund um die Top 100 der NHL-Geschichte sein zu dürfen?

Das ist für mich recht schwer zu beschreiben. Alle hundert Spieler waren ja so großartige Sportler, dass es einfach nur eine riesige Ehre für mich ist hier mit dabei sein zu dürfen. Einfach fantastisch. Gerade auch für mich als Schweden. Eine wirklich coole Sache.

Welchen Einfluss hatten die Schweden insgesamt auf die Entwicklung des Eishockeys?

Wir hatten immer schon gute Eishockeyspieler. Schon lange bevor die ersten hier rüber kamen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Inzwischen sind viele ja auch schon Teamkapitäne hier drüben geworden o.ä..

Viele Spieler hier haben nicht direkt miteinander gespielt, trotzdem scheint alle etwas Gemeinsames zu verbinden. Was ist das aus Ihrer Sicht?

Auch früher schon hatten wir auf dem Eis unsere Rivalitäten, zum Beispiel früher mit Toronto und Montreal, auf dem Eis haben wir uns bekämpft, fast wie Feinde. Doch neben dem Eis waren wir stets alle wie Freunde. Das macht Eishockey schon immer zu etwas ganz Besonderem. Und das ist auch bis heute so besonders geblieben.

Die Toronto Maple Leafs scheinen dieses Jahr wieder eine ganz besondere Chemie miteinander zu haben. Es läuft sportlich deutlich besser als noch zuletzt. Täuscht der Eindruck?

Sie sind aktuell insgesamt ohne Zweifel wieder auf dem richtigen Weg. Die jungen Spieler entwickeln sich wirklich toll. Das wird sich nun immer mehr auf dem Eis zeigen. Etwas Zeit braucht es vielleicht noch, aber das wird sicherlich kommen, keine Frage.

In welchem Zustand sehen Sie das Spiel Eishockey insgesamt in der Gegenwart?

Das ist eine sehr gute Frage! Das Eishockeyspiel heutzutage ist auf jeden Fall viel schneller und besser geworden im Vergleich zu früher. Es gibt teilweise auch etwas andere Regeln als noch vor ein paar Jahren. Es ist daher aktuell für mich recht schwer zu sagen wohin das im Detail noch führen kann und wird. Man muss halt immer etwas mit der Zeit gehen, wenn man das Interesse der Leute hoch halten will.

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