Flames ohne Rieder in Carolina
Nur zwei Tage nachdem Tobias Rieder am Samstag zu der schönen Erfahrung kam, an einem NHL-Freiluftspiel teilnehmen zu dürfen, entschieden sich die Calgary Flames (6-5-2) den 26-jährigen Landshuter aus dem Kader zu streichen und auf die Waiverliste zu setzen. Das Heritage Classic 2019 hatten die Westkanadier unglücklich mit 1:2 nach Verlängerung gegen die Winnipeg Jets verloren, nun gedenken die Flames den Carolina Hurricanes (7-3-1) in der PNC Arena von Raleigh das Leben zu erschweren (24 Uhr MEZ; NHL.tv). Nach drei Niederlagen hintereinander in der Fremde (0-2-1) beeindruckten die Hurricanes mit einem souveränen 4:0-Heimauftritt gegen die Chicago Blackhawks. Nino Niederreiter steuerte nach fünf Spielen, in denen er nicht punktete, dem ungefährdeten Sieg sein erstes Saisontor und einen Assist bei. Hat der 27-jährige Churer jetzt Lunte gerochen und beweist sein Potenzial als weitere Offensivwaffe der Hurricanes?
Unterschiedliche nicht erfüllte Erwartungen
Mit den Tampa Bay Lightning (5-3-2) und den New York Rangers (3-5-1) treffen zwei Teams im Madison Square Garden aufeinander (Mi. 0:30 Uhr MEZ; NHL.tv), die bisher unter den in sie gesetzten Erwartungen geblieben sind, wenngleich auf unterschiedlichem Niveau. Die Lightning dominierten in der vergangenen Saison die Konkurrenz, doch in dieser Spielzeit läuft der Motor noch nicht rund. Vor allem das Unterzahlspiel hat mit einer Quote von 69,4 Prozent (Platz 28) noch viel Luft nach oben. Lightning-Stürmer Steven Stamkos weiß, dass es in diesem Punkt Handlungsbedarf gibt. "Wir müssen klüger agieren. Wir haben einige Strafen im Angriffsdrittel bekommen, einige Strafen zu viel. Hierfür gibt es einfache Lösungen", sagte der Teamkapitän. "Wir müssen ein wenig mehr auf die Details achten, und dann werden wir uns in diesen Bereichen verbessern."
Die Rangers würden gerne bereits in diesem Jahr ein Wörtchen, um die Vergabe der Playoffplätze mitreden, doch nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Partien (1-5-1) steht dieses Fernziel erst einmal hinten an. Für die Rangers gilt es von Spiel zu Spiel zu schauen und vor allem die wackelige Defensive zu festigen.
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Auswärtsschwäche beheben
Noch stehen die Edmonton Oilers (8-3-1) in der Tabelle der Western Conference ganz oben, doch sollten sie ihre zuletzt gezeigte Auswärtsschwäche (drei Niederlagen in Folge, ein Tor) nicht beheben können, dürfte Platz eins bald Geschichte sein. Es wäre fatal, sollten die Oilers beim Gastspiel in der Little Caesars Arena die Detroit Red Wings (3-8-1) unterschätzen (Mi. 0:30 Uhr MEZ; NHL.tv). Die Red Wings haben zwar erst einen Heimsieg eingefahren, jedoch unterlagen sie jüngst dem amtierenden Stanley Cup Champion St. Louis Blues erst nach Verlängerung mit 4:5.
Edmontons Topscorer Connor McDavid und Leon Draisaitl erzielten 14 ihrer 21 Scorerpunkte auf heimischen Eis. Sie werden alles daran setzen ihre Auswärtsbilanz etwas aufzubessern.
Starker Kapitän
Die Chicago Blackhawks (3-5-2) stehen vor der Herausforderung den Nashville Predators (7-3-1) in der Bridgestone Arena von Nashville Paroli zu bieten (Mi. 1 Uhr MEZ; NHL.tv). Die Predators ließen vor heimischer Kulisse erst zweimal Punkte liegen (5-1-1) und die Blackhawks sind in der Fremde noch ohne Erfolgserlebnis (0-2-0). Zu ihren Ungunsten zeigt sich Nashvilles Schweizer Teamkapitän Roman Josi in Bestform. Der Berner punktete in neun von elf Partien der Predators, jüngst beim 3:2-Overtimesieg in Tampa Bay sogar dreifach, und wurde Zweiter bei den 'Three Stars' der Woche. "Wir geben einfach nicht auf. Es stand nur 1:2, also wussten wir, dass wir eine Chance haben. Ich denke, es spricht für unser Team, dass wir nie aufgeben", freute sich Josi über das Comeback.