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5 gelernte Dinge: Tampa Bay - Washington, Spiel 6

Körperspiel, Powerplay und gute Goalies als Erfolgsrezept

von NHL.com/de @NHLde

Während die Tampa Bay Lightning und die Washington Capitals sowie die Winnipeg Jets und Vegas Golden Knights um den Einzug in das Stanley Cup Finale kämpfen, informiert Sie NHL.com/de, damit Sie nichts verpassen. Mit '5 gelernte Dinge' werfen wir diagnostisch einen Blick auf jede Partie.

Zum ersten Mal überhaupt in diesen Playoffs standen die Washington Capitals mit dem Rücken zur Wand, blieben durch einen 3:0-Sieg in Spiel 6 jedoch am Leben und glichen in der Serie gegen den Tampa Bay Lightning auf 3:3 aus. Nun kommt es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (2 Uhr, MESZ) zum allesentscheidenden Spiel 7. Der Sieger zieht ins Stanley-Cup-Finale ein. Umso wichtiger sind die Lerneffekte aus Spiel 6…

 

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5 Dinge, die wir aus Spiel 5 gelernt haben:

Körperspiel kann Partien entscheiden

Dass es in den Playoffs härter zugeht, ist keine Neuigkeit. Dass über die Physis sogar Partien entschieden werden können, zeigte Spiel 6 eindrucksvoll. Washington dominierte das Körperspiel mit 39:19 Hits. Während bei Tampa Bay nur Verteidiger Dan Girardi vier Checks setzte, übersprangen bei den Capitals gleich fünf Spieler die Marke von vier Hits: Tom Wilson (6), Brooks Orpik (6), Devante Smith-Pelly (5), Nicklas Backstrom (4) und Alex Ovechkin (4). Letzterer ist eigentlich eher als Scharfschütze bekannt, stellte sich zuletzt aber auch mit Checks voll in den Dienst der Mannschaft. "Es ist über das Eis geflogen, hat Checks zu Ende gefahren und ist hart geskatet. Die Jungs auf der Bank haben sich von seiner Spielweise ernährt", berichtete Smith-Pelly.

Für Lightning-Coach Jon Cooper war die fehlende Physis einer der Hauptgründe für die Niederlage: "Wir waren nicht gut, haben nicht mit der Entschlossenheit gespielt, wie sie es getan haben. Darüber gibt es keinen Zweifel. Wie waren die Check-Zahlen? 19:39? Die einen waren engagiert, die anderen nicht. Das war der Unterschied."

 

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Geblockte Schüsse sind wichtig

Playoff-Zeit ist immer auch die Zeit von Schmerzen: Dem Erfolg wird alles untergeordnet - auch die Leiden bei einem geblockten Schuss. Washington war in Spiel 6 erfolgreich, weil sie bereit waren, sich zu opfern. 20:13 Blocks bestätigen das. Während bei den Bolts nur Anton Stralman mehr als einen Schoss blockte (2), waren es bei den Caps gleich fünf Akteure: Dmitry Orlov (3), Jay Beagle, Smith-Pelly, Chandler Stephenson und Brett Connolly (je 2). "Die Jungs haben Schüsse geblockt, Ovechkin (ein Block, d. Red) hat Schüsse geblockt", zählt Smith-Pelly auf. "Wir haben stark defensiv gespielt." Mit dieser Mentalität wollen die Hauptstädter nun auch in Spiel 7 gehen. "Wir wissen, was es braucht, um ins Stanley-Cup-Finale einzuziehen. Ich bin müde, aber wir sind hungrig, ziehen in den Krieg und freuen uns auf den Puck-Drop in ein paar Tagen", unterstreicht Doppelpacker T.J. Oshie.

Special Teams machen den Unterschied

Trotz der drückenden Überlegenheit der Capitals fiel das erste Tor erst im Powerplay. Ein Zeichen dafür, wie wichtig die Special Teams sein können, um den Unterschied auszumachen. In Spiel 6 verwertete Washington die einzige sich bietende Möglichkeit (1/1), Tampa Bay ließ dagegen deren zwei liegen (0/2). "Wir haben unsere Chancen nicht genutzt. So läuft es in den Playoffs", sprach Lightning-Kapitän Steven Stamkos über die Special Teams. "Deswegen sind sie so wichtig. Es war ein Grund dafür, warum sie besser waren als wir und weshalb sie gewonnen haben." In den bisherigen Playoffs verfügen sowohl Caps (29,8 Prozent, 2.) als auch Bolts (29,1 Prozent, 3.) über ein brutales Überzahlspiel. In der Serie zwischen beiden Eastern-Conference-Finalisten kommt Washington auf 26,7 Prozent (4/15) - Tampa sogar auf 35,3 Prozent (6/17). Klar, dass sich der Lightning im Powerplay wieder steigern muss. "Du musst auf den Zehenspitzen stehen: Bereits sein fürs Powerplay, bereit sein fürs Penalty Killing", fordert Bolts-Verteidiger Ryan McDonagh.

Video: TBL@WSH, Sp6: Oshie trifft als Erstes im Powerplay

Holtby und Vasilevskiy auf Elite-Niveau

So tief in den Playoffs erklärt es sich fast von selbst, dass die Mannschaften überragende Torhüter stellen. Sowohl Washingtons Braden Holtby als auch Tampa Bays Andrei Vasilevskiy unterstrichen in Spiel 6, dass sie auf Elite-Niveau halten. Vasilevskiy etwa hielt das Spiel mit spektakulären Paraden (31 Saves, 93,9 Prozent Fangquote) bis zum Ende hin offen. Holtby stellte alle 24 auf sein Tor abgegebenen Schüsse kalt, feierte damit den fünften Playoff-Shutout seiner Karriere und behielt zum ersten Mal überhaupt in der laufenden Saison (Haupt- und Endrunde) eine weiße Weste. "Es war genau der richte Zeitpunkt", befand Smith-Pelly. "Ich bin seit Jahren hier und Braden war das Rückgrat unseres Hockey-Klubs. Du schaffst es nirgendwo hin ohne gutes Goaltending und er war klasse. Braden ist ein Musterprofi. Er arbeitet an seinem Spiel und findet Wege, den Unterschied auszumachen", sagte Capitals-Coach Barry Trotz. "Wenn der Torhüter vor dir so spielt, dann gibt das den Vorderleuten mehr Selbstvertrauen. Du spielst auf deinen Zehenspitzen statt auf den Fersen, weil du weißt, dass da hinten jemand deinen Fehler ausbügelt", meinte Orpik. "Wir haben Gottvertrauen in ihn. Wir wissen, dass er die Schüsse stoppt, wenn wir ihn brauchen", ergänzte Stephenson. Beide Goalies dürften auch in Spiel 7 im Fokus stehen.

Video: TBL@WSH, Sp6: Holtby wehrt Kucherovs Schuss ab

Washington kann mit Druck umgehen - Tampa auch?

Für Washington war es das erste "Do or die"-Spiel in den Playoffs 2018 und ging bemerkenswert mit diesem Druck um. Für Tampa Bay ist es nun eine völlig neue Situation - mit dem Rücken zur Wand stand der Lightning in dieser Endrunde bislang nicht. "Natürlich hätten wir es am liebsten heute Nacht schon entschieden. Aber auch ein Spiel 7 kann viel Spaß bedeuten. Wir müssen es genießen. Deswegen kämpfst du die ganze Saison für das Heimrecht, damit du dieses Spiel 7 zu Hause spielen kannst", so Tampas Stürmer Ryan Callahan. Genau hier möchten die Bolts nun den Sack zu machen. "Wir haben zwei Auswärtsspiele gewonnen und müssen es jetzt zu Hause erledigen. Schande über uns, wenn wir das nicht schaffen", wird Cooper deutlich.

Backstrom sieht den Vorteil nach dem Sieg in Spiel 6 hingegen bei seinen Capitals: "Mit diesem Sieg können wir eine Menge Selbstvertrauen aufbauen, da runterfahren und Spiel 7 gewinnen." Ähnlich sieht es auch sein Trainer: "Ich glaube es gab nie eine Mannschaft, mit der ich lieber in einem Spiel 7 gewesen wäre", so Trotz. "Dieses Team hat in dieser Saison so viele besondere Dinge gemacht. Es ist gewachsen. Wir haben auswärts gewonnen, wir haben daheim gewonnen. Jetzt werden wir sehen, ob wir uns das Recht verdienen, weiterspielen zu können."

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