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Diverse Top-Teams haben mit Verletzungssorgen zu kämpfen

Von Grubauer bis Crosby, die Ausfalllisten bei den Spitzenmannschaften in der NHL werden länger

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Freier Autor

Jetzt, wo die Saison 2019/20 ins Rollen gekommen ist, müssen zugleich mehrere NHL-Teams mit Verletzungen einiger ihrer Top-Stars zurechtkommen. Wunschformationen, die die Trainer aufgrund der Trainingsleistungen und Eindrücke aus den ersten Spielen gewonnen haben, werden dadurch zur reinen Makulatur. 

Für die von Ausfällen besonders betroffenen Organisationen gilt es den Widrigkeiten einer Saison zu trotzen und die mehr oder weniger langen Ausfallzeiten ihrer Stammkräfte bestmöglich zu überbrücken, damit sie ihr erstes großes Saisonziel, die Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs, durch die personellen Schwächungen nicht gefährden.

Besonders markant sind die Verletzungen von Vladimir Tarasenko (St. Louis Blues), Sidney Crosby (Pittsburgh Penguins), Torey Krug (Boston Bruins), Mitchell Marner (Toronto Maple Leafs) oder Philipp Grubauer (Colorado Avalanche). 

Wenn auch unterschiedlich schwerwiegend, die betroffenen Coaches und Mitspieler sind alarmiert und sich der Bedeutung der aktuellen Ausfälle bewusst. Ihre Aufgabe ist es nun, die entstandenen Lücken bestmöglich zu füllen, damit ein Leistungsabfall in den Ergebnissen nicht erkennbar wird.

Die spektakulärste Nachricht in Sachen Verletzungen im bisherigen Saisonverlauf hatten wohl die Titelverteidiger St. Louis Blues zu verkraften, als ihr Top-Stürmer Tarasenko am 24. Oktober im Spiel gegen die Los Angeles Kings eine Verletzung erlitt, die ihn zu einer Schulteroperation mit anschließend mindestens fünfmonatiger Pause zwang. 

Im günstigsten Fall, steht der Russe damit in den Playoffs wieder zu Verfügung. Den Ausfall des Mannes, dem viele Insider eine 100-Punkte-Saison prognostiziert hatten, konnten die Blues bisher überraschend gut kompensieren. Mit einer Ausbeute von 12-3-3 stehen sie auch ohne Tarasenko an der Spitze der Central Division. 

Wie lange die Pittsburgh Penguins auf ihren Kapitän Crosby werden verzichten müssen, das ist aktuell unklar. Crosby, der sich am vergangenen Wochenende beim 3:2-Erfolg nach Shootout seiner Mannschaft gegen die Chicago Blackhawks verletzte und das Spiel im finalen Abschnitt vorzeitig beenden musste, fällt nach Teamangaben zumindest für das Spiel am Dienstag gegen die New York Rangers aus. 

Der Routinier hatte gegen Chicago einen Puck unglücklich abbekommen und sich dabei am Fuß verletzt. Eine genaue Diagnose gibt es in seinem Fall noch nicht. Ein längerfristiger Ausfall wäre für die Penguins auf dem Papier eine Katastrophe. 

Zumindest kann Pittsburgh sich damit trösten, dass der zu Saisonbeginn länger ausgefallene Evgeni Malkin (zuletzt ein Tor, vier Assists in drei Spielen) inzwischen wieder mitmischen kann. Wären beide Superstars gleichzeitig für einen längeren Zeitraum ausgefallen, die Auswirkungen wären mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr gravierend gewesen.

Die hoch gehandelten Boston Bruins sind vom Verletzungspech ebenfalls nicht verschont geblieben. Verteidiger Krug wird ihnen zumindest im Spiel am Dienstag gegen die Florida Panthers, vermutlich sogar länger fehlen. Das bestätigte Trainer Bruce Cassidy am Montag. 
Krug verließ das Spiel am Sonntag gegen die Philadelphia Flyers (2:3-Niederlage nach Shootout) vorzeitig. Er erlitt eine nicht näher benannte Verletzung an der oberen Körperhälfte.

Bis zu seinem Ausfall spielte Krug eine solide Saison. In 17 Spielen brachte er es auf zwei Treffer und elf Assists, wovon elf Punkte von ihm in Überzahl erzielt wurden. Krugs gut 350 Minuten Eiszeit waren eine Bank für die Bruins. Seine Einsatzzeiten müssen jetzt andere Spieler in vergleichbarer Qualität abliefern. Keine leichte Aufgabe, denn nur Charlie McAvoy und Zdeno Chara verbrachten für Boston mehr Zeit auf dem Eis in dieser Spielzeit als Krug.

Mindestens vier Wochen ausfallen wird Flügelstürmer Marner von den Toronto Maple Leafs. Er verletzte sich am vergangenen Samstag (2:3 nach Shootout gegen die Flyers) am Knöchel. Das gab die Organisation am Sonntag bekannt. 

Der 22-Jährige fiel nach einem Zweikampf mit Philadelphias Carsen Twarynki zu Beginn des zweiten Spieldrittels unglücklich auf das Eis, konnte, trotz mehrfacher Versuche, das Spiel danach nicht fortsetzen. Die Ausfallzeit wurde kurz darauf mit mindestens vier Wochen bestimmt. 

Marner hatte seit seiner Rookie-Saison 2016/17 kein Spiel versäumt. Jetzt dürften es am Ende zumindest zwölf Spiele am Stück sein, die seine Mannschaft ohne ihn bestreiten muss. Noch sind die Auswirkungen auf die Leistung des Teams abzuwarten. In 18 Saisoneinsätzen hatte er es auf 18 Punkte (vier Tore, 14 Assists) gebracht. 

Der jüngste prominente Ausfall der Liga betrifft die Colorado Avalanche, die vorerst auf ihren Stammtorwart Grubauer verzichten müssen. Dieser wird am Dienstag gegen die Winnipeg Jets erneut ausfallen, wie das Team am Montag vermeldete. 

Die Chancen, dass Grubauer aber zumindest im weiteren Verlauf des 11-tägigen und fünf Spiele umfassenden Roadtrips aktiv mitgestalten kann, die sollen gutstehen, wenngleich der Deutsche am Dienstag auf die Verletztenliste gesetzt wurde und damit zumindest sieben Tage nicht eingesetzt werden darf. Bis er wieder einsatzbereit sein wird, müssen die Avalanche mit Pavel Francouz und Adam Werner im Tor antreten. Grubauer versäumte bereits die vergangenen zwei Begegnungen aufgrund einer Verletzung an der unteren Körperhälfte.

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