Die Edmonton Oilers stehen nach Spiel 2 ihrer Erstrundenserie in den Stanley Cup Playoffs 2026 in der Western Conference gegen die Anaheim Ducks vor einer vertrauten, aber dennoch heiklen Situation. Beim 4:6 im heimischen Rogers Place verspielten sie am Mittwoch nicht nur die Chance auf eine zunächst einmal beruhigende 2:0-Serienführung, sondern offenbarten auch Schwächen, die im weiteren Verlauf der Playoffs schwer wiegen könnten. Im Mittelpunkt des Geschehens standen dabei vor allem drei Spieler: die beiden Deutschen Leon Draisaitl und Josh Samanski sowie Kapitän Connor McDavid.
Deutsches Duo schreibt NHL-Geschichte
Trotz der Niederlage gab es aus Sicht der Oilers einen historischen Moment: Erstmals in der Geschichte der Stanley Cup Playoffs erzielten zwei in Deutschland geborene Spieler im selben Spiel jeweils ein Tor für eine Mannschaft. Draisaitl, der gebürtige Kölner, und der aus Erding stammende Samanski sorgten damit für ein Novum in der NHL-Geschichte.
Für Draisaitl war es mehr als nur ein weiterer Treffer in seiner ohnehin beeindruckenden Playoff-Karriere. Mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 1:0 (9.) erzielte er bereits seinen 53. Treffer in seinem 98. Playoff-Spiel – eine Marke, die ihn weiterhin zu einem der erfolgreichsten nicht-nordamerikanischen Torjäger der NHL-Geschichte macht. Zudem war es sein 15. 1:0-Führungstor in den Playoffs, ein ausgebauter Franchise-Rekord der Oilers.
Samanski hingegen feierte einen ganz besonderen Abend. Der junge Stürmer rückte kurzfristig für den verletzten Adam Henrique ins Lineup und nutzte seine Chance eindrucksvoll. In seinem allerersten Playoff-Spiel traf er zum wichtigen 4:4-Ausgleich (54.) im dritten Drittel und zeigte dabei Nervenstärke sowie Abschlussqualität. Für einen Debütanten auf dieser Bühne ein bemerkenswerter Auftritt.
Doch so bedeutend dieser historische Moment auch war – er konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Oilers am Ende als Verlierer vom Eis gingen.





















