In der vergangenen Saison hatte nach regulärer Spielzeit keine NHL-Mannschaft mehr Niederlagen zu verdauen als Arizona (50). Mit 57 Punkten und einem Punkteschnitt von 0,348 rangierten lediglich die Montreal Canadiens (55 Punkte, 0,335) noch hinter den Coyotes.
Doch wirklich unruhig wurde bei den Coyotes niemand. "Wir haben uns nicht gescheut, jedem auf der Welt zu sagen, dass wir versuchen, Draft Picks zu erwerben", sagte Arizonas General Manager Bill Armstrong.
Ein solcher Neuaufbau braucht naturgemäß Zeit, und die Coyotes haben zur Unterstützung der Prospects bereits eine Gruppe von jungen, aber vergleichsweise erfahrenen Stürmern im Alter von 26 Jahren und darunter beisammen, die bewiesen haben, dass sie in der NHL mithalten können.
Ein weiteres Markenzeichen des im Aufbau befindlichen Kaders soll die Einstellung sein und bleiben. "Wir wollen eine wettbewerbsfähige, hart arbeitende Mannschaft sein", gab General Manager Armstrong dabei die Richtung vor.
Spannend wird nicht nur das Leistungsvermögen der jungen Mannschaft sein, sondern auch deren Spielort. Das Franchise verließ die Gila River Arena in Glendale, Arizona nach 19 Spielzeiten und wird mindestens die nächsten drei Jahre in der brandneuen, allerdings nur 5.000 Plätze fassenden Mehrzweckarena der Arizona State University nutzen.
Aktuell wird der Bau einer neuen Spielstätte im benachbarten Tempe vorangetrieben, die frühestens zur Saison 2025/26 fertiggestellt sein wird. NHL-Eishockey vor 5.000 Zuschauern ist ein Kuriosum, dessen Auswirkungen auf die Mannschaft im Vorfeld kaum abzuschätzen sind.
"Ich gehe unvoreingenommen an die Sache heran und bin sehr gespannt darauf", sagte Stürmer Lawson Crouse, der kürzlich einen Fünfjahresvertrag in Arizona unterzeichnete, in Bezug auf die ungewöhnliche Hallensituation des Klubs. Die Coyotes glauben fest daran, dass die intime Atmosphäre der College-Arena ihnen einen Heimvorteil verschafft wie es ihn in der NHL sonst nirgendwo gibt. "Ich hoffe, dass die Fans kommen und es jeden Abend ausverkauft ist und sie laut sind, und dass es eine gute Atmosphäre für uns und das Team ist", ließ Stürmer Clayton Keller wissen.