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Die erste Runde der Stanley Cup Playoffs geht in die entscheidende Phase. Mit den Carolina Hurricanes, die im Duell mit den New York Islanders 3:1 führen, könnte sich die erste Mannschaft für die nächste Runde qualifizieren (7 p.m. ET; NHL.tv; Mi. 1 Uhr MESZ).

Die übrigen vier Mannschaften, die heute auf dem Eis stehen werden, möchten sich einen Matchball erspielen. Im Duell der Dallas Stars und Minnesota Wild (8 p.m. ET; NHL.tv; Mi. Uhr MESZ) sowie bei den Edmonton Oilers und den Los Angeles Kings (9:30 p.m. ET; NHL.tv; Mi. 3:30 Uhr MESZ) steht es jeweils 2:2 in der Gesamtwertung.
Die heutigen fünf Schlagschüsse vom Playoff-Geschehen:
Deutsch-Schweizer-Duell zwischen Draisaitl und Fiala geht in die zweite Runde
Leon Draisaitl überragt bislang in den Playoffs. Fünf Tore gelangen dem Stürmer der Edmonton Oilers in den laufenden Playoffs. Kein Spieler der hat häufiger getroffen. Mit neun Punkten ist der Deutsche zudem der zweitbeste Scorer der Postseason. Beim jüngsten 5:4-Overtime-Sieg am Sonntag gegen die Kings war er der entscheidende Mann, weil er im zweiten Drittel mit zwei Toren und einem Assist den 0:3-Rückstand egalisieren half.

EDM@LAK Sp4: Draisaitls zwei Tore und Assist

Doch auch Kevin Fiala von den Los Angeles Kings kann den Unterschied machen. In Spiel 4 kehrte er nach überstandener Verletzung zurück und bereitete zwei Treffer vor. Danach kündigte der Schweizer an, dass für die nächsten Spiele noch Steigerungspotenzial von ihm zu erwarten ist: "Ich habe seit drei Wochen nicht mehr gespielt, also war das heute noch nicht das Maximum, aber es war in Ordnung."
Sein Mannschaftskamerad Viktor Arvidsson lobt den Einfluss von Fiala: "Er ist ein All-Star. Er kann Spielzüge machen und den Verteidigern Angst einjagen. Er ist schon das gesamte Jahr ein wichtiger Teil unseres Teams." Ähnlich wie in Spiel 4 könnte auch beim bevorstehenden Aufeinandertreffen der Ausgang davon abhängen, ob Fiala oder Draisaitl effektiver im Abschluss ist.
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Skinner oder Campell: Die Torwart-Frage der Oilers
Stuart Skinner stand in den ersten vier Playoff-Spielen der Oilers von Beginn an zwischen den Pfosten, erwischte aber in Spiel 4 ein rabenschwarzes erstes Drittel: Elf Schüsse gingen auf sein Tor, dreimal zappelte der Puck im Netz. Jack Campbell übernahm ab dem zweiten Drittel seinen Part und erwies sich als sicherer Rückhalt. Der Routinier parierte insgesamt 27 von 28 Schüssen und war ein Garant dafür, dass die Oilers das Spiel in der Overtime gewannen.

Hyman schließt Comeback in Spiel 4 in OT ab

Nun stellt sich die Frage, welcher Goalie in Spiel 5 das Vertrauen bekommt. Trainer Jay Woodcroft lässt sich nicht in die Karten schauen. "Wenn man zwei großartige Torhüter hat, glaube ich nicht, dass man etwas falsch machen kann, wenn man einen von ihnen auswählt", sagte er.
Setzt sich das Märchen von MacEachern fort?
In den Playoffs passieren Dinge, mit denen niemand hätte rechnen können. Das beste Beispiel ist die Geschichte von Mackenzie MacEachern. Der 29-jährige Stürmer wechselte im vergangenen Jahr zur Organisation der Carolina Hurricanes, verbrachte aber die komplette Saison in der AHL bei den Chicago Wolves.

CAR@NYI, Sp4: MacEachern erhöht den Vorsprung

Ausgerechnet in Spiel 4 gegen die Islanders, das die Hurricanes mit 5:2 gewannen, gab er sein Debüt im NHL-Team und lieferte mit einem Tor und einem Assist ein starkes Spiel ab. "Es ist ziemlich surreal, in ein Playoff-Spiel hineingeworfen zu werden", sagte er. Zuvor hatte er lediglich fünf Playoff-Spiele mit den St. Louis Blues aus dem Jahr 2020 vorzuweisen. "Aber das war noch ohne Fans, daher war es verrückt, nun diese Atmosphäre zu erleben. Ich habe versucht, nicht zu viel darüber nachzudenken und so zu spielen, als wäre es ein ganz normales Match." Nun hat er in Spiel 5 die Chance, das Märchen fortzusetzen.
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Dallas Stars setzen auf ihr Powerplay
Die große Stärke der Stars war bislang das Überzahlspiel. In den ersten vier Spielen gelangen ihnen sieben Tore bei numerischer Überlegenheit. Dies ist die beste Trefferausbeute aller Playoff-Teilnehmer in dieser Kategorie. Die Erfolgsquote der Texaner im Powerplay beträgt 43,8 Prozent. Lediglich die Oilers waren mit 54,6 Prozent noch effektiver.
"Das ist ganz entscheidend", sagt Peter DeBoer, der Trainer von Dallas. Er sieht in einem effektiven Überzahlspiel die beste Antwort auf die harte Spielweise von Minnesota. "Wir haben vorher darüber gesprochen. Sie sind ein physisches Team. Wir müssen sie dafür bezahlen lassen, wenn sie so spielen. Ich denke, das haben wir geschafft." Die Powerplay-Erfolgsquote von Minnesota beläuft sich in den derzeitigen Playoffs auf 23,5 Prozent.
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Verzweifelt Minnesota wieder an Oettinger?
Dass Dallas Spiel 4 gegen Minnesota mit 3:2 gewann, war nicht zuletzt der Verdienst von Torwart Jake Oettinger. Er parierte 32 von 34 Schüsse und kam dadurch auf eine Save-Quote von 94,1 Prozent. Ebenfalls auf 94,1 Prozent verbesserte sich auch sein Playoff-Karrierewert bei insgesamt 13 Einsätzen. Kein Torwart in der NHL-Geschichte, der mindestens zehn Playoff-Spiele absolvierte, hat eine so hohe durchschnittliche Save-Quote wie der 24-Jährige.

Seguin schießt Stars zum 3:2-Sieg gegen Wild

Minnesota muss einen Weg finden, um diesen Torwart zu überlisten. Flügelstürmer Marcus Foligno sagte dazu: "Wir müssen Kapital daraus schlagen, wenn wir zu Oettinger vordringen. Er hat großartig gehalten. Unser Spiel war nicht schlecht, außer dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben."