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Sechs Teams sind am heutigen Donnerstag in den Stanley Cup Playoffs gefordert. Trainer Rod Brind’Amour von den Carolina Hurricanes probierte sich als Philosoph aus, um seine Schützlinge auf die Konfrontation mit den Ottawa Senators einzustimmen. Die Kanadier wiederum suchen nach einer Lösung für ihr Abschlussproblem. Coach Marco Sturm von den Boston Bruins freut sich auf sein Playoff-Heimdebüt in der Partie gegen die Buffalo Sabres. Torhüter Scott Wedgewood will Geschichte bei der Colorado Avalanche schreiben und die Los Angeles Kings setzen ihre Hoffnungen auf Torjäger Artemi Panarin.

Brind’Amour verkündet weise Worte

Von Rod Brind’Amour ist Mitte der Woche ein längeres Zitat überliefert worden, das man entweder in einen Jahreskalender mit Motivationssprüchen für Eishockeyprofis aufnehmen oder an die Wand einer x-beliebigen Kabine pinseln sollte. „Wenn du denkst, dass irgendetwas anderes als deine Bestleistung zum Sieg führt, dann komm nicht. Geh da nicht raus. Der einzige Weg zu gewinnen, ist dein Bestes zu geben“, philosophierte der Coach der Hurricanes am Mittwoch vor dem Abflug in die kanadische Hauptstadt Ottawa. Dort trifft seine Mannschaft in Spiel 3 (7:30 p.m. ET; Fr. 1:30 Uhr MESZ) der Ersten Runde in der Eastern Conference auf die Senators.

Das Team aus Raleigh nutzte die zwei Tage nach dem nervenaufreibenden Krimi mit doppelter Verlängerung in Spiel 2 zur Feinjustierung einiger Spielelemente. Laut Brind’Amour bildet das die Grundlage, wenn man Erfolg haben möchte. Den hatten die Hurricanes in den ersten beiden Partien daheim gegen Ottawa. 2:0 und 3:2 n.2.V. lauteten die Resultate. In den zwei nun folgenden Auswärtspartien im Canadian Tire Centre erwartet der Coach eine ungemütliche Atmosphäre. So weit, so normal für die Playoffs.

Hurricanes 2, Senators 0

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Vertraute Situation für die Senators

Für die Senators ist ein 0:2-Rückstand in einer Serie eine durchaus vertraute Situation. Im Vorjahr gingen sogar ihre ersten drei Begegnungen in der Auftaktrunde der Postseason gegen die Toronto Maple Leafs verloren. Anschließend kämpften sie sich mit zwei Siegen zurück. Das Aus nach sechs Partien konnten sie zwar letztlich nicht abwenden, doch die seinerzeitige Aufholjagd würden sie gegen die Hurricanes gerne wiederholen. Dafür benötigen sie vor allem eins: bessere Abschlüsse. Zwei Tore in über 150 Spielminuten ist eine deutlich zu magere Ausbeute, wenn man einem Gegner vom Kaliber Carolina ein Bein stellen will. Senators-Stürmer Tim Stützle wartet noch auf seinen ersten Scorerpunkt in den laufenden Playoffs.

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Carolina Hurricanes und den Ottawa Senators

Sturm erwartet Emotion pur

Die Boston Bruins haben Buffalo nach Aussage von Trainer Marco Sturm mit einem guten Gefühl verlassen. Viel dazu beigetragen hat der 4:2-Sieg im zweiten Match, mit dem die Vertretung aus Massachusetts den 1:1-Ausgleich in der Serie der Ersten Runde in der Eastern Conference herstellte. In den jetzt anstehenden zwei Partien gegen die Sabres zu Hause im TD Garden soll sich an der positiven Stimmung nichts ändern.

Sturm freut sich ungemein auf seine Playoff-Heimpremiere als verantwortlicher Mann an der Bande. „Wir hatten eine tolle Heimbilanz in der regulären Saison. Außerdem sind unsere Fans die besten in der Liga. Es wird sicher hoch hergehen“, prophezeite er mit Blick auf Spiel 3 (7 p.m. ET; Fr. 1 Uhr MESZ).

Die Marschroute beschrieb Sturm wie folgt: „Wir wollen uns nicht am Gegner ausrichten, sondern uns auf unser System fokussieren. Fünf unserer sechs Drittel haben mir gut gefallen. Da muss ich die Jungs loben. Sie haben exakt das gemacht, was wir von ihnen erwartet haben. Natürlich ist noch nicht alles perfekt, aber wir sind definitiv auf dem richtigen Weg.“

Von Sky Sport: Sturm über die Stanley Cup Playoffs

Avalanche-Torhüter kann Geschichte schreiben

Colorados Torhüter Scott Wedgewood ist den Stürmern der Los Angeles Kings jüngst gehörig auf die Nerven gegangen. In den zwei Aufeinandertreffen der Ersten Runde in der Western Conference parierte er 48 von 50 Schüsse. Somit hatte der Goalie großen Anteil an den beiden Erfolgen mit identischem Ausgang (2:1, 2:1 n.V.) in Denver. Mit einem weiteren Sieg in Spiel 3 (10 p.m. ET, Fr. 4 Uhr MESZ) in der Crypto.com Arena von LA würde sich Wedgewood einen Eintrag in den Annalen seines Klubs sichern. Nie zuvor hat ein Schlussmann der Avalanche seine ersten drei Karriereeinsätze in den Playoffs gewonnen. Wedgewood ließ vor der Partie keine Zweifel daran aufkommen, dass er dies umzusetzen gedenkt. „Es ist das beste Eishockey, das ich je gespielt habe“, lautete seine Selbsteinschätzung im Anschluss an die zwei Triumphe.

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Kings hoffen auf weitere Geniestreiche von Panarin

Im Lager der Kings hoffen alle auf weitere Geniestreiche von Artemi Panarin, die idealerweise zu Erfolgserlebnissen führen sollen. Er zeichnete für die beiden einzigen Tore der Kalifornier in den Duellen mit Colorado verantwortlich, die am Ende jedoch nicht reichten. In Spiel 1 erzielte Panarin den 1:2-Anschlusstreffer im Powerplay. In Spiel 2 sorgte er für die zwischenzeitliche 1:0-Führung. „Selbst unter Druck vollbringt er gute Aktionen und sorgt für viel Torgefahr. Nicht umsonst zählt er zu den herausragenden Offensivakteuren in der Liga. Ihm haben wir es wesentlich zu verdanken, dass wir so weit gekommen sind“, sagte Kings-Interimstrainer D.J. Smith über den kreativen Flügelstürmer.

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