Mitch Marner #93 of the Vegas Golden Knights attempts a wraparound against Karel Vejmelka #70 of the Utah Mammoth during the third period in Game One of the First Round of the 2026 Stanley Cup Playoffs at T-Mobile Arena on April 19, 2026 in Las Vegas, Nevada. (Photo by David Becker/NHLI via Getty Images)

Mitch Marner von den Vegas Golden Knights lässt sich in keine Schublade stecken, denn er schlüpft in den Stanley Cup Playoffs 2026 in jede Rolle: Flügelspieler in der ersten Reihe, Center in der zweiten Linie, Quarterback im Powerplay und Penalty Killer in Unterzahl.

„Mitch war fantastisch“, schwärmt Vegas‘ General Manager Kelly McCrimmon. „Er ist ein großartiger Spieler. Er macht unsere Mannschaft so viel besser. Er ist ein großartiger Teamkollege, der von jedem in dieser Organisation geschätzt wird und er spielt eine tolle Saison. Es sieht anders aus, wenn man nur die Punkte betrachtet, was manche Leute gerne tun.“

In einem Sign-and-Trade-Deal holten die Golden Knights den 28-jährigen Kanadier im Sommer von den Toronto Maple Leafs. In seiner ersten Spielzeit in Sin City verbuchte Marner in 81 Spielen 80 Scorerpunkte. Dabei trat er sowohl als exzellenter Skater, technisch-versierter Spielmacher und Torjäger auf.

In den Playoffs zeigte der 1,83 Meter große Rechtsschütze noch viel mehr von seiner Vielseitigkeit. In Spiel 1 der Best-of-7-Serie in der Ersten Runde gegen den Utah Mammoth begann er als Linksaußen in der ersten Reihe neben Jack Eichel und Mark Stone. Zwei Drittel später tauchte er als Center der zweiten Linie neben Brett Howden und Pavel Dorofeyev auf. Eine Rolle, die er auch in Spiel 2 bekleidete. Hinzu kamen 7:13 Minuten im Powerplay, wo die Nummer 93 bereits zwei Assists beisteuerte, sowie 1:51 Minuten im Penalty Killing.

„Es geht also nicht nur um Punkte, richtig?“, stellt McCrimmon eine rhetorische Frage. Im Laufe eines Spiels gibt es einfach so viele Momente, die aufgrund seines Hockey-Verständnisses und seines Könnens etwas ganz Besonderes sind. Er hat die Positionen gewechselt. In seiner gesamten Karriere war er nie ein Center in der National Hockey League. Jetzt ist er eingesprungen und hat viel Eiszeit in der Mitte bekommen. Natürlich hat er auch oft auf dem Flügel gespielt. Unter ‚Torts‘ (Trainer John Tortorella) wurde er ein wenig herumgeschoben. Aber ja, er ist ein überragender Spieler.“

Und eben dieser nimmt die verschiedene Rollenverteilung an.

„Ich glaube, es gab verschiedene Phasen der Lernkurve - einige gute Momente, andere, in denen man sich vielleicht gewünscht hätte, dass es etwas besser und etwas flüssiger läuft“, so Marner. „Aber ich denke, genau darum geht es. Man kommt in ein neues Team und muss sich erst an neue Mitspieler gewöhnen. Ich habe schon mit verschiedenen Spielern und auf verschiedenen Positionen gespielt. Ich versuche immer, in unserer defensiven Zone und mit dem Puck verantwortungsbewusst zu agieren. Ich konzentriere mich immer zuerst auf diese Dinge und vertraue dann einfach darauf, dass alles andere von selbst kommt.“

Neu ist die Rolle als Center nicht ganz, schon in Toronto „teilte“ er sich diese Aufgabe situativ mit Auston Matthews.

„Wann immer einer von uns tief stand, vertrauten wir dem anderen dort, und wenn wir dann wechseln mussten, taten wir das“, erklärt Marner. „Ich finde es ziemlich einfach, mich darauf einzustellen, tief in unserer Zone zu spielen, um der Verteidigung im Aufbau zu helfen, Spielzüge zu gestalten, Mitspieler zu finden.“

In der Serie gegen den Mammoth steht es 1:1. Spiel 3 steigt am Freitag (9:30 p.m. ET; Samstag, 3:30 Uhr MESZ) in Utah. Welche Rolle Marner dabei ausfüllen wird, dürfte ein gut gehütetes Geheimnis von Tortorella bleiben.