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NHL.com/de über die Highlights des Jahres 2018

Das Redaktionsteam lässt das Kalenderjahr Revue passieren und erinnert sich an die besten Momente

von NHL.com/de @NHLde

Während der Saison 2018/19 wird das Team von NHL.com/de jeden Freitag in der Rubrik "Writer's Room" wichtige Themen der Liga diskutieren und analysieren. In dieser Ausgabe: Die besten Erinnerungen an das Kalenderjahr 2018 in der NHL.

Wie jedes Jahr bot die NHL wieder jede Menge spannender Spiele und sportlicher Höchstleistungen. In einer solch spektakulären Liga verliert man gerne den Überblick und vergisst besondere Momente, weil ein Spektakel das nächste jagt.

Das Jahr begann mit dem Bridgestone NHL Winter Classic 2018 zwischen den Buffalo Sabres und den New York Rangers, das die Rangers erst in der Verlängerung für sich entscheiden konnten. Wenige Wochen darauf fand das All-Star-Wochenende, wo die Elite sich in der Skills Competition aneinander maß, statt.

Video: Ein Blick auf Ovechkins Weg bis zum Stanley Cup Sieg

Es folgten Rekorde, Meilensteine und Premieren, große Teams erlebten bittere Krisen und Außenseiter begeisterten die Fans mit ungeahnten Leistungen. Die Saison 2017/18 gipfelte schließlich in den Stanley Cup Playoffs, in denen im Western Conference Finale mit den Winnipeg Jets und den Vegas Golden Knights zwei Teams erstmals im Conference Finale standen. Am Ende holten die Washington Capitals ihren ersten Stanley Cup.

Es folgte bald der NHL Draft 2018 mit Rasmus Dahlin, einem der vielversprechendsten Abwehrtalente seit Jahren. Auch nach dem Draft gab es große Verpflichtungen und Transfers, Stars wie John Tavares und James van Riemsdyk wechselten die Seiten.

Im Herbst war die NHL mit den Edmonton Oilers und den New Jersey Devils, sowie den Winnipeg Jets und Florida Panthers in Europa zu Gast und auch sonst lieferte die neue Saison schon große Momente und Leistungen. Wie soll man bei dieser Fülle an wichtigen, teilweise historischen Momenten die besten auswählen?

 

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Die Autoren von NHL.com/de haben sich darüber Gedanken gemacht und ihre liebsten Erinnerungen zusammengetragen.

Alexander Gammel: Für mich persönlich war es ein absolutes Highlight bei dem Spiel der Devils gegen den SC Bern zu sein. Was die Schweizer Gastgeber an Organisation, Stimmung und spielerischer Qualität bewiesen, war einfach nur beeindruckend. Ich erinnere mich an Blake Coleman, der sagte, er wolle um jeden Preis nochmal vor dieser Kulisse in Bern spielen, ob gegen den SC oder für ihn, ob mit Bezahlung oder ohne. Ein historisches Ereignis waren Monate zuvor natürlich die Playoffs. Hätte man zuvor einen Film mit der gleichen Geschichte in die Kinos gebracht, die die Golden Knights in die Tat umsetzten, wäre er wohl müde als unrealistisch und kitschig belächelt worden. In eine ähnliche Kategorie gehört die Geschichte von Scott Foster, dem Buchhalter, der als Notfall-Torwart unerwartet für die Chicago Blackhawks zum Einsatz kam und in den letzten Momenten einen 6:2-Sieg ohne Gegentor über die Zeit brachte. Besonders schön fand ich es auch zu sehen, wie Alexander Ovechkin, einer der unbestritten größten Spieler überhaupt, endlich seinen hochverdienten Stanley Cup feiert. Ein Ereignis, das Erwähnung finden muss, ist schließlich das Karriereende der Sedin-Zwillinge. Die beiden Schweden prägten 18 Jahre lang das Team der Vancouver Canucks und erlebten einen emotionalen Abschied in den Ruhestand.

 

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Stefan Herget: Wie Alex waren für mich natürlich die Spiele, die ich live vor Ort gesehen habe, die Highlights. Es fing an im Februar mit einer Reise nach Las Vegas, um erstmalig die Golden Knights in deren T-Mobile Arena live zu sehen. Die Show war gigantisch und es war trotz der guten Auftritte der Mannschaft nicht zu erwarten, dass ich schon im Juni zum Stanley Cup Finale dorthin zurückkehren würde. Weiter ging es nach Nashville, wo es sehr viel Spaß machte mit Roman Josi, Kevin Fiala und Yannick Weber zu sprechen. Drei tolle Schweizer Typen im Trikot der Predators. Ich dachte eigentlich eher dort wieder bald zum Finale aufzutauchen. Zum Abschluss ging es nach New York mit Spielen der Rangers und New Jersey Devils. Dort konnte ich den Trade von Michael Grabner über den Hudson hautnah miterleben. Aber auch aus einem anderen Grund blieb die Reise unvergesslich. Am Abend als die Devils die Nummer von Patrik Elias unter das Hallendach zogen, auch eine solche Zeremonie erlebte ich zum ersten Mal live, schaute ich im Hotel zu später Stunde am Laptop das Olympia-Finale. Plötzlich war Deutschland auch in den NHL-Kabinen Gesprächsstoff. Das Stanley Cup Finale war erneut ein überragendes Erlebnis, auch wenn es nach Spiel 5 abrupt endete. Die Krönung war Philipp Grubauer auf dem Eis zu gratulieren. Schließlich war ich noch bei der Global Series in Göteborg und Helsinki vor Ort. Für mich war das Jahr 2018 im Bezug auf Eishockey nicht nur wegen der Silbermedaille von Deutschland bei Olympia und dem knappen Scheitern der Schweiz am Titel im WM-Finale, wo ich selbst als Deutscher mit den teilweise mir bekannten Eidgenossen mitfieberte, ein besonderes. Es wird schwer zu toppen sein.

Bernd Rösch: Einer der bewegenden Momente des Jahres 2018 war sicherlich, als es Alex Ovechkin im Juni endlich geschafft hatte mit seinen Washington Capitals den Stanley Cup zu gewinnen. Eine besonders kuriose Geschichte ist mir noch vom 4. Januar dieses Jahres in Erinnerung, als sich beim Spiel zwischen den Toronto Maple Leafs und den San Jose Sharks im Scotiabank Centre von Toronto Nazem Kadri und Joe Thornton nicht nur sprichwörtlich in die Haare gerieten, sondern zum Abschluss ihrer Boxeinlage plötzlich ein Teil von Thorntons Rauschebart auf dem Eis lag, nachdem Kadri Thorntons prachtvollen Gesichtsschmuck anstatt dessen Schlafittchen erwischt hatte. Ein Jahres-Highlight war auch das Gastspiel der Edmonton Oilers mit Leon Draisaitl am 3. Oktober in der Lanxess-Arena von Köln im Rahmen der NHL Global Challenge gegen die Kölner Haie, wo die Stimmung einfach nur phantastisch war. Die deutschen und besonders die Kölner Eishockeyfans haben diesem Event eine mehr als würdige Kulisse geboten.

Video: Strome zum Oilers OT-Sieg in Global Series Challenge

Axel Jeroma: Ich habe mich wie Bernd sehr über den Titelgewinn der Washington Capitals gefreut. Sie und ihr Kapitän Ovechkin waren nach den teilweise grandiosen Auftritten in den vergangenen Jahren einfach dran mit dem Stanley Cup. Bemerkenswert fand ich darüber hinaus, dass mit Dominik Bokk beim NHL Draft im Juni nach Leon Draisaitl vor vier Jahren endlich wieder ein deutsches Talent in der ersten Runde ausgewählt worden ist. Ich bin überzeugt davon, dass er seinen Weg machen wird und bald zu seiner NHL-Premiere bei den St. Louis Blues kommt. Stark finde ich auch, dass Dominik Kahun auf Anhieb den Sprung geschafft hat und bei den Chicago Blackhawks zu den Stammspielern zählt. Ein persönlicher Höhepunkt für mich waren die Gastspiele der New Jersey Devils, der Edmonton Oilers, der Winnipeg Jets und der Florida Panthers im Rahmen der NHL Global Series in Europa. Ich habe an allen Schauplätzen für NHL.com/de berichtet und die enorme Begeisterung der Fans gespürt. Das und natürlich die Spiele selbst waren unvergessliche Momente.

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