WSH Capitals Win 112923

Die Washington Capitals haben die Siegesserie der Los Angeles Kings nach fünf Siegen in Folge gestoppt. Am Mittwochabend in der Crypto.com Arena setzten sich die US-Hauptstädter mit 2:1 durch und bestätigten ihren Aufschwung im November.

Torwart Lindgren wird zum Kings-Schreck

Bei der Wahl zum Spieler des Spiels gab es wohl keine zwei Meinungen: Washingtons Starter Charlie Lindgren sah 39 Kings-Torschüsse auf sich zurauschen, darunter alleine deren sieben von Adrian Kempe, deren fünf von Quinton Byfield und jeweils deren vier vom Schweizer Kevin Fiala (19:44 Minuten Eiszeit) und Verteidiger Mikey Anderson.

Lindgren aber stoppte 38 von 39 versuchen, musste sich nur gegen einen Abstauber von Arthur Kaliyev zum 0:1 geschlagen geben (10.) und konnte am Ende eine beeindruckende Fangquote von 97,4 Prozent vorweisen. Viel Arbeit hatte der 29-jährige US-Amerikaner insbesondere im dritten Drittel (3:15 Torschüsse), in dem die Kings die elf letzten Schüsse allesamt selbst abgaben.

WSH@LAK: Kaliyev schießt den freien Puck rein

„Der Gegner hat viel Hartgummi aufs Tor geworfen und hatte viele große Spieler, um die Sicht zu nehmen. Die Jungs vor mir haben heute ganze Arbeit geleistet. Sie haben den Gegner aus der Box gedrängt, ich konnte die meisten Pucks also gut sehen“, so Lindgren. „Wir hatten viele geblockte Pässe und geblockte Schüsse. Genau das brauchst du, insbesondere gegen gute Mannschaften. Es braucht jeden einzelnen Spieler, du kannst dir keine Passagiere erlauben. Es war ein wichtiger und hart erarbeiteter Sieg.“

Lindgren scheint seinem Kollegen Darcy Kuemper mehr und mehr den Rang abzulaufen: Er hielt in sieben Starts fünf Siege fest (5-2-0), hatte einen Gegentorschnitt von 2,3 und eine Fangquote von 93,4 Prozent. Kuemper kommt bei zehn Starts auf vier Siege (4-4-2), 2,95 Gegentore/Spiel und 89,4 Prozent Fangquote.

„Ich fühle mich gut und spiele mit viel Selbstvertrauen“, so Lindgren. „Das fängt schon im Training an, wo wir hart arbeiten. Ich fühle mich physisch und psychisch gut und möchte genau so weitermachen.“

McMichael und Mantha drehen die Partie

Angesichts von insgesamt 15:39 Torschüssen präsentierten sich die Capitals deutlich effektiver. Anthony Mantha tippte in einer 2-auf-1-Situation den Querpass von Connor McMichael zum 1:1 über die Linie (33.). Die gute Chemie zwischen den beiden Stürmern zeigte sich auch beim 2:1-Siegtreffer, als McMichael den nach oben abgefälschten Puck nach einem Mantha-Schuss direkt aus der Luft zum 2:1 abnahm (39.).

WSH@LAK: McMichael verwertet Puck aus der Luft zur Führung

„Ich habe den Puck in der Luft hängen sehen und habe versucht, ihn zu treffen“, sagte McMichael. „Ich spiele mit zwei großen Spielern in einer Reihe. Wir gewinnen viele Zweikämpfe und nutzen unsere Körper vor dem Tor. Es fühlt sich immer gut an, wenn du etwas Positives beitragen kannst.“

„Sie waren bei weitem die beste Reihe heute. Sie haben in der Offensive heute den Unterschied gemacht“, attestierte auch Trainer Spencer Carbery der Reihe um Manthy, McMichael und Aliaksei Protas ein gutes Spiel.

Im Schlussdrittel konzentrierte sich Washington dann voll auf die Defensive und hielt dem Dauerdruck der Kings stand.

„Es war schwer zu verteidigen, aber wir sind drangeblieben“, so McMichael, der seinem Torwart ein Sonderlob aussprach: „Chucky war großartig! Er war unglaublich. Jedes Spiel gibt er uns die Chance, zu gewinnen. Ich kann nicht genug gute Dinge über ihn sagen.“

„Er war phänomenal“, stimmte auch Carbery mit ein. „Wir sind drangeblieben, haben uns da durchgekämpft und haben einen Charakter-Sieg eingefahren.“

WSH@LAK: Mantha gleicht im Gegenzug aus

Starker November für beide Teams

Die Capitals brachen damit nicht nur die Siegesserie von L.A., sondern fanden nach zwei bitteren Niederlagen zuvor (0:5 gegen die Edmonton Oilers, 1:2 bei den San Jose Sharks) selbst in die Erfolgsspur zurück. Im Monat November kann Washington eine starke 7-3-1-Bilanz vorweisen. In der Eastern Conference holten nur die Florida Panthers und New York Rangers mit je 19 Punkten mehr als die Capitals (15).

Die neue Auswärtsstärke – vier der fünf Auswärtssiege in dieser Saison waren im November – soll Washington auf dem aktuellen Fünf-Spiele-Roadtrip weiter antreiben. Die nächsten Stationen sind Anaheim, Las Vegas und Arizona.

Los Angeles hätte ebenfalls den soliden November (8-2-1, 17 Punkte) gerne mit dem nächsten Sieg abgeschlossen. Am Ende aber stand die zweite Niederlage nach regulärer Spielzeit in diesem Monat. Nun steht für die Kings ein echter Härtetest auf dem Spielplan: Am Sonntag (8 p.m. ET; NHL.tv; Mo. 2 Uhr MEZ) gastieren die Colorado Avalanche in L.A.

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