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Barkov vermisst Jagr und freut sich auf Dadonov

Der finnische Center der Florida Panthers nimmt die Herausforderung an, vermeidet allerdings sich Ziele zu setzen

von Stefan Herget - NHL.com/de Chefautor / NHL.com/de Chefautor

Aleksander Barkov gehört zu den jungen Talenten, die auf Anhieb mit 18 Jahren den Sprung in die NHL schafften. Die Florida Panthers drafteten ihn beim NHL Draft 2013 an der zweiten Position und bauten den russisch-finnischen Stürmer sofort in ihren Kader ein, obwohl er zuvor nur in Finnland bei Tappara Tampere aktiv war.

Er zahlte das Vertrauen in ihm mit 24 Punkten in seiner ersten Saison, dann 36 und schließlich 59 und 52 zurück. Der Lohn für den Center war ein Vertrag bis zum Ende der Saison 2021/22, der ihm jährlich $5,9 Millionen einbringt.

"Es ist toll, würde keinen Tag missen wollen", erzählte Barkov NHL.com International beim Player Medientag in Stockholm im August zu der Tatsache, dass er schon vier Jahre NHL spielt. "Es gab Höhen und Tiefen, manchmal habe ich richtig gut gespielt und manchmal nicht, aber das ist Teil des Spieles. Ich hoffe alles geht so weiter."

Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Barkov, der am heutigen Samstag seinen 22. Geburtstag feiert, bereits 272 NHL-Spiele und dabei 73 Tore und 98 Assists verbuchen konnte.

"Ich weiß, dass es die beste Liga in der Welt ist und man 100% in jeder Situation und jedem Spiel geben muss", sagte Barkov, dessen russischer Vater Alexander in Tampere als Profi aktiv war, als die Nummer 16 der Panthers am 2. September 1995 geboren wurde. "Auf der anderen Seite ist alles sehr einfach. Du musst nur du selbst sein und das spielen, was du kannst, dann läuft es gut."

Video: CGY@FLA: Barkov bezwingt Johnson durch die Schoner

Auf der anderen Seite weiß der junge Stürmer, der sich entschieden hat, international für Finnland zu spielen und so bereits bei Olympia 2014 die Bronzemedaille und die Vize-Weltmeisterschaft 2016 gewann, das er noch nicht die Ende der Fahnenstange erreicht hat.

"Ich bin auf dem richtigen Weg", betonte Barkov. "Ich hatte zuletzt einige leichte Verletzungen, wie an meinem Rücken in der abgelaufenen Saison. Meine Antwort war mein Training zu ändern, um meinen Rücken nicht zu sehr zu belasten und sicher zu gehen, dass er mich während der Saison nicht plagt. Also war mein Training anders als in der Vergangenheit und ich habe neue Dinge gelernt, von denen ich in dieser Saison profitieren werde."

Barkov vermeidet sich selbst durch Ziele unter Druck zu setzen. "Ich hatte noch nie persönliche Ziele, Punkte oder etwas anderes", erzählte er. "Ich wollte immer nur in der folgenden Saison ein besserer Spieler sein, als in der abgelaufenen und habe hart dafür gearbeitet. Ich habe in diesem Sommer viel trainiert."

Vermissen wird er seinen 45-jährigen Sturmkollegen Jaromir Jagr, dessen Vertrag in Florida nicht verlängert wurde, von dem er viel gelernt hat. "Keiner kann verstehen, wie viel er mir geholfen und mich unterstützt hat", schwärmte Barkov vom Tschechen. "Keiner kann die Hilfe und Unterstützung ersetzen, die er uns jungen Spielern gegeben hat. Ein großer Verlust, aber die Mannschaft geht in eine andere Richtung und sie mussten diese Entscheidung treffen. Hoffentlich findet er eine neue Mannschaft. Ich kann mir Eishockey ohne ihn nicht vorstellen."

Die einen Spieler gehen und andere Spieler kommen. So verpflichteten die Panthers Evgeni Dadonov. Der 28-jährige Russe war nach seinem Abgang aus Florida im Jahr 2012 fünf Jahre in der KHL aktiv und entschloss sich nun zur Rückkehr.

"Ich weiß genau, was für ein Spieler er ist", sagte Barkov. "Ich habe ihn in der KHL und bei Russland intensiv verfolgt. Er war ein unglaublich guter Spieler bei der Weltmeisterschaft. Es ist großartig ihn im Team zu haben und er wird uns sehr viel weiterhelfen. Er war einer der besten verfügbaren Spieler in diesem Sommer und es sagt sehr viel über unsere Mannschaft, dass er in Florida spielen möchte."

Wäre Barkov erfreut, mit dem Flügelspieler in einer Reihe zu spielen? "Jeder kann mit mir in einer Reihe spielen", sagte er selbstbewusst. "Unser Trainer wird entscheiden, was das Beste für die Mannschaft ist."

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