Laine scores but gets hurt in win over TOR

Die Columbus Blue Jackets haben bei ihrem Auftritt am Donnerstag in der Scotiabank Arena bei den Toronto Maple Leafs große Moral bewiesen. Obwohl sie im letzten Drittel einen 5:0-Vorsprung verspielt hatten, gewannen sie am Ende noch mit 6:5 n.V.. Matchwinner für die Gäste war Kent Johnson mit seinem Treffer in der vierten Minute der Overtime. Alles in allem brachte es der Angreifer an diesem denkwürdigen Abend auf drei Scorerpunkte. 

„Ich habe mich auf die Verlängerung gefreut und mich nicht mehr darum gekümmert, was zuvor im Schlussabschnitt passiert ist. Mir ist es wichtig, Spaß zu haben und den Job erledigt zu bekommen“, sagte Johnson nach seinem entscheidenden Tor. In der fraglichen Szene überwand er Torontos Torhüter Ilya Samsonov auf dessen Fanghandseite. Der Angreifer machte dadurch seinen Doppelpack in der Partie perfekt und krönte damit seine starke Vorstellung. „Das fühlt sich richtig gut an. Ich weiß, dass ich nicht gerade ideal in die Saison gestartet bin. Aber das heute ist großartig gewesen“, betonte er. 

Beim 1:0 der Blue Jackets durch Patrick Laine (7.) lieferte Johnson die Vorlage mit einem Pass von hinter dem Tor. Sein Stürmerkollege verwertete das Zuspiel mit einer fulminanten Direktabnahme.

Für die Vorarbeit erhielt Johnson ein dickes Lob von Trainer Pascal Vincent. „Patty hat in dieser Situation seinen Instinkt unter Beweis gestellt und das Spiel richtig gelesen. Es war insgesamt seine beste Leistung in dieser Saison“, sagte er. 

Danach spielten sich die Blue Jackets in einen Rausch. Johnson (12.), Justin Danforth (29.), Yegor Chinakhov (31.) und Johnny Gaudreau (35.) im Powerplay schossen bis zur zweiten Pause eine 5:0-Führung heraus. 

Doch im Gefühl des sicheren Sieges schlichen sich Nachlässigkeiten im Spiel von Columbus ein. Das sollte sich im dritten Abschnitt rächen. William Nylander (41.), Mitchell Marner (44.), Jake McCabe in Überzahl (55.) und Auston Matthews mit einem Doppelschlag in der Schlussphase (59./60.) rissen die Blue Jackets aus allen Träumen. 

Obwohl das Momentum zu diesem Zeitpunkt eindeutig auf Seiten von Toronto lag, gelang der Vertretung aus Ohio in der Zusatzschicht der Lucky Punch durch Johnson. „Ich finde ehrlich gesagt keine Worte dafür. Das Ganze ist wirklich schwer zu erklären“, äußerte sich Blue-Jackets-Verteidiger Zach Warenski zur Schwächephase in der dritten Periode, durch die sich seine Mannschaft beinahe um den Lohn einer zuvor couragierten Darbietung gebracht hätte. Umso mehr zeigte er sich erleichtert über das positive Ende. „Wir haben viele Dinge richtig gemacht und zum Schluss einen Weg zum Sieg gefunden. Wir nehmen die beiden Punkte gegen einen starken Kontrahenten liebend gerne mit“, lautete sein Fazit.

CBJ@TOR: Matthews gelingt ein weiteres Tor

Die Blue Jackets sind erst das sechste Team in der NHL-Geschichte, das nach dem Verspielen eines Fünf-Tore-Vorsprungs noch als Gewinner vom Eis gegangen ist. Zuvor gelang das den Quebec Nordiques (12. Dezember 1992), den Edmonton Oilers (28. Januar 1989), Los Angeles Kings (17. Januar 1986), Chicago Blackhawks (19. Februar 1984) und den Detroit Red Wings (10. März 1968.). Eine Fünf-Tore-Führung im letzten Drittel herzugeben und trotzdem noch zu triumphieren, hatte vor Columbus jedoch noch keine Mannschaft in der Liga-Historie geschafft. 

Coach Vincent stellte deshalb in seiner Matchanalyse vor allem die positiven Aspekte heraus. „Wir haben zwei wirklich solide Drittel gespielt. Wir sind systematisch ans Werk gegangen, haben Zweikämpfe gewonnen, den Puck gut laufen lassen und uns schließlich in der Verlängerung durchgesetzt. Das sind die guten Seiten gewesen. Der Sieg kann uns den dringend benötigten Schub verleihen. Allerdings müssen wir auch über die Fehler sprechen und aus ihnen lernen“, erläuterte er.

CBJ@TOR: Johnson in der Verlängerung

Die Blue Jackets können den Erfolg gut gebrauchen. Mit einer Matchbilanz von 10-16-5 und 25 Zählern aus 31 Partien haben sie als Achter der Metropolitan Division im Moment zehn Punkte Rückstand auf einen direkten Playoff-Spot. 

Nächster Gegner der Blue Jackets sind am Samstag (7 p.m. ET; NHL.tv; So. 1 Uhr MEZ) die New Jersey Devils. Die Begegnung findet in der Nationwide Arena von Columbus statt. Ob dabei Angreifer Laine mitwirken kann, ist fraglich. Er ging beim Duell mit den Maple Leafs nach 27 Minuten wegen einer Oberkörperverletzung in die Kabine und kehrte nicht mehr aufs Spielfeld zurück.

Verwandte Inhalte