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Am Mittwoch gelang in der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs 2022 gleich drei Mannschaften, die nach Spiel 1 ihrer jeweiligen Best-of-7-Serie mit 0:1 im Hintertreffen lagen, im zweiten Kräftemessen der herbeigesehnte Serienausgleich. Selbiges streben am Donnerstag auch die New York Rangers, Florida Panthers, Nashville Predators und Dallas Stars an. Insbesondere auch auf dem Schweizer Roman Josi (Predators) und dem Österreicher Michael Raffl (Stars) liegt vor den Begegnungen des Tages einiges an Druck.

Fünf Aspekte, die es zu beachten gilt:
Panthers wollen sich trotz Auftaktniederlage gegen Washington treu bleiben
Die Panthers betonten am Mittwoch, was sie in Spiel 2 der ersten Runde der Eastern Conference am Donnerstag (7:30 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 1:30 Uhr MESZ) gegen die Washington Capitals besser machen müssen, ohne jedoch ihren Glauben an sich selbst in Frage zu stellen. Die 2:4-Niederlage in Spiel 1 am Dienstag war nach Aussagen der Protagonisten ein Weckruf. Anstatt drastische Änderungen vorzunehmen, will Florida in der heimischen FLA Live Arena zu dem zurückkehren, was es die ganze Saison über erfolgreich gemacht hat. "Wenn man in einer solchen Serie ist, muss man natürlich immer Anpassungen vornehmen, aber man will sein Spiel nicht grundsätzlich von Grund auf ändern", sagte Stürmer Claude Giroux. "Wir mögen die Art und Weise, wie wir spielen. Am Ende des Tages müssen wir einfach nur unsere Spielzüge ausführen, dann wird es uns gut ergehen."

WSH@FLA, Sp1: Oshie zieht zum Tor und fälscht ab

Rangers und Penguins nach Marathonmatch auf unterschiedlicher Suche nach Regeneration
Unterschiedliche Strategien verfolgten die Rangers und Pittsburgh Penguins nach ihrem Marathonmatch am Dienstag an ihrem spielfreien Tag, um sich auf Spiel 2 der Serie am Donnerstag (7 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 1 Uhr MESZ) vorzubereiten. Während die Rangers am Mittwoch dem Eis fernblieben, um sich von der Niederlage im längsten Spiel, das jemals im Madison Square Garden ausgetragen wurde, zu erholen (3:4 in dreifacher Verlängerung), verfolgten die Penguins den gegenteiligen Ansatz, indem sie ein gut besuchtes freiwilliges Training im Garden abhielten, an dem auch Verteidiger Kris Letang, der am Vortag 46:41 Minuten Eiszeit verbuchte, teilnahm.

PIT@NYR, Sp1: Malkins Siegtor in dritter Verlängerung

Disziplinierterer Kadri ist ein Erfolgsfaktor für die Avalanche
Nazem Kadri könnte in diesen Stanley Cup Playoffs ein wichtiger Grund dafür werden, dass die Colorado Avalanche in dieser Saison erfolgreich den nächsten Schritt in Richtung Titel machen. Jedenfalls dann, wenn er diszipliniert agiert und sein Potenzial weiterhin voll ausschöpft. Kadri hat in dieser Saison mit 87 Punkten (28 Tore, 59 Assists) in 71 Spielen eine NHL-Karrierebestmarke aufgestellt und dabei 71 Strafminuten gesammelt. In der Saison 2019/20 hatte er mit 97 Strafminuten in 51 Spielen einen Höchstwert erreicht. "Für mich geht es in diesem Jahr einfach darum, dass er jeden Abend mit Leidenschaft und Emotionen spielt, damit seine Fähigkeiten zum Vorschein kommen, und dass er die Körperlichkeit nutzt, ohne dabei viele Strafen zu kassieren", erklärte Colorados Trainer Jared Bednar. Kadri hatte auch beim 7:2-Sieg der Avalanche gegen die Predators in Spiel 1 am Dienstag einen Assist beigesteuert. Am Donnerstag (9:30 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 3:30 Uhr MESZ) in Spiel 2 möchte er mit seinen Mitstreitern gerne daran anknüpfen.

Predators wollen sich nicht selbst bemitleiden und schauen nach vorne
Das Wetter war am Mittwoch in Denver etwas symbolträchtig für die Stimmung im Lager der Predators. Bis zum Mittwochnachmittag ging es bewölkt am Fuße der Rocky Mountains zu. Als der Himmel sich aufgeklarte, waren die Jungs aus Nashville rund um den Schweizer Kapitän Josi schon wieder an der Arbeit, um sich für Spiel 2 bestmöglich vorzubereiten. Fünf Gegentore in den ersten 20 Minuten von Spiel 1 waren sicherlich nicht das, was sich Nashville vorgestellt hatte. "Wir müssen dieses Spiel abhaken", sagte Verteidiger Mark Borowiecki nach dem Training. "Das ist eher ein Marathon als ein Sprint. Für uns ist es die Mentalität, die man haben muss, und ich denke, es war wichtig, gestern Abend eine Lektion zu lernen. Uns ist klar, dass wir morgen einen Job zu erledigen haben. Wenn wir uns selbst bemitleiden, wird das nicht viel bringen."

Stars in Calgary auf der Suche nach mehr offensiver Durchschlagskraft
Die Stars zeigten sich mit ihrer Defensivleistung bei der 0:1-Niederlage gegen die Calgary Flames in Spiel 1 der ersten Runde der Western Conference am Dienstag im Nachhinein zufrieden.
Allen innerhalb der Organisation ist bewusst, dass es eher an der schwachen Offensivleistung lag, dass Raffl und seine Mitstreiter die Auftaktbegegnung im Scotiabank Saddledome am Ende knapp verloren geben mussten. Am Donnerstag (10 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 4 Uhr MESZ) soll dies besser werden, wie sie betonten. "Wir können die Pucks besser halten, wir können das freie Eis besser nutzen, und wir können sicherlich mehr Pucks aufs Tor bringen", befand Dallas-Trainer Rick Bowness, nachdem sein Team in Spiel 1 nur insgesamt 16 Torschüsse abgegeben hatte. " Wir müssen den Puck schneller bewegen, wir müssen die Pucks viel mehr festhalten. Wenn wir das tun, werden wir mehr Spielzüge machen und mehr Offensive generieren."

DAL@CGY, Sp1: Lindholms Direktschuss in Überzahl