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2. Powerranking: Nashville weiter auf Spitzenplatz

Die Predators sichern sich mit starken Leistungen auch in Woche zwei den ersten Platz im Powerranking

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Samstag auf Sonntag.

Die NHL Saison 2018/19 ist noch jung und die Leistungen vieler Teams noch stark schwankend. Einzig die Nashville Predators rufen Spiel für Spiel ihr Potenzial vollständig ab und stehen mit lediglich einer Niederlage (7-1-0) verdient auf dem Sonnenplatz. Dahinter streiten sich viele Teams um die Rolle des Verfolgers Nummer eins. Die Feuerkraft der Toronto Maple Leafs mit 34 Treffern ist unerreicht, doch die beiden letzten Spiele hatten Matthews und seine Kollegen Ladehemmungen.

Die schwach gestarteten Vegas Golden Knights laufen langsam wieder heiß und siegten dreimal in Serie und die Colorado Avalanche kletterten auf Rang zwei der Liga. Bei den Los Angeles Kings läuft es im Gegensatz dazu mit vier Niederlagen in Folge nicht rund.

1. Nashville Predators (7-1-0, Vorwoche: 1)

Die Nashville Predators sind früh in der Saison in Topform. Der Sieger der Presidents Trophy der Vorsaison gewann sieben seiner acht Partien und musste sich in der zweiten Woche der Saison nicht geschlagen geben. Fünf Siege in Folge sind das Ergebnis einer guten Offensive und einer herausragenden Verteidigung. In dieser Woche siegte Nashville immer mit mindestens zwei Toren Unterschied und ließ nie mehr als drei Gegentreffer zu.

Die Verletzung von Stammtorhüter Pekka Rinne aus dem Match am Freitag gegen die Calgary Flames könnte die gute Laune in Nashville theoretisch trüben, doch Juuse Saros hielt bei seinem Einsatz gegen die Edmonton Oilers am Samstag seinen Kasten sauber. Einzig die etwas schwächelnden Special Teams könnten den Predators schaden.

Video: NSH@EDM: Subban stürmt auf das Tor zu und trifft

Am Mittwoch treffen die Predators auf die hochgehandelten San Jose Sharks, gefolgt von einem Match bei den New Jersey Devils am Freitag und dem Rückspiel von diesem Samstag gegen die Oilers eine Woche später.

2. Tampa Bay Lightning (4-1-1, Vorwoche: 6)

Die Tampa Bay Lightning punkten in der zweiten Woche in jedem Spiel. Mit Erfolgen gegen die Carolina Hurricanes (4:2), die Detroit Red Wings (3:1) und der Niederlage nach Verlängerung gegen die Minnesota Wild (4:5) klettern die Lightning in der Tabelle weiter nach oben.

Besonders beeindruckend sind die Special Teams Tampa Bays. Während eine Quote von 24% in Überzahl schon stark ist, übertrifft die Unterzahlbilanz von 100% alle Erwartungen. Tampa Bay profitiert erheblich von einem starken Penaltykilling. Die Lightning spielen pro Match durchschnittlich 9,3 Minuten in Unterzahl, hier besteht Potenzial zur Reduzierung.

Die kommende Woche bringt Tampa Bay vier Auftritte in der Ferne und dürfte der erste harte Prüfstein sein. In der Nacht auf Montag müssen die Lightning bei den Chicago Blackhawks antreten. Drei Tage später warten die Colorado Avalanche, ehe es Freitag Back-to-Back erst gegen die Vegas Golden Knights und dann gegen die Arizona Coyotes geht.

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3. San Jose Sharks (4-3-1, Vorwoche: 4)

Die San Jose Sharks gelten als einer der Top-Favoriten dieser Saison. Mit dem Top-Verteidiger-Neuzugang Erik Karlsson stieg die Erwartungshaltung der Sharks weiter. Der Saisonstart verlief etwas durchwachsen, doch in den vergangenen beiden Partien scheinen die Sharks ihr Momentum gefunden zu haben.

Auf eine 3:2-Niederlage gegen die New Jersey Devils zu Wochenbeginn folgten klare Siege gegen die Buffalo Sabres (5:1) und die New York Islanders (4:1). Wie zu erwarten war verteilt sich das Scoring des Teams aus San Jose breit. 16 Akteure konnten sich mit Toren oder Assists beteiligen, darunter auch Timo Meier, der vier Treffer und zwei Vorlagen in acht Spielen beisteuerte.

Für die Sharks gilt es in der nächsten Woche bei den Gastspielen in Nashville und Carolina den Aufwärtstrend zu bestätigen.

4. Toronto Maple Leafs (6-3-0, Vorwoche: 3)

Die Tormaschine der NHL rollt auch in der zweiten Woche weiter. 34 Treffer konnten die Toronto Maple Leafs bisher erzielen, die meisten der Liga. Im Gegenzug mussten die Leafs- Torhüter aber auch 30 Mal hinter sich greifen, der drittschlechteste Wert aller Teams. Toronto ist besonders auswärts eine Macht. Alle vier Partien in der Ferne konnte das Team um Top-Scorer Auston Matthews gewinnen.

Die Woche begann für Toronto wie gewohnt. Beim 4:1-Erfolg gegen die Los Angeles Kings punktete Matthews doppelt. Am Donnerstag blieben die Maple Leafs erstmals in der Saison ohne eigenen Treffer und verloren gegen die Pittsburgh Penguins mit 3:0. Auch zwei Tage später gelang Toronto nur ein eigenes Tor bei der 4:1-Niederlage gegen die St. Louis Blues. Die weiterhin schwächelnde Verteidigung schadet den Leafs, wenn Matthews und Co. nicht nach Belieben treffen.

 

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Für Trainer Mike Babcock bleiben drei spielfreie Tage, um seine Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Am Mittwoch und am Samstag treffen die Leafs auf die Winnipeg Jets. Erst geht die Reise nach Manitoba, ehe die Jets in Toronto gastieren.

5. Winnipeg Jets (5-2-1, Vorwoche: -)

Drei von vier Spielen konnten die Jets in dieser Woche erfolgreich gestalten. Mit Erfolgen gegen Carolina (3:1), die Vancouver Canucks (4:1) und die Arizona Coyotes (5:3) kletterten die Jets in der NHL auf Rang vier, wobei die Rivalen Nashville und Colorado aus der Central Division noch vor ihnen liegen. Die Jets schaden sich bei vielen Partien durch Strafzeiten selbst. Die körperliche Spielweise des Teams aus Manitoba brachte ihnen im Schnitt 16,6 Strafminuten pro Partie ein. Auch die überdurchschnittlichen Special Teams (Powerplay 35,0%, Unterzahl 83,3%) können diesen Nachteil nicht vertuschen.

Die Jets müssen lernen, trotz harter Spielweise, weniger Unterzahl zu spielen. Besonders bei den beiden Spielen gegen die offensivstarken Maple Leafs kommende Woche müssen die Jets disziplinierter auftreten.

6. Anaheim Ducks (5-2-1, Vorwoche: 8)

Die Anaheim Ducks starteten stark in ihre Jubiläumssaison. Seit 25 Jahren wird in Anaheim NHL-Eishockey geboten und in dieser Spielzeit durchaus erfolgreich. Mit Siegen gegen die St. Louis Blues (3:2) und die New York Islanders (4:1) konnten die Ducks ihre Ambitionen weiter unterstreichen.

Die 3:1-Niederlage gegen wiedererstarkte Vegas Golden Knights hätte aufgrund des Schussverhältnisses von 18 zu 45 noch deutlicher ausfallen können. Die Ducks leben hauptsächlich von ihrer starken Defensive und den herausragenden Goalies John Gibson und Ryan Miller, die beide Fangquoten von über 94% aufweisen. Offensiv geben die Ducks mit nur 23,3 Abschlüssen pro Spiel die wenigsten Schüsse auf das gegnerische Tor ab.

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Gegen die Buffalo Sabres, die Chicago Blackhawks und die Dallas Stars müssen die Ducks nächste Woche an ihrer Feuerkraft arbeiten, wollen sie auch langfristig eine gewichtige Rolle in der Liga spielen.

7. Colorado Avalanche (5-1-2, Vorwoche: -)

Nathan MacKinnon punktete für die Colorado Avalanche in jedem Spiel und ist der Erfolgsgarant für sein Team. 14 Punkte konnte der Angreifer verbuchen und dabei acht Treffer erzielen. Seine Avalanche profitieren von der bestechenden Form des Centers und liegen in der Liga auf Rang zwei. Auf eine Shootout-Niederlage gegen die New York Rangers (2:3) reagierten die Avalanche mit Siegen gegen die New Jersey Devils (5:3) und die Carolina Hurricanes (3:1). Besonders der Sieg gegen die Devils ist beachtenswert, war das doch die erste Saisonniederlage des Teams aus New Jersey.

Die Mannschaft um MacKinnon scheint jedoch noch nicht stabil genug, um auch langfristig die Tabellenspitze angreifen zu können. Mehr als zwei Siege in Serie konnten bisher nicht eigefahren werden, obwohl Offensive, Defensive, Torhüter und Special Teams statistisch gesehen stark sind.

 Video: COL@NJD: Landeskog führt Avs mit 3. NHL-Hattrick an

Gegen die Philadelphia Flyers und die Tampa Bay Lightning werden die Avalanche zu Wochenbeginn versuchen ihre Siegesserie auszubauen, um dann bei den direkt aufeinanderfolgenden Partien gegen Ottawa und Minnesota am Freitag und Samstag die Zweifel an der Konstanz endgültig zu beseitigen.

8. Pittsburgh Penguins (3-1-2, Vorwoche: 7)

Die Pittsburgh Penguins sind mit dem Ziel in die Spielzeit gestartet, sich den Titel von den Washington Capitals zurückzuholen. Die Playoff-Niederlage der vergangenen Saison liegt noch schwer im Magen und entsprechend durchwachsen ist der Saisonstart bisher. Lediglich einmal blieben die Penguins ohne Punkt, doch konnten auch nur drei Partien gewonnen werden. Die beiden Matches der zurückliegenden Woche unterstrichen dieses Bild.

Eine 3:2-Niederlage nach Verlängerung gegen die Vancouver Canucks gefolgt von einem berauschenden 3:0-Sieg gegen die Offensivmaschine der Liga, die Toronto Maple Leafs. Getragen werden die Penguins derzeit von Evgeni Malkin, der in nur sechs Begegnungen 12 Punkte beisteuerte.

Für die Penguins steht ein Kanada-Roadtrip vor der Tür. Über Edmonton und Calgary geht die Reise nach Vancouver, mit dem Ziel konstanter zu werden.

 

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9. Washington Capitals (3-2-2, Vorwoche: 2)

Auf einen beeindruckenden Saisonstart mit torreichen Partien folgte die Ernüchterung in Washington. Nach Monaten voller Feierlichkeiten mit Stanley Cup und Banner Zeremonie setzte in der Hauptstadt der Alltag ein. Die Capitals gewannen nur knapp nach Verlängerung gegen die, sich im Neuaufbau befindenden, New York Rangers (4:3) und unterlagen den schwächer einzuschätzenden Florida Panthers nach Shootout (5:6).

Besonders die Leistungen der Torhüter schaden den Capitals. Braden Holtby kassiert im Schnitt 3,73 Gegentore pro Partie und fängt nur 88,1% der Schüsse auf seinen Kasten. Pheonix Copley liefert noch schwächere Statistiken, mit 4,04 Gegentreffern und 87,3% Fangquote.

Beim Kanada-Road-Trip in Vancouver, Edmonton und Calgary müssen sich die Capitals deutlich steigern, um nicht weiter in der Tabelle abzurutschen. Besonders im eigenen Kasten hat Washington, mit Holtby, deutlich Luft nach oben.

Video: NYR@WSH: Ovechkin gelingt sein zweites PPG im Spiel

10. Vegas Golden Knights (3-0-2, Vorwoche: -)

Die Vegas Golden Knights brauchten einige Zeit, um sich in ihrer zweiten NHL-Saison zurecht zu finden. Nur einen Erfolg konnten sie aus den ersten fünf Partien holen und zeigten erhebliche Schwächen in der Defensive. Den Reset-Knopf konnten die Golden Knights mit einem 1:0-Erfolg gegen die Philadelphia Flyers am Samstag vor einer Woche drücken.

Die beiden Partien, gegen die Buffalo Sabres (4:1) und die Anaheim Ducks (3:1) gestaltete der Vize-Champion der vergangenen Spielzeit gewohnt dominant. Über beide Matches gesehen erreichte Vegas ein Schussverhältnis von 74 zu 45 und dominierte seine Kontrahenten wie gewohnt mit läuferischer Qualität und konstantem Druck.

Die dreitägige Pause bevor Vegas erst Vancouver (Mittwoch) und dann Tampa Bay (Freitag) empfängt, wird in der Wüste Nevadas genutzt werden, um die Mechanismen, die vergangene Woche wiedergefunden wurden, zu verfestigen.

Die Verfolger: Boston Bruins, Chicago Blackhawks, Minnesota Wild, Montreal Canadiens, Philadelphia Flyers

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Dallas Stars

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