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Lightning hielten sich zu lange zurück

Gerne hätte Tampa Bay den Sack zugemacht, doch sie ließen es in Spiel 6 gegen Washington an Engagement missen

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Das wollten sie unbedingt vermeiden. Warum unbedingt ein siebtes Spiel bestreiten, wenn man schon einmal die Gelegenheit hat nach sechs das Eastern Conference Finale für sich zu entscheiden?

Das Vorhaben der Tampa Bay Lightning, in der Nacht von Montag auf Dienstag, mit einem weiteren Auswärtserfolg in der Capital One Arena gegen die Washington Capitals in das Stanley Cup Finale einzuziehen, ging gründlich daneben.

Die Lightning zogen mit 0:3 Toren den Kürzeren, die Serie ist 3:3 ausgeglichen und in zwei Tagen müssen alle Karten auf den Tisch gelegt werden, wenn es um die Entscheidung in der Best-of-7 Serie geht.

Zum zweiten Mal in Folge gelang den Lightning kein Powerplaytreffer gegen Washington, nachdem sie in den ersten vier Aufeinandertreffen gleich sechsmal bei Überzahl erfolgreich gewesen waren.

 

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"Wir haben unsere Gelegenheiten nicht genutzt und sie ihre. So geht das halt in den Playoffs. darum ist es [Powerplay] so wichtig. Das ist ein weiterer Grund, warum sie heute besser als wir waren und warum sie gewannen", bedauerte Teamkapitän Steven Stamkos die mangelnde Chancenverwertung.

Seit mittlerweile 99:27 Minuten, zurückgehend auf die erste Spielminute des Mittelabschnitts von Spiel 5, sind die Lightning ohne eigenen Torerfolg, wovon auch Ihr Trainer Jon Cooper nicht begeistert ist: "Um zu Toren zu kommen, musst du schießen. Du musst die Pucks aufs Tor bringen. Manche meinen du erledigst es, wenn du die Scheibe passt, sie an der Kelle hast. Nein, du erledigst deine Arbeit, wenn du den Puck aufs Tor bringst und dort hin spielst, wo du ihn zurückbekommst. Wir waren nicht annähernd aggressiv genug. Was nützt es dir, wenn du lange Zeit in deren Drittel bist, rumspielst, hinter dem Tor rumläufst. 25 bis 30 Sekunden lang und dann ist er wieder raus."

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Die Lightning erwachten erst richtig im Schlussabschnitt. Sie lagen 0:1 hinten und erarbeiteten sich 5:0 Torschüsse in den ersten acht Spielminuten des dritten Drittels, doch dann erhöhten die Capitals mal kurz das Tempo, prüften innerhalb von 120 Sekunden viermal Lightnings Schlussmann Andrei Vasilevskiy und nach dem vierten Abschluss, ein Schuss von Devante Smith-Pelly, stand es 2:0.

"Wir haben zu viele Scheibenverluste. Das zieht sich durch die gesamte Serie. Wenn wir Pucks verlieren, dann geben wir deren Angriff Treibstoff. Sie sind ein ziemlich gutes Team und wir können dann nicht das umsetzen, was wir uns vornahmen. Das war definitiv heute Abend unser großes Problem. Sie haben uns früh attackiert, sie hatten das Momentum und wir haben es uns nicht zurückgeholt", beklagte Lightning-Stürmer Ryan Callahan.

In keinem der sechs Partien des Conference Finales agierten die Lightning über die gesamten 60 Minuten souverän, dreimal ging es dennoch gut für sie aus.

Warum am Montagabend nicht? "Ich glaube sie waren gieriger. Sie spielten ein engagierteres Eishockey als wir. Sie spielten um ihr Leben und wir so als hätten wir noch eine weitere Gelegenheit. Das ist bedauerlich, doch wir können das Drehbuch jetzt noch ändern."

 

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Callahan ist zuversichtlich, dass sie in Spiel 7 das glücklichere Ende für sich haben werden.

"Auch wenn wir nicht in eine solche Situation kommen wollten und wir uns gewünscht hätten, heute alles klar zu machen, ein Spiel 7 macht richtig viel Spaß. Dafür kämpfst du die gesamte Saison über, du möchtest das Heimrecht in einem Spiel 7. Wir sollten nicht lange einen Gedanken an heute Abend verschwenden, sondern das Ruder herumreißen und bereit sein für die entscheidende Partie."

Spiel 7 des Eastern Conference Finales findet am Mittwoch in der Amalie Arena von Tampa Bay statt (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, SN1, TVAS).

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