Alfredsson prägte bei den Ottawa Senators eine Ära, hält die Rekorde für die meisten Tore (426), Assists (682) und Punkte (1108) in der Franchise-Geschichte, gewann 2006 mit Schweden olympisches Gold und war als Anführer auf dem Eis und für sein soziales Engagement in der Stadt bekannt. Tkachuk ist der beste US-amerikanische Torschütze (538 Tore) der NHL-Geschichte, der noch nicht in der Hall of Fame ist, und engagiert sich weiterhin in der Nachwuchsarbeit. Diese Beiträge abseits der Eisfläche verschaffen niemandem einen Platz in der Hall of Fame, sie schaden bei knappen Entscheidungen aber auf keinen Fall.
Bernd Rösch: Ich breche mal eine Lanze für Rod Brind'Amour, der zwar zu jener Zeit, in der er 20 Jahre lang aktiv war, nicht zu den Top-Scorern der NHL zählte, jedoch zu den besten 2-Wege-Centern der Liga. Von den St. Louis Blues beim NHL Draft 1988 in der ersten Runde an neunter Stelle gezogen, brachte es Brind'Amour auf 1184 Punkte (452 Tore, 732 Assists) in 1484 Spielen für die Blues, Philadelphia Flyers und Carolina Hurricanes. 1997 zog er mit den Flyers ins Stanley Cup Finale ein, das jedoch gegen die Detroit Red Wings verloren ging. Seine größten Triumphe feierte der Trainer der Carolina Hurricanes an seiner aktuellen Wirkungsstätte: Brind'Amour führte die Hurricanes als Kapitän zu ihrem ersten und einzigen Stanley Cup Gewinn. Im Anschluss dieser und der darauffolgenden Saison wurde er mit der Frank J. Selke Trophy als defensivstärkster Verteidiger ausgezeichnet. Von den zur Auswahl stehenden russischen Spielern würde ich Verteidiger Sergei Zubov, der mit den New York Rangers (1994) und den Dallas Stars (1999) zweimal den Stanley Cup gewann, Mogilny vorziehen. Zubov beendete seine NHL-Karriere mit 771 Punkten (152 Tore, 619 Assists) in 1068 Spielen von 1992/93 bis 2008/09.