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Draisaitl erfreut über das Vater-Sohn-Duell

Oilers spielen als Teil des Besuchs in Deutschland am Mittwoch gegen Kölner Haie, die der Vater des Stürmers coacht

von Nicholas J. Cotsonika @cotsonika / NHL.com Kolumnist

EDMONTON -- Leon Draisaitl war ein kleiner Junge, als sein Vater Peter ihn in Köln mit zur Eisfläche nahm. Es war an einem Sonntag 6 Uhr am Morgen. Angezogen für das kalte Wetter draußen und schwitzend von der Wärme drinnen, zog Peter seinem Sohn die Eishockeyausrüstung an.

"Dann sah er mich an und begann zu weinen", erzählt Peter. "Er sagte, 'Nein, ich will nicht da raus. Ich möchte nach Hause.'"

 

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Peter lachte. Es ist witzig jetzt auf dieses Ereignis zurückzublicken. Leon ist das Gesicht des deutschen Eishockeys und kehrt mit den Edmonton Oilers heim, um gegen die Mannschaft zu spielen, sie sein Vater trainiert: Die Kölner Haie aus der Deutschen Eishockey Liga DEL.

Die Oilers werden am Sonntag in Köln eintreffen, am Montag trainieren und am Mittwoch um 16 Uhr als Teil der NHL Global Series Challenge 2018 in der Lanxess Arena zum Freundschaftsspiel gegen die Haie antreten.

Sie werden ihre reguläre Saison am Samstag um 19 Uhr MESZ (1 p.m. ET; NHLN, SN, MSG+) als Teil der NHL Global Series 2018 im Scandinavium in Göteborg, Schweden, gegen die New Jersey Devils eröffnen.

"Es wird toll werden", betont Leon. "Ich erwarte, dass der gesamte Event sehr viel Spaß machen wird und natürlich, dass mein Vater auf der anderen Seite als Trainer steht, wird es zu einem besonderen Erlebnis für die ganze Familie machen. Hoffentlich wird es unterhaltsam für alle Fans werden."

Peter hat nie ein Team seines Sohnes gecoacht. Er hat genauso nie ein Team, das gegen ihn antrat, gecoacht. Er wisse nicht, wie sich das anfühlen werde. Aber er wird das nicht als persönliche Angelegenheit sehen, obwohl er jedes Spiel seines Sohnes über das NHL GameCenter auf dem Computer ansieht und nur selten die Chance hat, ihn in Person spielen zu sehen, geschweige denn von der gegnerischen Bank aus.

Doch es heißt über den Tellerrand hinauszusehen.

Ja, Leon ist mit 22 Jahren bereits einer der besten deutschen Spieler in der NHL-Geschichte: Erster bei den erreichten Punkten pro Spiel (0,77), Vierter bei den Toren (75) und Sechster bei den Assists (132) und Punkten (207). In Köln wuchs er auf, lernte das Spielen und trainiert im Sommer. 

Video: EDM@VGK: Draisaitl rips one-timer home from down low

Aber es wird für die deutschen Fans eine weitere Attraktion geben.

"Nr. 1, sie werden die Möglichkeit haben, den derzeit vielleicht besten Eishockeyspieler der Welt zu sehen - wenn nicht den besten Eishockeyspieler der Welt, aber sicher den schnellsten Eishockeyspieler der Welt: Connor McDavid", sagt Peter mit einem Lachen. "Wir haben einfach nicht die Möglichkeit dieses Team zu sehen, schon gar nicht live. Sie in unserer Arena zu haben und zu sehen, wie sie gegen uns antreten, ist überragend."

Und wie werden die Haie gegen die Oilers antreten?

"Wir haben uns schon einen Plan zurechtgelegt", macht Peter klar. "Wir haben im Grunde einen großartigen Plan. Wir möchten mit acht, neun, zehn Jungs spielen. Wir können es dabei belassen."

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Peter Draisaitl wurde in Karvina geboren und wuchs in Opava in der Nähe der polnischen Grenze in der damaligen Tschechoslowakei auf. Eishockey war dort der Sport Nummer eins.

"Ich wollte im Grunde nichts anderes machen als Eishockey spielen", verdeutlicht er.

Als er 13 Jahre war, zog die Familie wegen der politischen Lage zu dieser Zeit nach Hannover in die Bundesrepublik Deutschland. Eishockey war dort nicht die Nummer eins Sportart, aber weiterhin für ihn.

Er hatte im weiteren Verlauf eine 18-jährige professionelle Laufbahn als Stürmer die meiste Zeit für Mannheim und Köln, mit seiner Bestleistung von 80 Punkten (37 Toren, 43 Assists) in 43 Spielen für Köln in der Saison 1990/91.

Leon wurde am 27. Oktober 1995 in Köln geboren, als Peter für die Haie spielte. Das Kind, das weinte und sagte, dass es nicht raus auf das Eis wolle, hat bald seine Einstellung geändert.

Das erste Foto auf dem Instagram Account zeigt ihn in einem jungen Alter mit einem roten Helm auf dem Kopf und blauen Eishockeyhandschuhen sowie einem Schnuller im Mund. Darunter steht "Bereits verrückt nach Eishockey!" In Englisch ergänzte er "#crazy," "#bestsportintheworld" und "#madeingermany."

"Alles, was ich wollte war in die Kabine zu gehen und um den Schläger herum zu rennen", erklärt Leon. "Wenn man so sagen will 'vorherbestimmt'. Nun, ich war nur dabei in die Eishockeywelt einzutauchen."

Als natürlicher Athlet zeigte Leon Talent in jedem Sport, den er ausprobierte. Er spielte den Nr. 1 Sport in Deutschland Fußball. Aber er kehrte immer wieder zum Eishockey zurück und lernte die kleinen Dinge von seinem Vater - vom Umgang mit seiner Ausrüstung und dem Verhalten in der Kabine bis zum Wie das Spiel zu spielen ist.

"Im Grunde war ich nur ein Eishockey-Vater", sagt Peter. "Meine Frau Sandra war die Eishockey-Mutter und fuhr ihn durch das ganze Land zu Spielen … natürlich hat er nach dem Spiel gefragt 'Papa war ich gut? ', aber die Zeiten sind vorbei. Jetzt erst recht."

Peter lachte.

"Diese Tage sind vorbei", schob Peter hinterher.

Leon war so gut, dass er im Alter von 16 Jahren sein Zuhause verließ, um in Kanada zu spielen. Nach zwei Spielzeiten mit Prince Albert aus der Western Hockey League wurde er von den Oilers im NHL Draft 2014 an dritter Stelle ausgewählt.

Er kam zu seinem NHL Debüt am 9. Oktober 2014 im Alter von 18 Jahren, etwas weniger als zwei Wochen bevor er 19 wurde. In der Saison 2016/17, seiner zweiten vollen NHL-Saison, wurde er Achter im der NHL im Scoring mit 77 Punkten (29 Tore, 48 Assists). Er erreichte 70 Punkte (25 Tore, 45 Assists) in der abgelaufenen Saison.

Peter schaut Leon jetzt als Vater zu. Keine Tipps. Keine Kritik.

"Sein Eishockeyleben, seine Eishockeykarriere, liegt jetzt weitgehend an ihm", erläutert Peter. "Ich wünsche ihm alles Gute. Ich wünsche ihm alles Beste in der Welt. Aber als Vater ist es das Wichtigste, das er eine gute Person bleibt. Er ist ein guter Junge."

Video: MIN@EDM: Draisaitl wires home PPG to extend lead

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Leon Draisaitl half den Oilers die Stanley Cup Playoffs in der Saison 2016/17 zum ersten Mal in elf Spielzeiten zu erreichen. Er kam auf 16 Punkte (sechs Tore, 10 Assists) in 13 Spielen, als sie die San Jose Sharks in sechs Spielen der ersten Runde der Western Conference besiegten und in der zweiten Runde gegen die Anaheim Ducks in sieben Spielen verloren.

Der Tag nachdem sie ausgeschieden waren, flog er nach Köln. Zwei Tage danach spielte er für Deutschland bei der IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft 2017. Er wurde zu einem der drei besten Spieler von Deutschland im Turnier ernannt, obwohl er nur drei der acht Spiele bestritt und zwei Assists holte.

"Jedes Mal wenn man das Trikot seines Landes anziehen kann, ist es etwas Besonderes, aber in meiner Heimatstadt vor meiner Familie und Freunde für mein Land zu spielen, wissen sie, war eine wirklich einfache Entscheidung", sagt Leon. "Ich bin sehr stolz aus Deutschland zu kommen. Ich habe das viele Male gesagt. Wann immer ich mein Land repräsentieren kann, dann tue ich das mit sehr viel Stolz."

Jetzt repräsentiert er die Oilers und die NHL in seiner Heimatstadt in seinem Heimatland und mehr.

Eishockey hat sich in Deutschland entwickelt, dessen Männer bei den Olympischen Spielen 2018 in PyeongChang, dem Turnier ohne NHL-Spieler, die Silbermedaille gewannen. Die einzigen anderen Medaillen in diesem Sport waren Bronze 1976 in Innsbruck und 1932 in Lake Placid.

Aber Leon wird auch außerhalb von Edmonton und Köln abseits der Eisfläche erkannt. Das Ziel dieses Events ist es sein Profil, McDavids, der Oilers, der NHL und des Spiels zu stärken, so dass mehr Kinder damit aufwachsen, verrückt nach Eishockey zu sein und stolz darauf zu sein, aus Deutschland zu kommen.

"Wenn das der Grund ist, dann tun wir es oder wollen ein Teil davon sein, in der Hoffnung, dass wir natürlich ein kleines Bisschen verändern können", betont Leon. "Ich bin der Meinung wir haben gute Schritte im deutschen Eishockey eingeleitet. Ich denke, es wird wirklich toll."

NHL.com Redakteur Mike Zeisberger arbeitete für diesen Bericht zu

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