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Die Vancouver Canucks sind mit einem Paukenschlag in das Jahr 2024 gestartet. Am Dienstag gewannen sie vor eigenem Publikum in der Rogers Arena mit 6:3 gegen die Ottawa Senators. Mittendrin im Geschehen war der Schweizer Pius Suter, der mit drei Punkten zum erfolgreichsten Scorer der Gastgeber avancierte. Die Grundlage für den Erfolg gegen den kanadischen Rivalen schufen die Canucks im Anfangsdrittel. Sie dominierten es nach Belieben und gingen mit einer 5:0-Führung in die Kabine.

„Das war ein starker Auftritt von uns. Wir haben von Beginn an mit unserem Forechecking viel Druck auf den Gegner ausgeübt. Im Grunde hätten wir nach der mehrtägigen Pause nicht besser aus den Startlöchern kommen können“, lautete die Einschätzung von Suter. Der Zürcher schoss zwei Tore in der Partie und bereitete einen Treffer vor.

Für Suter war es das erste Drei-Punkte-Match in der laufenden Spielzeit. Sein starker Auftritt dürfte ihm nach seinem holprigen Start in Vancouver und einer längeren Verletzungspause neues Selbstvertrauen geben. In den ersten neun Einsätzen war er ohne Scorerpunkt geblieben und zwischen 15. November und 12. Dezember verpasste er 14 Spiele wegen einer Verletzung. Mit seiner Darbietung gegen die Senators deutete er an, dass er in der Offensive durchaus eine gewichtigere Rolle einnehmen kann als zuletzt. Nach seinem Comeback agierte er zumeist als Center der vierten Reihe, die als Shutdown-Formation eher defensiv ausgerichtet ist.

Suter profitierte in der Begegnung mit den Senators allerdings auch vom frühzeitigen Ausfall seines Teamkollegen Phillip Di Giuseppe. Nach einer Einsatzzeit von 2:13 Minuten im ersten Drittel musste der Angreifer vom Eis. Vancouvers Trainer Rick Tocchet beorderte daraufhin den Schweizer in die zweite Sturmreihe zu J.T. Miller und Brock Boeser.

Die Maßnahme machte sich bezahlt. Suter tat die damit verbundene größere Verantwortung gut. Mit seinem ersten Treffer im Spiel stellte er den Zwischenstand auf 2:0. Dabei fischte er gedankenschnell einen von der hinteren Bande abgeprallten Puck mit dem Handschuh aus der Luft, legte ihn sich zurecht und chippte ihn ins Netz. Beim 3:0 von Elias Pettersson bekam er den Assist gutgeschrieben. Zweieinhalb Minuten vor Schluss machte Suter seinen Doppelpack mit einem Schlenzer aus dem hohen Slot zum 6:3 perfekt. Die Scheibe setzte kurz vor Ottawas Torhüter Joonas Korpisalo auf und sprang ins Tor.
„Ich habe einfach mal abgezogen und geschaut, was passiert. Das hat funktioniert. Bei der Aktion war natürlich ein wenig Glück dabei“, kommentierte Suter seinen zweiten Treffer. Damit setzte er der Aufholjagd von Ottawa ein Ende und stockte zudem sein Scorerkonto auf elf Punkte (acht Tore, drei Assists) aus 23 Saisonspielen auf.

Canucks-Coach Tocchet lobte Suter für dessen eindrucksvolle Vorstellung: „Er war nach dem Ausscheiden von Di Giuseppe überall zu finden, auf dem Flügel, in der Mitte. Er hat das Beste aus dieser Gelegenheit gemacht.“

Mit den ersten 20 Minuten seiner Mannen zeigte sich der Trainer vollauf zufrieden. „Das war ohne Frage eine der besten Perioden seit einem Monat. Die anderen beiden haben mir jedoch nicht gefallen. Ich hoffe, dass es den Jungs genauso geht und sie daraus lernen. Wir haben die Zügel schleifen und die einfachsten Grundlagen vermissen lassen. Aber zumindest haben wir gewonnen“, analysierte Tocchet.

Zum 13. Mal in 37 Spielen erzielten die Canucks mindestens fünf Treffer. In der vergangenen Saison hatten sie das erst nach 52 Partien geschafft. Mit 142 Toren stellen sie im Moment die beste Offensive der NHL. Darüber hinaus nehmen sie mit 51 Punkten (24-10-3) den Spitzenplatz in der Pacific Division und der Western Conference ein.

Die Canucks haben nun einen langen Roadtrip vor der Brust. Er umfasst insgesamt sieben Stationen und dauert bis einschließlich 15. Januar. Erster Gegner sind am Donnerstag (8 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 2 Uhr MEZ) im Enterprise Center die St. Louis Blues. Es folgen Duelle mit den New Jersey Devils, New York Rangers, New York Islanders, Pittsburgh Penguins, Buffalo Sabres und Columbus Blue Jackets.

Suter gab am Dienstag nach dem Triumph gegen Ottawa die Marschroute für die kommenden Aufgaben auf fremdem Terrain vor. „Wir müssen die Energie aus dem ersten Drittel von heute mitnehmen und versuchen, jedes Spiel auf diese Weise zu beginnen. Wichtig ist außerdem, dass wir uns immer gegenseitig unterstützen und die Zweikämpfe annehmen“, sagte er.

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