Der Stanley Cup kommt zum ersten Mal auf die südliche Hemisphäre. Der Pokal wird die Arizona Coyotes am Samstag in ihrem Charterflugzeug auf ihrem über 15-stündigen, 8000 Meilen langen Flug von Los Angeles nach Melbourne in Australien begleiten. Dort wird er eine Woche lang bei diversen Veranstaltungen zu sehen sein, darunter den zwei Preseason-Spielen zwischen den Coyotes und den Los Angeles Kings in der Rod Laver Arena im Rahmen der NHL Global Series 2023 - Melbourne.
"Der Cup befand sich noch nie unterhalb des Äquators, was ziemlich erstaunlich ist, vor allem in der heutigen Zeit", sagte Phil Pritchard, Vizepräsident der Hockey Hall of Fame, auch bekannt als der "Hüter des Pokals".
Der Pokal ist mehr als nur die Meisterschaftstrophäe der NHL. Er ist ein Botschafter für den Eishockeysport.
Er wurde bereits in 31 Länder der nördlichen Hemisphäre gebracht - nach Afghanistan zu Truppenbesuchen, nach China und Japan zu NHL-Veranstaltungen, sogar nach Mexiko und auf die Bahamas.
Eishockey wird an vielen Orten der Welt gespielt. Der Weltverband IIHF zählt 83 nationale Verbände, darunter Argentinien, Australien, Chile, Neuseeland und Südafrika in der südlichen Hemisphäre.
In Australien ist Eishockey mit 6150 Spielern und 20 Eishallen bislang recht bescheiden vertreten, wie die IIHF mitteilt. Die Männer sind die Nummer 35 in der Welt, die Frauen die Nummer 31. Aber die Geschichte des Eishockeys in Down Under reicht bis in die frühen 1900er Jahre zurück. Das Land ist seit 1938 Mitglied der IIHF. Es hat eine semiprofessionelle Liga.
In der Hockey Hall of Fame sind mehrere australische Eishockeygegenstände ausgestellt und archiviert, vom originalen Goodall Cup, der ältesten Eishockeytrophäe außerhalb Nordamerikas, über einen australischen Sweater, der im Vorfeld der Olympischen Spiele 1960 getragen wurde, dem Jahr des einzigen Eishockeyauftritts des Landes bei den Winterspielen, bis hin zu Schlägern, die mit Kunstwerken der Aborigines verziert sind.

























