Die Anaheim Ducks gehören in der Saison 2023/24 zu den Außenseitern in der NHL. Der Stanley Cup Champion des Jahres 2007 befindet sich in mitten eines Neuaufbaus, der noch einige Zeit benötigen dürfte. Dass das Team trotzdem schon in der Lage ist an guten Tagen mit den Besten der Liga mitzuhalten, bewies es am Donnerstag. Mit einem fulminanten Endspurt egalisierten die Gäste im TD Garden einen 1:3-Rückstand gegen die favorisierten Boston Bruins und krönten ihren Endspurt durch den Siegtreffer zum 4:3 in der Verlängerung.
Junger Kader mit viel Potenzial macht auf sich aufmerksam
Was das Ganze in der Außenwirkung noch ein Stück weit beeindruckender machte: Es war die erste Saisonniederlage für Boston, das zuvor alle seine sechs Aufgaben der Spielzeit siegreich beendet hatte. Betrachtet man den Erfolgslauf der Bruins saisonübergreifend, dann endete eine 14 Spiele andauernde Siegesserie in der regulären Saison, die bis zum 30. März zurückreichte.
Anaheim hat durch diesen unerwarteten Erfolg seinerseits gezeigt, wie viel Potenzial in dem jungen Kader steckt, wenn er erst einmal ins Laufen kommt. Der Überraschungserfolg der Ducks gewann zugleich an Wert weil er mit Hilfe einiger junger Spieler zustande gekommen war. Leo Carlsson, der als Nummer-2-Pick beim NHL Draft 2023 ausgewählt wurde, trug mit dem ersten von zwei Treffern im dritten Drittel entscheidend zum Comeback bei. Mason McTavish (20) erzielte den OT-Siegtreffer. Carlsson (18 Jahre, 304 Tage) wurde durch sein Tor und die Vorlage zum Siegtreffer ganz nebenbei zum drittjüngsten Spieler in der Franchise-Geschichte mit einem Multipunktspiel nach Oleg Tverdovsky (18 Jahre, 250 Tage; drei Assists am 23. Januar 1995) und McTavish (18 Jahre, 256 Tage; ein Tor und ein Assist am 13. Oktober 2021).


















