Die Teams, bei denen die Aktiven zuletzt ihrem Beruf nachgegangen sind, bekommen keinerlei Ausgleich vom neuen Klub. Um nicht leer auszugehen, versucht das Management des betreffenden Teams daher meistens, potentielle Unrestricted Free Agents vor dem 1. Juli in einem regulären Trade abzugeben. Auf der anderen Seite nutzen Spieler den nahenden Free-Agent-Status als Druckmittel für eine Gehaltserhöhung. Diese Gemengelage führt vor, am und nach dem 1. Juli zu wilden Spekulationen und Manövern. Erst recht in diesem Sommer, in dem Stars wie Jaromir Jagr (Florida Panthers), Mike Fisher (Nashville Predators) oder Joe Thornton (San Jose Sharks) zur illustren Gesellschaft der Unrestricted Free Agents gehören.
Ähnlich interessant geht es für gewöhnlich bei den Restricted Free Agents zu. Bei dieser Gruppe handelt es sich um Spieler, deren NHL-Einstiegsvertrag abgelaufen ist. Jede andere Franchise darf ihnen ein Angebot machen. Kommt es zu einer schriftlichen Übereinkunft mit einem Klub, hat der alte Verein sieben Tage Zeit, diese Offerte zu überbieten. Geschieht dies nicht, ist der Weg für den Restricted Free Agent frei. Das vormalige Team erhält einen Ausgleich in Form eines oder mehrerer Draft-Picks. Auf der Liste der Restricted Free Agents befinden sich ab Samstag unter anderem Leon Draisaitl (Edmonton Oilers) und Philipp Grubauer (Washington Capitals). Für die deutschen Fans ein Grund mehr, die Free Agency intensiv zu verfolgen.