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Die Zuschauer vor Ort haben in den ersten drei Spielen der Finalserien im Osten und Westen eine Menge Eishockey für ihr Eintrittsgeld geboten bekommen. Alle Partien gingen in die Verlängerung.

Gut möglich, dass dies auch im für den heutigen Sonntag (3 p.m. ET; NHL.tv, Sky Sport; 21 Uhr MESZ) angesetzten Spiel 2 im Western Conference Finale zwischen den Vegas Golden Knights und den Dallas Stars der Fall sein wird. Beide Mannschaften begegneten sich im ersten Duell der Best-of-7-Serie auf Augenhöhe, bevor sich die Hausherren aus Nevada in der Overtime durchsetzten.
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Die heutigen fünf Schlagschüsse vom Playoff-Geschehen:
Bekannte Ausgangslage für die Stars
Dass die Stars in den laufenden Stanley Cup Playoffs nach Spiel 1 hinten liegen, ist für sie nichts Unbekanntes. In den beiden Serien vor dem Aufeinandertreffen mit den Golden Knights waren sie vor ihrem zweiten Auftritt mit der gleichen Ausgangslage konfrontiert. In der ersten Runde hatten sie den Auftakt mit einem 2:3 n.V. gegen die Minnesota Wild versemmelt und in der zweiten Runde mit einem 4:5 n.V. gegen die Seattle Kraken. In der Geschichte der NHL ist es bislang nur einem Team gelungen, nach drei Niederlagen zu Beginn einer Serie innerhalb einer Postseason das Blatt zu wenden und am Ende den Stanley Cup zu gewinnen. Es handelte sich um die Pittsburgh Penguins von 1991 mit ihrem legendären Anführer Mario Lemieux.

Gourde führt Kraken zum Sieg in Spiel 1

Ein Stürmer mit Sammelleidenschaft
Als besonders ehrgeiziger Punktesammler hat sich in den diesjährigen Playoffs Roope Hintz von den Stars präsentiert. Mit 22 Punkten (zehn Tore, zwölf Assists) aus 14 Einsätzen führt er die Scorerwertung an. Nur zweimal ging der Center gänzlich leer aus. Wenn er zur Tat schreitet, bleibt es selten bei nur bei einem Zähler im Spielberichtsbogen. In fünf Begegnungen verbuchte der Linksschütze mindestens drei Zähler. Bezogen auf eine einzige Postseason hatte das vor ihm noch kein anderer Spieler in der Franchise-Geschichte der Stars/North Stars vollbracht.

DAL@VGK, Sp1: Hintz versenkt starken Schuss

Überhaupt waren nur vier Akteure in den zurückliegenden 30 Jahren in dieser Kategorie noch erfolgreicher als Hintz. Sie hießen Leon Draisaitl (sieben Playoff-Spiele mit drei oder mehr Punkten im Jahr 2022), Wayne Gretzky (sieben Spiele, 1993), Connor McDavid (sechs Spiele, 2022) und Nikita Kucherov (sechs Spiele, 2021).
T-Mobile Arena entwickelt sich zur Festung
Die Heimspielstätte der Golden Knights entwickelt sich zunehmend zu einer Festung (Ritterburg). In den aktuellen Playoffs haben die Burgwächter der T-Mobile Arena eine Matchbilanz von 5-2 vor eigenem Publikum vorzuweisen. Seit Vegas im Anschluss an ihre Premierensaison 2017/18 erstmals in der NHL-Endrunde auftauchte, sind insgesamt 27 Siege und 14 Niederlagen in heimischen Gefilden registriert. Damit hat Vegas in Sachen Postseason-Heimerfolge bereits sechs andere Klubs in der Historie der Liga hinter sich gelassen.

Alteingesessener Spieler auf Rekordjagd
William Karlsson gehört seit dem NHL-Debüt der Golden Knights zum Inventar. Er hat in Spiel 2 und den folgenden Partien die Möglichkeit, sich zum besten Torschützen von Vegas einer einzelnen Postseason aufzuschwingen. Nach seinem Doppelpack in Spiel 1 gegen die Stars steht er nunmehr bei sieben Treffern. Eine bessere Torausbeute hatten bis dato lediglich Jonathan Marchessault (8; 2018) und Alex Tuch (8; 2020) zu verzeichnen. Darüber hinaus belegt Karlsson in der teaminternen Scorerwertung den vierten Platz hinter Jack Eichel (14), Mark Stone (13) und Chandler Stephenson (11).

Kommt Stars-Torjäger Robertson ins Rollen?
Angreifer Jason Robertson von den Stars hat seine Ladehemmung von acht Partien mit einem Treffer in Spiel 1 gegen die Golden Knights beseitigt. Ausgerechnet in den Playoffs hatte er die längste Torflaute in dieser Saison zu beklagen. Nicht nur ihm, sondern auch seinem Trainer Peter DeBoer stand die Erleichterung darüber ins Gesicht geschrieben. "Das war riesig. Man hat an seiner Reaktion gesehen, dass ihm eine Last von den Schultern gefallen ist. Hoffentlich macht er daraus einen seiner legendären Streaks. Einen solchen könnten wir jetzt gut gebrauchen", sagte der Coach.

DAL@VGK, Sp1: Robertson fälscht im ersten Drittel ab

Mit 46 Treffern, davon exakt der Hälfte nach 25 Auftritten, avancierte Robertson in der regulären Saison zum erfolgreichsten Torjäger der Stars. In den Playoffs ließ er diese Treffsicherheit vermissen, so dass er es nur auf drei aus 14 Spielen brachte.