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Jetzt punktet auch noch Alexander Steen

Blues können mit dem Saisonverlauf zufrieden sein und nun klappt es auch wieder im Powerplay

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Die St. Louis Blues laden zum Tanz und geben einen Takt vor, mit dem ihre Gegner meist nicht Schritt halten können. Auf heimischem Parkett brachten die Blues in dieser Saison regelmäßig ihre Gäste ins Straucheln. Bauchlandungen legten im Scottrade Center von St. Louis bereits die Dallas Stars, die Chicago Blackhawks und die Calgary Flames hin. Als einzige Mannschaft in der Western Conference ist das Team von Cheftrainer Mike Yeo zuhause noch punktverlustfrei. Nicht nur das!

Mit insgesamt 14:6 Toren sorgten die Blues für Feierstimmung bei ihren Anhängern. Nur drei Gegentreffer kassierten die Jungs aus St. Louis bei nummerischen Gleichgewicht auf eigenem Eis - so wenig wie kein anderes Team in der Liga. Mit einer Saisonbilanz von 7-2-1 und daraus resultierenden 15 Punkten haben sich die Blues nach dem zehnten Spieltag in der Tabelle der Central Division bereits einen Vorsprung von drei Zählern gegenüber ihrem direkten Verfolger, den Blackhawks, verschafft.

Das Spiel der Blues lebt von der Ausgeglichenheit ihres Kaders. Von den 21 Spielern, die mindestens zu vier Einsätzen kamen, konnten sich schon deren 18 auf dem Spielberichtsbogen als Scorer eintragen.

Auf eindrucksvolle Art und Weise stieß Alexander Steen zu dieser Riege neu hinzu. Der 33-jährige Linksaußen konnte an den ersten sechs Saisonpartien verletzungsbedingt nicht teilnehmen und blieb dann drei Spiele punktlos, ehe er in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, beim 5-2 Triumph über die Flames, zum Matchwinner dieser Begegnung avancierte. Ein Tor und drei Assists gingen auf das Konto des beschlagenen Flügelstürmers.

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 Sachlich nüchtern, mit der Erfahrung von 826 NHL-Partien, analysierte Steen gegenüber NHL.com das Spielgeschehen: "Wir haben unser Spielsystem vereinfacht, wir spielen nun direkter und auch etwas schneller als zuvor. Es führt dazu, dass wir mehr Torchancen kreieren und daraus resultierend erfolgreicher im Abschluss sind. Wir setzten nach vorne eine Menge Impulse. Das war ein Schritt in die richtige Richtung."

Zufrieden durften die Blues ebenso mit ihrem Überzahlspiel gegen die Westkanadier gewesen sein. Zwei Powerplaytreffer zwischen der fünften und siebten Spielminute des Mittelabschnitts, an denen Steen jeweils mit einem Assist beteiligt war, sorgten für die letztendlich vorentscheidende 3:1 Führung.

Video: CGY@STL: Pietrangelo aus dem Handgelenk in Überzahl

Yeo zeigte sich sichtlich glücklich, dass er nun wieder auf die Dienste von Steen, der es in jeder der letzten vier Spielzeiten auf 50 oder mehr Scorerpunkte für die Blues gebracht hatte, zurückgreifen kann: "Das war schon hart, dass er sich verletzt hatte. Er war im Trainingscamp richtig stark. Ich hatte den Eindruck, dass er in diesem Jahr noch schneller ist. Ich glaube er hat den Sommer über richtig hart gearbeitet, um in Form zu kommen und er zeigte sich äußerst motiviert. Von Spiel zu Spiel wird er jetzt noch besser werden."

In St. Louis herrscht keine gespielte Zuversicht, nein sie haben allen Grund dazu positiv in die Zukunft zu blicken. Die sportlich Verantwortlichen und die Spieler der Organisation vergessen selbst im Trubel des Erfolgs nicht, an welchen Stellen noch justiert werden muss, es noch Verbesserungsbedarf gibt.

Vor der gestrigen Partie hatten sie vier Spiele hintereinander nicht mehr in Überzahl getroffen. 14 Überzahlsituationen hatten sie torlos verstreichen lassen. 26 Minuten und 16 Sekunden waren sie mit einem Mann mehr auf dem Eis gestanden und konnten davon nicht profitieren. Problem erkannt! Yeo stellte folgerichtig seine erste Überzahlformation um. Alex Pietrangelo, Brayden Schenn, Jaden Schwartz, Steen und Vladimir Tarasenko sollten es richten. Der Plan ging auf!

Ihren nächsten Auftritt haben die Blues in der Nacht von Freitag auf Samstag (2:30 Uhr MESZ) in der PNC Arena von Raleigh gegen die Carolina Hurricanes. 

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