8. Uli Hiemer, New Jersey Devils, Tor zum 1. NHL-Hattrick eines Deutschen am 31. Oktober 1984
Zur Saison 1984/85 schaffte es erstmals ein deutscher Spieler, sich in der NHL durchzusetzen. Uli Hiemer kam vom Kölner EC über den großen Teich zu den New Jersey Devils und erkämpfte sich auf Anhieb einen Platz im Kader. Im achten Saisonspiel gegen die Pittsburgh Penguins mit dem großen Mario Lemieux in ihren Reihen, erlebte Hiemer eine Sternstunde, denn er erzielte nicht nur seinen ersten NHL-Treffer, sondern auch gleich einen Hattrick. Ein Kunststück, das bis heute keinem weiteren deutschen Verteidiger gelungen ist. Hiemer traf im Powerplay in der 3. Minute zum 1:0. Mit einem weiteren Treffer in Überzahl verkürzte er den Spielstand in der 31. Minute auf 3:5. Bei gleicher Stärke ließ er schließlich in der 55. Minuten sein Tor zum 7:6-Endstand für Pittsburgh folgen und komplettierte sein Spiel mit drei Toren.
9. Christoph Brandner, Minnesota Wild, 1. NHL-Tor eines Österreichers am 12. Oktober 2003
Christoph Brandner kam als erster in Österreich ausgebildeter Spieler zum Beginn der Saison 2003/04 für die Minnesota Wild in der NHL zum Einsatz. Obwohl er im NHL Draft 2002 erst in der achten Runde an insgesamt 237. Stelle von den Wild gezogen wurde, begann die Spielzeit für ihn vielversprechend. Bereits in seinem dritten Saisonspiel am 12. Oktober 2003 im Heimspiel gegen die San Jose Sharks traf der Stürmer aus der Alpenrepublik. Es lief die 7. Minute, als Brandner die Vorarbeit von Pierre-Marc Bouchard und Willie Mitchell zum 1:0 vollendete. Minnesota nutzte es nichts, denn sie verloren die Partie mit 2:3. Brandner erzielte drei Spiele später sein zweites Saisontor, doch nach 35 NHL-Spielen wurde er am 9. Januar 2004 von den Wild letztmalig eingesetzt.
10. Tom Kühnhackl, New York Islanders, spektakuläres Tor am 13. November 2018
Es war eines der Highlight-Tore der Saison 2018/19. Lediglich vier Tore schaffte Tom Kühnhackl in der gesamten Spielzeit für die Islanders, doch sein zweites im Heimspiel gegen die Vancouver Canucks war ein besonders sehenswertes. Der Landshuter erkämpfte sich in der 6. Minute hinter der Torlinie den Puck, drehte sich und wurde von einem Gegenspieler zu Fall gebracht. Schon am Eis liegend, schlug der Deutsche den Puck mit dem Stock in Richtung gegnerisches Tor und überraschte damit Torhüter Jacob Markstrom, der die Scheibe am kurzen Eck passieren ließ. Der Torschütze wusste selbst nicht, dass er gerade getroffen hatte. "Ich bin irgendwie hingefallen und habe versucht, den Puck zum Tor zu bringen", schilderte Kühnhackl die Szene. "Es war glücklich, dass er reinging. Ich schaute zu Leo (Komarov), weil er zu mir kam und sagte: 'Hey, du hast getroffen.' Ich habe es weitere zehn Sekunden nicht realisiert, dass er drin war." Neben diesem Tor zum 1:1 traf Kühnhackl noch im letzten Drittel zum 4:2.