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6.2. NHL-Spiel-Vorschau: Auf die Plätze fertig los

Elf spannende Partien im Kampf um die Playoffs und ein Gipfeltreffen in Tampa

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

Auf jeden Zähler kommt es an. Das Klassement der beiden Conferences könnte nach diesem Spieltag mit zwölf Partien kräftig durcheinander gewirbelt worden sein. Mit den New York Islanders, Florida Panthers, Philadelphia Flyers und Carolina Hurricanes machen sich vier Teams aus dem Osten auf Punktejagd, die nur drei Zähler trennen. Und im Westen liegen die Edmonton Oilers, die Vegas Golden Knights, die Arizona Coyotes und die Calgary Flames nur zwei Punkte voneinander entfernt. Das Spitzenspiel des Abends findet in Tampa statt, wo die Pittsburgh Penguins und die Tampa Bay Lightning gegeneinander antreten. 

Die Spiele am Donnerstag im Detail:

Knoten muss platzen

Für die Buffalo Sabres (23-23-7) wird es langsam aber sicher eng. Wenn sie noch ein Wörtchen um die Vergabe der Playoffplätze in der Eastern Conference mitreden möchten, dann ist ein Sieg gegen die Detroit Red Wings (12-38-4) im KeyBank Center von Buffalo fast schon Pflicht (Fr. 1 Uhr MEZ; NHL.tv). Vor allem, nachdem sie am Dienstag zuhause von den Colorado Avalanche (1:6) regelrecht überrollt wurden.

Sabres-Verteidiger Rasmus Ristolainen hatte nach der Niederlage einen richtig dicken Hals: "Heute Abend lief gar nichts zusammen. Wir haben nicht gut genug gespielt, nicht hart genug gearbeitet und unsere Defensive war löchrig." Da dürfte ihnen Detroit gerade recht kommen, um neues Selbstvertrauen zu danken. Den Red Wings gelang kein Tor bei ihren jüngsten zwei Niederlagen, Nummer acht und neun am Stück (0-8-1).

Anschluss finden

Die Anaheim Ducks (22-26-5) sind nicht gewillt, die Saison herzuschenken, auch wenn mit einem Rückstand von elf Punkten die Playoffplätze bereits in weite Ferne gerückt sind. Nach doppelten Punktgewinnen bei den Los Angeles Kings (3:1) und Ottawa Senators (3:2 SO) setzen sie ihre Auswärtstour im Bell Centre fort, wo sie auf die Montreal Canadiens (25-23-7) treffen (Fr. 1 Uhr MEZ; NHL.tv). 

Die Canadiens schöpfen wieder Hoffnung, dass es mit einer Playoffteilnahme etwas werden könnte. Einhergehend mit der Verpflichtung von Ilya Kovalchuk und seinem ersten Tor für die Frankokanadier am 11. Januar, gewannen die Canadiens sieben von zehn Auftritten (7-3-0), zuletzt 5:4 nach Shootout bei den New Jersey Devils, wobei Kovalchuk den Penalty zum Zusatzpunkt verwandelte. Die Canadiens verkürzten ihren Rückstand gegenüber dem zweiten Wildcard-Platz auf acht Punkte. 

Spitzenspiel im Osten

Zu einem Gipfeltreffen zwischen zwei der drei stärksten Teams seit dem Jahreswechsel kommt es in der Amalie Arena von Tampa, wenn sich die Pittsburgh Penguins (33-14-5) bei den Tampa Bay Lightning (33-15-5) die Ehre geben (Fr. 1 Uhr MEZ; NHL.tv). 

Die Penguins holten seit Anfang Januar 19 von 26 möglichen Punkten (9-3-1; 73,1 Prozent) und die Lightning schnappten sich sogar 25 Zähler in 15 Partien (12-2-1; 83,3 %). Die Lightning gewannen zuletzt viermal hintereinander gegen Teams aus dem Westen. Die Penguins entführten jüngst sogar zwei Punkte von den Washington Capitals und bewiesen erneut, dass sie gegen starke Gegner sogar noch eine Schippe drauflegen können. 

Gefordert sein wird die Defensivabteilung der Penguins, denn mit Nikita Kucherov (11 Tore, 11 Assists) und Steven Stamkos (10 Tore, 11 Assists) stehen die ligaweit punktbesten Spieler seit Jahresbeginn in den Reihen ihres Gastgebers.

Duell der Drittplatzierten

Nur ein schmaler Grat steht zwischen Wohl und Wehe bei den Vegas Golden Knights (27-21-7) und auch bei den Florida Panthers (29-17-6), die im BB&T Center von Sunrise aufeinandertreffen (Fr. 1 Uhr MEZ; NHL.tv). Mit dem dritten Rang, den sie in der Atlantic Division belegen, dürften die Panthers ebenso zufrieden sein wie mit der Bilanz von sieben Siegen aus ihren vergangenen neun Spielen (7-1-1). Jedoch beträgt ihr Vorsprung auf einen Nicht-Playoffplatz nur einen Punkt.

Die Panthers stellen mit 185 Toren die fünftbeste Offensive in der Liga, die jedoch bei zwei ihrer drei Partien in diesem Monat unter Ladehemmung litt (0:4 in Montreal, 0:1 OT in Columbus). Vor heimischer Kulisse trafen sie jedoch in jedem ihrer 26 Spiele.

Für die Golden Knights endet mit der anstehenden Partie eine Marathontour von acht Auswärtsspielen am Stück (3-3-1), während der sie nur zweimal weniger als drei Gegentore zuließen. Vielleicht erwischt Marc-Andre Fleury einen Sahne-Tag wie am Samstag in Nashville (3:0), wo er seinen Kasten sauber hielt. Auch Vegas dritter Platz ist nicht in Stein gemeißelt - die punktgleichen Arizona Coyotes liegen in Lauerstellung.

Herausforderung annehmen

Die New York Islanders (30-15-6) empfangen die Los Angeles Kings (19-30-5) im Barclays Center (Fr. 1 Uhr MEZ; NHL.tv). Es wird der neunte Saisonauftritt der Islanders in der knapp 16.000 Plätze fassenden Multifunktionsarena von Brooklyn sein, in der sie 2019/20 noch keine Partie in der regulären Spielzeit verloren haben (5-0-3). 

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Zuletzt fuhren die Islanders gegen die Vancouver Canucks (3:4 OT) und Dallas Stars (4:3 OT) drei Punkte ein. Sollten sie auch gegen ihre Gäste aus Kalifornien punkten, würden sie sich den dritten Platz in der Metropolitan Division von den Columbus Blue Jackets zurückerobern.

Die Kings müssen sich als Tabellenschlusslicht der Western Conference mit bescheideneren Zielen zufrieden geben. Seit Jahresbeginn haben sie nur zwei von zwölf Spielen gewonnen (2-9-1). Ein drittes Erfolgserlebnis würde der kalifornischen Seele guttun. Am Dienstag bei der 2:4-Niederlage in Washington lagen die Kings 8 1/2 Minuten vor Spielende noch mit 2:1 in Front, dann zog Alex Ovechkin seine 'One-Man-Show' auf und schoss einen Natural Hattrick.

Punkteserie fortsetzen

Der vorletzte Platz in der Eastern Conference lässt nichts Gutes vermuten, doch die New Jersey Devils (18-24-10) sind besser als ihr Tabellenstand. Seit vier Spielen in der regulären Spielzeit ungeschlagen (1-0-3), treten die Devils ihre Reise in das Wells Fargo Center an (Fr. 1 Uhr MEZ; NHL.tv). 

Den Philadelphia Flyers (29-17-7) wird jedoch nicht bange sein, denn sie holten sieben von acht Zählern (3-0-1) und schnappten sich den zweiten Wildcard-Platz. Vor heimischer Kulisse sind die Flyers ohnehin eine Macht. 40 ihrer 65 Punkte holten sie zuhause (18-4-4). Zudem wird ihnen Verteidiger Shayne Gostisbehere wieder zur Verfügung stehen, nachdem er verletzungsbedingt zehn Partien versäumt hatte.

Rollen klar verteilt

Wenn die Colorado Avalanche (29-16-6) bei den Ottawa Senators (18-24-11) im Canadian Tire Centre antreten, gelten sie als klarer Favorit (Fr. 1:30 Uhr MEZ; NHL.tv). Sie reisen mit dem Schwung eines 6:1-Sieges gegen die Sabres in die kanadische Hauptstadt während die Senators dreimal am Stück verloren (0-1-2).

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Die Hausherren können jedoch befreit aufspielen, während sich die Avalanche nicht viele Ausrutscher leisten sollten, vor allem nicht, wenn sie sich den zweiten Platz von den Dallas Stars in der Tabelle der Central Division zurückholen wollen. Bei dem Vorhaben kann Colorado auf alle Mann zurückgreifen, bei den Senators stehen die Stürmer Nick Paul und Vladislav Namestnikov auf der Verletztenliste. 

Wiedersehen nach fünf Tagen

Am vergangenen Samstag gaben die St. Louis Blues (32-14-8) als Tabellenerster der Central Division ein Gastspiel bei den Winnipeg Jets (26-23-5) und mussten sich mit 2:5 geschlagen geben. Im heimischen Enterprise Center haben sie nun gegen den Divisionsrivalen die Gelegenheit, Revanche zu nehmen (Fr. 2 Uhr MEZ; NHL.tv). 

Am Dienstag bezwang der amtierende Stanley Cup Champion aus St. Louis die Carolina Hurricanes mit 6:3 und sorgte bereits für etwas Wiedergutmachung. Zuhause fühlen sich die Blues pudelwohl: In ihren vergangenen elf Heimpartien ließen sie nur einen Zähler liegen (10-0-1).

Die Jets gewannen zwar nur zwei ihrer letzten zehn Auftritte (2-7-1), nahmen jedoch aus den Begegnungen mit den Blues und Nashville Predators (1:2 OT) drei Punkte mit.

Pleite verkraften

Zum Abschluss ihrer fünf Partien umfassenden Auswärtstour treten die Vancouver Canucks (30-19-5) gegen die Minnesota Wild (24-22-6) im Xcel Energy Center von St. Paul an (Fr. 2 Uhr MEZ; NHL.tv). 

Nach fünf doppelten Punktgewinnen in Folge, übernahmen die Westkanadier die Tabellenführung in der Pacific Division, zogen zuletzt aber bei den heimstarken Hurricanes (3:4 SO) und Boston Bruins (0:4) den Kürzeren. War dies das Ende ihres Höhenflugs? 

Vancouvers kommende Aufgabe wird kaum leichter sein, denn frischen Mutes werden die Wild ihre Gäste empfangen, nachdem sie vor zwei Tagen den Chicago Blackhawks (3:2 OT) das Nachsehen gegeben hatten. Der St. Gallner Kevin Fiala war als Doppeltorschütze der Wegbereiter zum 15. Saison-Heimsieg der Wild (15-7-4).

Wohin geht die Reise?

Es zieht sich wie ein Roter Faden durch die Saison der Nashville Predators (25-20-7), kaum glaubt man, dass sie die Kurve gekriegt haben, kommt es wieder zu einem Rückschlag, meist zuhause wie beim 0:3 gegen die Golden Knights. Da dürfte es der Truppe aus der Music City gerade recht sein, dass sie in der Fremde bei den Calgary Flames (27-21-6) im Scotiabank Saddledome antreten dürfen (Fr. 3 Uhr MEZ; NHL.tv).

Die Predators punkteten in sieben ihrer letzten acht Auswärtsspiele (6-1-1) und ihr kommender Gastgeber hat von seiner Heimstärke eingebüßt. Der letzter Sieg der Flames auf eigenem Eis datiert vom 11. Januar (0-2-1). Die Kontrahenten sind Tabellennachbarn im Klassement der Western Conference. Mit einem doppelten Punktgewinn würden die Predators bis auf einen Zähler an die Flames heranrücken, die den zweiten Wildcard-Platz innehaben.

Bangen um die Playoffs

Vor ihrem Gastauftritt bei den Arizona Coyotes (27-21-7) in der Gila River Arena von Glendale befinden sich die Carolina Hurricanes (30-20-3) außerhalb der Playoffränge in der Eastern Conference (Fr. 3 Uhr MEZ; NHL.tv). Zwei Punkte beträgt ihr Rückstand gegenüber den Flyers auf dem zweiten Wildcardplatz.

In fremden Arenen bereiteten die Hurricanes zuletzt wenig Schrecken. Ihr letzter Auswärtssieg datiert vom 19. Dezember. Seit diesem blieben sie viermal auswärts ohne Punktgewinn (0-4-0).

Die Coyotes rührten mit Antti Raanta im Tor zuletzt Beton an und schafften das Kunststück die geballte Offensivkraft der Oilers abprallen zu lassen. Mit 30 Saves gegen Edmonton kam Raanta zu seinem zweiten Saison-Shutout. Wird sich der Finne auch gegen seine torgefährlichen Landsleute Teuvo Teravainen und Sebastian Aho schadlos halten?

Neuen Punktestreak starten

Für Leon Draisaitl, seines Zeichens Topscorer der Liga, endete am Dienstag in Glendale, Arizona bei der 0:3-Niederlage seiner Edmonton Oilers (28-19-6) eine Punkteserie von elf Spielen. Während dieser waren ihm sieben Tore und 15 Assists gelungen. Die Heimpartie gegen die San Jose Sharks (23-27-4) im Rogers Place würden die Oilers gerne dazu nutzen, ihre Nullnummer vergessen zu machen (Fr. 3:30 Uhr MEZ; NHL.tv).

Die Westkanadier schossen seit Jahresbeginn in elf Partien sagenhafte 45 Treffer. Mit ihrem Torschnitt von 4,09 in diesem Zeitraum belegen sie ligaweit den ersten Platz. Die Sharks warten immer noch darauf, dass der Knoten bei ihnen platzt. Etwas lösen konnten sie ihn mit einem 3:1-Erfolg bei den Flames.

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