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Führungswechsel im Powerranking

Die Chicago Blackhawks mauserten sich nach verkorkstem Saisonstart vom Punktelieferanten zum Topteam der Liga

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

In der vergangenen Woche bahnte sich ein Führungswechsel im Powerranking an, doch die Pittsburgh Penguins schafften es gerade noch, ihre Spitzenposition gegen die Montreal Canadiens zu verteidigen. In der aktuellen Ausgabe mussten sie jedoch das Feld räumen, zu gut waren die Leistungen der Konkurrenz. Nun jedoch nicht aus Montreal sondern aus Chicago. Die Chicago Blackhawks blieben sieben Spiele in Folge siegreich und haben damit die aktuell mit Abstand längste Siegesserie der Liga. Neu im Ranking sind die Anaheim Ducks, die in der vergangenen Woche drei Siege einfahren konnten und nach mäßigem Saisonstart mit vier Niederlagen in Folge auf der Erfolgswelle schwimmen.

1. Chicago Blackhawks (10-3-1, Vorwoche: 5)

Nach eher mäßigem Saisonstart mit drei Niederlagen in der ersten Woche gegen die St. Louis Blues, die Nashville Predators und die Columbus Blue Jackets, gleichte die Stimmung im Lager der Chicago Blackhawks gegen Ende Oktober einer Trauerveranstaltung. Nur wenig lief zusammen und der Titelaspirant schien den Glanz vergangener Jahre verloren zu haben. Doch nachdem die erste Schwächephase mit einer Bilanz von 2-3-0 in den ersten fünf Spielen überwunden war, fanden sie die richtigen Stellschrauben. Seitdem punkteten sie in jedem Spiel und holten sich eine Ausbeute von 7-0-1. Da sie auch in der vergangenen Woche verlustpunktfrei blieben, während andere Topteams das ein oder andere Mal strauchelten, dürfen sie nun im Powerranking von Oben auf die Gegner herabsehen. In der vergangenen Woche mussten sie zwar zwei Mal, zuhause gegen die Dallas Stars (4-3) und auswärts gegen die Blues (2-1) in die Overtime, meisterten diese jedoch mit Bravour. Auch im ersten Kräftemessen mit den Stars am vergangenen Samstag behielten sie mit 3-2 die Oberhand. Zum Erfolg der Blackhawks tragen insbesondere die europäischen Stürmer Artem Anisimov (17 Punkte), Artemi Panarin (15 Punkte) und Marian Hossa (12 Punkte) bei.

Am Freitag steht der Showdown mit den Washington Capitals an. Es könnte ein Vorgeschmack auf ein mögliches Cup-Finale sein. Nicht minder schwer wird die nächste Aufgabe am Sonntag bei den Montreal Canadiens, die bisher nur einmal gegen die Columbus Blue Jackets Federn lassen mussten.  

Video: Panarin feuert in OT an Allen zum Sieg vorbei

2. Montreal Canadiens (12-1-1, Vorwoche: 2)

Völlig überraschend erlitten die Montreal Canadiens mit Ersatzmann Al Montoya im Kasten am vergangenen Freitag eine bittere 10-0 Niederlage bei den Blue Jackets. Doch den Fans, die die Topplatzierung der Canadiens sowieso nur als Momentaufnahme erachteten, bewiesen sie, dass dies nur ein Ausrutscher war. Sobald Carey Price wieder auf seine angestammte Position rutschte, fuhren die Canadiens wieder gewohnte Ergebnisse ein: Siege. Keine 24 Stunden nach der Schmach in Columbus holten sich Montreal in einer packenden Partie gegen die Philadelphia Flyers einen 5-4 Sieg. Am Dienstag folgte ein 3-2 Erfolg gegen die Boston Bruins, am Donnerstag ein 4-1 im Heimspiel gegen die Los Angeles Kings. Deshalb bewegte sich im aktuellen Powerranking nichts bei den Canadiens. Sie bleiben auf dem zweiten Rang. Neben dem zurzeit wohl besten Keeper der Liga, Carey Price, sind weiterhin die Stürmer Alex Galchenyuk (14 Punkte,6 Tore) und Alexander Radulov (12 Punkte, 3 Tore) sowie Verteidiger Shea Weber (Plus-16, 11 Punkte) die Erfolgsgaranten bei den Canadiens.

Die kommende Woche wird wegweisend für das kanadische Top-Team. Vor allem in der Sonntagspartie in Chicago werden die Jungs von Headcoach Michel Therrien gefordert sein. Zusätzlich empfangen sie am Samstag die Detroit Red Wings und am Dienstag die Florida Panthers. Am Freitag müssen sie auswärts bei den Carolina Hurricanes ran.

3. Pittsburgh Penguins (9-3-2, Vorwoche: 1)

Highlight der vergangenen NHL-Woche war sicherlich die Partie zwischen den Pittsburgh Penguins und den Edmonton Oilers am Dienstag. Sidney Crosby und Connor McDavid trafen zum ersten Mal aufeinander. Obwohl die Oilers zwischenzeitlich deutlich in Front lagen und das Spiel dominierten, bewiesen die Penguins mit drei Toren in Folge zum 4-3 Endstand Stärke. Für die Qualität der Penguins spricht auch, dass sich mit Connor Sheary, Evgeni Malkin und Carl Hagelin drei andere Stürmer in den Vordergrund spielten und ihrem Kapitän Crosby Last abnahmen. Weniger für die Penguins spricht indes, dass sie zwei Tage später zuhause von den Minnesota Wild geschlagen wurden (4-2). Zwar gaben sie 41 Schüsse ab, doch die Scheibe wollte nur zwei Mal durchrutschen. Sie konnten in der vergangenen Woche nicht mit den hervorragenden Leistungen der Canadiens und Blackhawks mithalten, weshalb sie auf den dritten Platz abrutschten. In der kommenden Woche könnten sie jedoch wieder Plätze gut machen, wenn sie am Samstag gegen die Toronto Maple Leafs und am Mittwoch beim Topspiel gegen die Washington Capitals erfolgreich sind.

Video: MIN@PIT: Crosby fälscht PPG ab

4. Washington Capitals (8-3-1, Vorwoche: 4)

Konstant blieb die Platzierung der Washington Capitals in der aktuellen Ausgabe des Powerrankings nach einem Heimsieg gegen die Florida Panthers (4-2) und einer Heimniederlage gegen die San Jose Sharks (3-0). Zwar sind Alex Ovechkin (11 Punkte, 7 Tore) und Marcus Johansson (11 Punkte, 6 Tore) weiterhin einigermaßen produktiv, doch in der kommenden Woche stehen den Capitals zwei ausgesprochen schwere Aufgaben ins Haus. Um erfolgreich zu sein, müssen sie dringend an ihrer Powerplayausbeute arbeiten. In den letzten 15 Überzahlgelegenheiten konnten sie lediglich einen Treffer landen. Am Freitag gastieren sie in Chicago beim aktuellen Powerrankingführer und am Sonntag müssen sie weiter zu den Carolina Hurricanes reisen. Die Reise geht am Dienstag weiter zum Montrealschreck nach Columbus, ehe am Mittwoch die Heimpartie gegen die Penguins auf dem Programm ansteht.

5. New York Rangers (10-4-0, Vorwoche: 3)

Einen Abend zum vergessen erlebten die Rangers am Dienstag gegen die Vancouver Canucks. Das aktuell erfolgsverwöhnte Publikum im Madison Square Garden war gegen die seit neun Spielen erfolglosen Canucks auf einen Sieg eingestellt, wurde jedoch eines Besseren belehrt. Die Woche, die begann, wie die Vorwoche aufhörte, endete mit einem Desaster. Deutlichen 5-2 Siegen am Samstag bei den Boston Bruins und am Sonntag gegen die Winnipeg Jets, folgte gegen die weit angereisten Canucks eine bittere 5-3 Schlappe. Einziger Lichtblick bei den Rangers war Pavel Buchnevich, der so langsam in der NHL angekommen scheint und nach neun Spielen bereits drei Tore und vier Assists zu verbuchen hat. Man darf gespannt sein, ob das mit 58 Toren treffsicherste Team der Liga in der kommenden Auswärtsreise in den Westen Kanadas gegen die Calgary Flames, die Oilers und die Canucks wieder zu alter Stärke zurückfinden kann.  

6. Edmonton Oilers (9-4-1, Vorwoche: 10)

Nachdem die Edmonton Oilers in der Vorwoche aufgrund von Niederlagen gegen die Toronto Maple Leafs und New York Rangers auf den zehnten Platz des Powerrankings abrutschten, machen sie in der aktuellen Ausgabe vier Plätze gut und rangieren auf der sechsten Position knapp hinter den Top-Five. Am Samstag gegen die New York Islanders (4-3 SO) und am Sonntag gegen die Detroit Red Wings (2-1) fanden sie wieder in die Erfolgsspur zurück. Auch beim amtierenden Stanley Cup Champion, den Pittsburgh Penguins, zeigten sie am Dienstag eine ansprechende Leistung. Zwar schafften sie es am Ende nicht, ihren 3-1 Vorsprung aus dem Mitteldrittel über die Zeit zu bringen, doch stimmt der Auftritt von Jordan Eberle (2 Tore, 1 Assist) positiv für die kommende Woche.

Insgesamt stehen vier Spiele auf dem Programm der Oilers: Am Freitag empfangen sie die Stars, am Sonntag statten ihnen die Rangers einen Besuch ab. Weiter geht es am Dienstag beim Gastspiel gegen die Anaheim Ducks, ehe am Donnerstag das Auswärtsspiel bei den Kings ansteht.

Video: EDM@PIT: Eberle verwertet McDavids Zuspiel

7. Tampa Bay Lightning (8-5-1, Vorwoche: 8)

Schmerzvoll war die Niederlage am Montag beim Lokalrivalen: Mit 3-1 mussten sich die Tampa Bay Lightning den ersatzgeschwächten Florida Panthers geschlagen geben. Deutlich erfreulicher für das Team aus dem Westen Floridas verliefen hingegen die anderen beiden Partien in der vergangenen Woche. Sowohl am Samstag gegen die New Jersey Devils als auch am Donnerstag gegen die New York Islanders konnten sich die Lightning relativ deutlich mit 4-1 durchsetzen. Sehr zur Freude der Teamverantwortlichen fand auch Ondrej Palat wieder zu alter Stärke zurück. Nach neun Spielen ohne Tor und sieben Spielen ohne Punkt, konnte er gegen die Florida Panthers einen Torerfolg feiern und gab sieben Schüsse aufs Tor ab (Saisonbestwert). Weiterhin Topscorer des Teams sind Steven Stamkos (17 Punkte, 8 Tore) und Nikita Kucherov (16 Punkte, 5 Tore). In der kommenden Woche könnte es für Tampa Bay wieder aufwärtsgehen. Einem Heimspiel gegen die Sharks folgen eher als dankbar einzustufende Gastspiele gegen die Islanders, die Red Wings und die Buffalo Sabres.

8. St. Louis Blues (7-5-3, Vorwoche: 9)

Zwei Siegen stehen bei den St. Louis Blues zwei Niederlagen gegenüber, weshalb die vergangene Woche bei den St. Louis Blues als durchwachsen beurteilt werden kann. Zwar konnten sie sich am Samstag gegen die Blue Jackets mit 2-1 nach Verlängerung und am Sonntag mit 5-1 gegen die Colorado Avalanche durchsetzen, doch haderten die Blues danach mit den Ergebnissen. Obgleich die 2-1 Niederlage gegen die Blackhawks noch achtbar ist, weil die Blues bis in der Verlängerung mithalten konnten, war die 3-1 Niederlage beim Gastspiel in Nashville eher unnötig. Die Blues, bei denen Vladimir Tarasenko die Scorerwertung anführt, sollten in der kommenden Woche eine Serie starten, um im Powerranking wieder Plätze gutzumachen. Einem Gastspiel in Columbus folgen Heimpartien gegen die Sabres und die Sharks.  

Video: CBJ@STL: Tarasenko erzielt Siegtor in OT

9. Anaheim Ducks (7-5-3, Vorwoche: -)

Erstmalig in der aktuellen Spielzeit rutschen die Anaheim Ducks in die Top-Ten des Powerrankings. Die Ausbeute der vergangenen Woche kann sich sehen lassen: Drei Siegen steht nur eine Niederlage und 15 Toren nur 7 Gegentore entgegen. Deutlichen Siegen gegen die Arizona Coyotes (5-1) am Freitag und gegen die Flames (4-1) am Sonntag folgte am Mittwoch eine knappe 3-2 Niederlage in der Overtime bei den Blue Jackets. Hiervon ließen die Ducks sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Schon am Folgetag setzten sie mit einem 4-2 Erfolg bei den Hurricanes ein Zeichen an die Konkurrenz. Damit es in der Zukunft noch weiter hochgeht für die Ducks, müssen sie sich endlich auch in engen Spielen durchsetzen. Ihre Bilanz bei Spielen mit nur einem Tor unterschied liegt aktuell lediglich bei mageren 1-2-3. Die Dauerbrenner Corey Perry und Ryan Getzlaf führen die interne Scorerwertung mit 13 Punkten gemeinsam an. In der kommenden Woche werden die Ducks drei Mal aufs Eis gebeten: Am Samstag in Nashville und am Dienstag sowie Donnerstag zuhause gegen die Oilers und die Devils.

10. Ottawa Senators (8-5-0, Vorwoche: 6)

Die größten Verlierer in den Top-Ten der aktuellen Woche waren die Ottawa Senators. Vom sechsten Platz ging es für die kanadischen Hauptstädter abwärts auf den zehnten Rang. Ein Hauptgrund hierfür ist, dass sie vor allem die Offensivausbeute viel zu gering ist. Mit nur 32 Treffern rangieren sie ligaweit auf dem 26. Rang. Auch in der vergangenen Woche konnten sie nur wenige Torerfolge feiern. Am Samstag setzte es gegen die Sabres eine knappe 2-1 Heimniederlage, am Dienstag folgte eine 3-1 Schlappe bei den Nashville Predators. Versöhnlich hingegen blieb der Abschluss der Woche: Am Mittwoch holten sie sich in Buffalo einen 2-1 Sieg nach Penaltyschießen. Wichtigster Mann in Ottawa ist immer noch Offensivverteidiger Erik Karlsson, der aktuell mit drei Toren und sieben Assists die Punktewertung der Senators anführt. Die Stürmer bleiben indes völlig hinter ihren Erwartungen zurück. Lediglich Ryan Dzingel und Kyle Turris sind mit fünf beziehungsweise sechs Toren einigermaßen erfolgreich. Mit den Kings, den Wild, den Flyers und den Predators stehen den Senators in der kommenden Woche ungemütliche Aufgaben ins Haus.

Die Verfolger: Minnesota Wild, Philadelphia Flyers, Detroit Red Wings, Boston Bruins, San Jose Sharks

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: San Jose Sharks (Vorwoche: 7)

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