Dieses ist für die Oilers das letzte Vorbereitungsspiel vor dem NHL-Start am Samstag. Abschenken wird Edmonton die Generalprobe also nicht. Erst recht nicht Draisaitl. "Er ist glücklich und aufgeregt", bestätigt auch Superstar Connor McDavid. "Es ist großartig für Leon, in seiner Heimatstadt zu spielen und auch Köln kann seinen Jungen nun mit einem NHL-Team hier spielen sehen. Es wird für beide Seiten aufregend. Es wird eine unvergessliche Erfahrung für Leon und seinen Vater."
Und sicherlich auch für alle Spieler der Kölner Haie. Im KEC-Kader stehen mit Ryan Jones, Alexander Sulzer, Corey Potter, Steve Pinizzotto, Ben Hanowski, Jason Akeson, Mike Zalewksi, Marcel Müller und Morgan Ellis immerhin neun ehemalige NHL-Profis mit insgesamt 674 Spielen Erfahrung. "Es ist schön zu sehen, dass sie so viele Jungs haben, die schon in der NHL gespielt oder zumindest den Geschmack davon gekostet haben", so McDavid. "Es macht Spaß, die NHL über den Ozean zu bringen. Etwas Neues ist immer spannend, wir freuen uns auf das Spiel." Gleichwohl war die Spielvorbereitung der Kanadier eher reduzierter als im Liga-Alltag. "Alles was wir wissen, ist, dass sie von einem guten Trainer betreut werden. Das ist alles, was uns gesagt wurde", lachte McDavid und spielte so auf Leons Papa Peter an.
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Auch dieser war zum Scherzen aufgelegt. "Ich kümmere mich nicht allzu sehr um Leon", so der Haie-Trainer mit einem Augenzwinkern. "Ich brauche eher einen Gameplan für McDavid, dann sehen wir weiter. Vielleicht schicke ich einfach zwei Spieler mehr aufs Eis." In McDavid sieht Peter Draisaitl einen der besten Eishockey-Spieler der Welt und "auf jeden Fall den Schnellsten".
Das Duell mit seinem Sohn Leon kann Kölns Coach natürlich nicht komplett ausblenden. "Das ist so eine Vater-Sohn-Geschichte", sagt Peter Draisaitl. "Das Wichtigste ist nach dem Spiel, wenn ich weiß, dass er gesund ist und es ihm gutgeht." Darum geht es Vater Peter in der Hauptsache auch, wenn er die Spiele seines Sohnes über die NHL-App verfolgt: "Ich verfolge die Oilers seit drei vier Jahren intensiv. Aber ich coache ihn nicht mehr - das war früher, als er noch jung war. Seit ein paar Jahren, sprechen wir nicht mehr so sehr über Eishockey."
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Die Daumen wird Peter beim Aufeinandertreffen mit seinem Sohn zumindest am Mittwoch mal nicht drücken können. "Es ist ziemlich verrückt: Eigentlich ist er immer für mich - dieses Mal hoffe ich, dass er es nicht ist", lacht Leon und ist überzeugt: "Es wird großartig: Du machst nicht jeden Tag ein Spiel in Europa. Es ist ein wichtiges Spiel für uns, wir werden es nicht auf die leichte Schulter nehmen."
Diesbezüglich sind sich Vater und Sohn einig: "Es wird ein gutes Spiel werden, für die Oilers ist es die Generalprobe, also wollen sie sich zeigen. Beide Teams werden motiviert sein, deshalb wird es ein großartiges Eishockey-Spiel!"