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Am Dienstag beginnt die 2. Runde der Stanley Cup Playoffs. In der 1. Runde gab es bereits einige Überraschungen und Erfolgsgeschichten, wie die Leistungen von Torhüter Philipp Grubauer, der die Seattle Kraken zu einem historischen Sieg gegen die favorisierten Titelverteidiger Colorado Avalanche führte. Der Schweizer Rookie Akira Schmid überzeugte im Tor der New Jersey Devils und stoppte die New York Rangers mit zwei Shutouts.

Die Starspieler der Toronto Maple Leafs sicherten den ersten Sieg in einer Playoff-Serie seit 2004, und Leon Draisaitl war für die Edmonton Oilers gegen die Los Angeles Kings nicht zu stoppen. Die Florida Panthers feierten gegen die Boston Bruins ein überragendes Comeback, die Vegas Golden Knights setzten sich gegen die Winnipeg Jets durch und die Dallas Stars erwiesen sich gegen die Minnesota Wild als unangenehmer Gegner mit beeindruckenden Special Teams.

Hier sind die Paarungen der 2. Runde im Überblick:

Toronto Maple Leafs - Florida Panthers

Die Maple Leafs konnten in der 1. Runde gegen die Tampa Bay Lightning voll auf ihre großen Namen bauen. Auston Matthews, Mitch Marner, John Tavares und William Nylander erzielten gemeinsam 34 Punkte und schossen 13 von 23 Toren für Toronto. Das Powerplay kann sich mit einer Erfolgsquote von 28,6 Prozent ebenso sehen lassen wie die Offensive mit 3,83 Toren pro Spiel. Im Tor steht Ilya Samsonov, dessen 90 Prozent Fangquote und 3,14 Gegentore pro Spiel schwächer wirken, als er tatsächlich war.

TOR@TBL, Sp6: Matthews zieht ab und trifft

Bei den Panthers steht nach dem Außenseiter-Sieg gegen Boston Matthew Tkachuk im Mittelpunkt. Er führt das Team mit elf Punkten (5 Tore, 6 Assists) an und übernahm eine zentrale Führungsrolle. Beachtenswert waren auch die Auftritte von Verteidiger Brandon Montour, der mit acht Punkten (5 Tore, 3 Assists) der zweitbeste Scorer war, und Carter Verhaeghe (2 Tore, 6 Assists), der gleichauf mit Montour liegt und zwei von vier Siegtoren erzielte. Sergei Bobrovsky feierte seine Rückkehr als Nummer eins zwischen den Pfosten mit 89,1 Prozent Fangquote und 3,94 Gegentoren pro Spiel. Wie Toronto stellten die Panthers eine starke Offensive (3,71 Tore pro Spiel), die Unterzahl ist mit 59,3 Prozent aber ein Sorgenkind für Trainer Paul Maurice.

Carolina Hurricanes - New Jersey Devils

Die Carolina Hurricanes lebten von einer undurchdringlichen Abwehr und dem starken Spiel ihrer Torhüter Frederik Andersen und Antti Raanta. Sie kassierten nur 2,5 Tore pro Spiel und hatten mit einer Quote von 94,4 Prozent die beste Unterzahl der 1. Runde. In der Offensive dreht sich vieles um Topscorer Sebastian Aho, der das Team mit sieben Punkten (4 Tore, 3 Assists) anführt, und Verteidiger Brent Burns, der mit fünf Assists der beste Vorbereiter ist.

Der Schweizer Akira Schmid war für die Devils in der 1. Runde ein sicherer Rückhalt und überzeugte voll und ganz mit 95,1 Prozent Fangquote, 1,38 Gegentoren pro Spiel und zwei Shutouts. Durch ihn hat New Jersey mit 2,43 Gegentoren pro Spiel die zweitbeste Abwehr. Die offensiven Beiträge sind bei den Devils relativ breit gestreut. Zehn verschiedene Spieler trafen, 15 sammelten mindestens einen Punkt. Topscorer ist Erik Haula mit sechs Punkten (4 Tore, 2 Assists), gefolgt von Jack Hughes, Nico Hischier und Ondrej Palat mit je fünf Zählern.

NYR@NJD, Sp7: Schmid stoppt Rangers mit 31 Saves

Vegas Golden Knights - Edmonton Oilers

Die Golden Knights hatten in der 1. Runde mit 3,8 Toren pro Spiel den viertbesten Angriff. Chandler Stephenson (4 Tore, 4 Assists) und Mark Stone (3 Tore, 5 Assists) führten das Team mit je acht Punkten an und Jack Eichel erzielte in seinen ersten Playoffs fünf Punkte (3 Tore, 2 Assists). Im Tor machte Laurent Brossoit mit 91,5 Prozent Fangquote eine gute Figur. Bei den Special Teams ist mit 18,8 Prozent im Powerplay und 58,3 Prozent in Unterzahl aber viel Luft nach oben.

Draisaitl schenkt den Kings 7 Tore ein

Leon Draisaitl spielte eine starke Serie für die Oilers, deren Offensive kaum zu stoppen ist. Ihre 4,17 Tore pro Spiel sind der Bestwert der Playoffs. Der Kölner ist mit elf Punkten und sieben Toren der zweitbeste Scorer und beste Torschütze der Playoffs. Connor McDavid (3 Tore, 7 Assists) und Verteidiger Evan Bouchard (2 Tore, 8 Assists) folgen mit zehn Punkten. Mit einer unglaublichen Powerplayquote von 56,3 Prozent haben die Oilers eine mächtige Waffe. Ein Fragezeichen steht hinter dem unerfahrenen Rookie-Torhüter Stuart Skinner, der auf eine Fangquote von 89 Prozent und 3,43 Gegentore pro Spiel kam.

Dallas Stars - Seattle Kraken

In der 1. Runde nahmen die Stars die Minnesota Wild auseinander. Sie stellen mit 2,33 Gegentoren pro Spiel die beste Defensive, vor allem dank Torwart Jake Oettinger, der 92,9 Prozent aller Schüsse hielt. Sie haben das viertbeste Powerplay (37,5 Prozent) und das sechstbeste Unterzahlspiel (81,8 Prozent). Roope Hintz ist mit zwölf Punkten (5 Tore, 7 Assists) der Topscorer der Playoffs. Neben ihm haben die Stars mit den Stürmern Jason Robertson und Tyler Seguin, sowie Verteidiger Miro Heiskanen weitere torgefährliche Akteure. Außerdem dürfte Routinier und Führungsspieler Joe Pavelski nach einer Verletzung zurückkehren.

Auf MySports Edge: Kraken schalten die Avalanche aus

Seattle konnte sich beim überraschenden Sieg gegen die Titelverteidiger aus Colorado ebenfalls voll auf seinen Torhüter verlassen. Philipp Grubauer stoppt 92,6 Prozent aller Schüsse und kassierte 2,44 Tore pro Spiel. Unter seinen Vorderleuten herrscht eine ausgeglichene Arbeitsteilung. 18 Spieler sammelten mindestens einen Punkt, 15 erzielten ein Tor. Die teaminterne Scorerliste wird von Yanni Gourde mit sechs Punkten (1 Tor, 5 Assists) angeführt. Die Ausbeute in der Offensive darf sich mit 2,57 Toren pro Spiel aber noch verbessern. Überragend ist dafür das Unterzahlspiel mit einem Penalty Killing von 88,9 Prozent.