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Mit dem Beginn der Stanley Cup Playoffs 2020 am 11. August stellt NHL.com/de täglich zehn Fakten vom jeweiligen Spieltag oder dem Trainingsbetrieb der Teams, die nicht aktiv waren, vor:

Mit Raffl ist zu rechnen

Darum ist Michael Raffl so wertvoll. Die Philadelphia Flyers wissen, was sie an dem Österreicher haben und er zahlte es ihnen mit dem Game-Winner in Spiel 4 gegen die Montreal Canadiens zurück. Es war das dritte Spiel an dem der Villacher in dieser Postseason auf dem Eis stand, und bereits sein zweiter Treffer. "Ich glaube nicht, dass man Carey Price allzu oft mit einem sauberen Schuss bezwingen kann, wenn er freie Sicht hat. Man muss Glück haben, um ihn richtig zu platzieren. Ich hatte viel Zeit, habe alles in den Schuss gesteckt und hatte das Glück, dass er rein ging. Raffl agierte als Linksaußen in der ersten Sturmreihe der Flyers für Claude Giroux.

Jung und zuverlässig

Erneut war Flyers-Schlussmann Carter Hart die Endstation für die Canadiens. Hart wehrte bei seinem zweiten Shutout in Serie 29 Torschüsse der Frankokanadier ab. Im Alter von 22 Jahren und drei Tagen ist er der zweitjüngste NHL-Torhüter mit zwei Playoff-Shutouts in Folge seit Harry Lumley von den Detroit Red Wings, der 18 Jahre und 161 Tage alt war, als er in Spiel 5 und 6 des Stanley Cup Finales 1945 seinen Kasten sauber hielt. "Hart ist für uns eine Wand, er strahlt so viel Ruhe aus. So wie er momentan spielt ist er der Beste in der Liga", urteilte Flyers-Verteidiger Philippe Myers über seinen Torhüter.

Zielwasser trinken

Mangelndes Bemühen kann man Montreals Stürmer Brendan Gallagher nicht vorwerfen, doch Zählbares sprang für den 28-Jährigen nicht heraus, der in der regulären Saison 2019/20 zusammen mit Tomas Tatar die Torschützenliste der Canadiens anführte. Gallagher suchte in den acht Postseason-Partien der Canadiens 34 Mal den Abschluss, so oft wie kein anderer Spieler in der NHL - Tore Fehlanzeige! Wann platzt der Knoten bei Gallagher?

Auch die Stars können Unterzahl

Mit vier Shorthandern in der Postseason sind die Calgary Flames die unangefochtene Nummer 1, während die Dallas Stars bei Unterzahl bisher noch nicht getroffen hatten. Im fünften Aufeinandertreffen der Best-of-7-Serie sollte sich das ändern. Calgarys Verteidiger Rasmus Andersson war gerade von der Strafbank zurückgekommen als Jamie Benn einen Pass von Tyler Seguin zum 1:0 verwandelte. Einen besseren Zeitpunkt hätten sich die Stars für ihr erstes Unterzahltor kaum aussuchen können.

CGY@DAL, Sp5: Benn mit feinem Händchen zum SHG

Den Bann brechen

Calgary liegt nach zwei Niederlagen hintereinander in der Serie gegen Dallas mit 2:3 im Hintertreffen. Noch ist für die Westkanadier nichts verloren, doch sie müssten Klub-Geschichte schreiben. Die Flames haben keine ihrer neun Playoff-Serien gewonnen, in denen sie nach fünf Spielen mit 2:3 hinten lagen. Flames-Stürmer Milan Lucic möchte nicht so weit in die Zukunft schauen: "Wir müssen nur ein gutes Spiel spielen. Wir sind gut genug, damit wir das erreichen, was wir wollen und wir dorthin kommen, wohin wir möchten. Ich weiß, dass wir zwei Spiele gewinnen müssen, um die Serie zu gewinnen, aber so dürfen wir nicht denken. Wir müssen darüber nachdenken, ein wirklich gutes Spiel zu spielen, unser bestes Spiel der ganzen Saison abliefern. Darauf müssen wir uns mit all unserer Energie konzentrieren."

Ovi wollte noch nicht nach Hause

Alex Ovechkin wurde es zu Bund. Nach einem 0:2-Rückstand zur ersten Drittelpause von Spiel 4 der Washington Capitals gegen die New York Islanders und dem Anschlusstreffer seines Teamkollegen Evgeny Kuznetsov zu Beginn des Mittelabschnitts, nahm sich der Kapitän zweimal ein Herz und schoss seine Capitals zum 3:2-Sieg. Der 34-jährige Russe verhinderte mit seinen zwei Treffern Washingtons vorzeitiges Ausscheiden aus den Stanley Cup Playoffs 2020. Die Capitals liegen in der Serie mit 1:3 zurück, doch Ovechkin hat sein Team längst nicht abgeschrieben: "Wenn wir so wie heute spielen, dann haben wir eine ziemlich gute Chance auf ein Comeback. Aber wir werden ein Spiel nach dem anderen angehen müssen. Es ist nur eines und nun brauchen wir das nächste."

WSH@NYI, Sp4: Ovechkin per Snapshot zur Führung

Im Powerplay muss mehr kommen

Bisher kamen die Islanders auch ohne Powerplaytore recht gut durch die erste Runde, doch in Spiel 4 hätte ihnen etwas mehr Effektivität im Überzahlspiel ganz gut getan. Beim Stande von 2:0 begannen sie das zweite Drittel mit einem Mann mehr auf dem Eis, konnten jedoch erneut nicht von der nummerischen Überlegenheit profitieren. Am Ende ließen sie fünf Überzahlsituationen ungenutzt verstreichen. Ihre Powerplay-Bilanz in der Serie lautet 1-19. Zu wenig!

Toews und Kane zünden zu spät

Die Chicago Blackhawks verabschiedeten sich als erstes Team aus den Stanley Cup Playoffs 2020. Sie unterlagen in Spiel 5 den Vegas Golden Knights mit 3:4-Toren und in der Serie mit 1:4-Siegen. Nach ihrem 3:1-Erfolg am vergangenen Sonntag hatte Chicago noch einmal Hoffnung geschöpft, doch letztendlich müssen sie sich eingestehen, dass die Golden Knights eine Nummer zu groß waren. Auch weil Chicagos Superstars Jonathan Toews und Patrick Kane in dieser Serie zu selten trafen. Erst in der letzten 'Alles-oder-Nichts'-Partie konnten sie sich als Torschützen auszeichnen.

Nicht kirremachen lassen

Mit 4:1-Siegen gegen die Blackhawks zogen die Golden Knights in das Halbfinale der Western Conference ein. Dabei erwies sich die Truppe von Coach Peter DeBoer beim 4:3-Erfolg als extrem nervenstark und zeigte nicht zum ersten Mal in dieser Postseason seine Comeback-Qualitäten. Zunächst egalisierten sie einen frühen 0:2-Rückstand und auf die erneute Führung der Blackhawks hatten sie postwendend eine Antwort parat. Gratulation!

Chancen aufs Weiterkommen

Wer Vier hat ist durch! Die Golden Knights haben sie bereits eingefahren. Ihren dritten Sieg holten die Stars gegen die Flames. Zum ersten Mal liegt Dallas in der Serie vorne. Jene Mannschaft, die nach einem 2:2-Gleichstand in einer Best-of-7-Serie Spiel 5 gewann, qualifizierte sich in 78,4 Prozent der Fälle für die nächste Runde (211-58). Zudem spricht auch die Klub-Bilanz für die Texaner, die in 83,3 Prozent der Fälle eine Runde weiterkamen, wenn sie mit 3:2 führten (15-3).