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In Toronto baut sich merklich der Druck auf

Wegen der teuren Verträge von Matthews, Tavares und Nylander wollen die Fans Pokale sehen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Die Nachricht schlug am Dienstag ein wie eine Bombe. Die Toronto Maple Leafs haben sich mit Auston Matthews auf eine Vertragsverlängerung einigen können. 58,17 Millionen US-Dollar lassen es sich die Maple Leafs Berichten zufolge kosten, den US-Amerikaner fünf Jahre lang an sich zu binden. Zum Ende der Saison wäre der Einstiegsvertrag des Erstrunden-Picks (Nummer 1) vom NHL Draft 2016 ausgelaufen.

Mit der vorzeitigen Einigung bewiesen die Verantwortlichen in Toronto Handlungsstärke und kamen Diskussionen und Gerüchten um den auslaufenden Kontrakt zuvor. Auch im Hinblick auf die ebenfalls auslaufenden Verträge von beispielsweise Mitchell Marner oder Kasperi Kapanen war das Maple Leafs-Management gefordert. Um eine Chance zu haben, in den kommenden Jahren unter dem Salary Cap zu bleiben, waren Rechenspiele nötig:

"Wir kennen alle die Beschränkungen des Salary Caps, die für jedes Team der Liga gelten", sagte Matthews. "Deshalb haben wir alle Möglichkeiten durchgespielt. Von drei bis zu acht Jahren. Letztendlich haben wir uns auf fünf Jahre geeinigt und ich denke, das ist ein guter Kompromiss für beide Seiten. Jetzt sind wir glücklich, dass wir es über die Bühne gebracht haben und können nach vorne schauen."

 

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Durch den Fünfjahresvertrag, der bis zum Ende der Spielzeit 2023/24 gültig ist, konnten die Maple Leafs gegenüber einem längeren Kontrakt etwas einsparen. Das jährliche Durchschnittssalär wird mit 11,364 Millionen Dollar zu Buche schlagen. Ein Achtjahresvertrag, wie ihn Connor McDavid am 5. Juli 2017 bei den Edmonton Oilers unterschrieb (Durchschnittsgehalt 12,5 Millionen Dollar), wäre die Maple Leafs teurer gekommen.

"Wir sind sehr glücklich darüber, dass Auston und seine Agenten so viel Arbeit in diesen Vertrag gesteckt haben", erklärte Torontos General Manager Kyle Dubas. "Es war ein langer Prozess und ich verstehe es, wenn Spieler während der Saison keine Vertragsverhandlungen führen möchten. …Aber es hilft uns sehr, uns hinsichtlich der kommenden Trade Deadline zu positionieren."

Video: WSH@TOR: Matthews umspielt den Verteidiger und trifft

Auch sportlich wollten sich die Maple Leafs gut positionieren. Deshalb haben sie zuletzt neben Matthews, dem in 38 Saisonspielen 46 Punkte (23 Tore, 23 Assists) gelangen, auch John Tavares und William Nylander mit teuren Verträgen ausgestattet.

Das Tauziehen mit Nylander beendeten die Maple Leafs am 1. Dezember indem sie ihm einen 44,7 Millionen Dollar schweren Sechsjahresvertrag anboten. Mit erst zwei Toren und sieben Assists aus 24 Saisonspielen ist der Schwede Nylander noch in der Bringschuld. Geht es nach den Fans und Verantwortlichen in Toronto, so sollte er sein Potenzial schnellstmöglich abrufen.

Tavares war im vergangenen Sommer der dickste Fisch im Free-Agent-Becken. Der Center stürmte neun Jahre lang für die New York Islanders, für die er in 669 NHL-Spielen 621 Punkte (272 Tore, 349 Assists) verzeichnete. Auch bei den Maple Leafs ließ der Kanadier, der bis zum Ablauf der Saison 2024/25 durchschnittlich 11,0 Millionen Dollar verdienen wird, schon seine Klasse aufblitzen. Mit 31 Treffern aus den ersten 52 Saisonspielen ist er Torontos torgefährlichster Stürmer.

 

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Mit dem Dreigespann hat Toronto eine teure aber auch hochtalentierte Offensive mittelfristig an sich gebunden und das große Ziel wird klar ausgegeben:

"Ich denke, hier in dieser Stadt verspürt man immer den Druck durch die Fans", sagte Matthews. "Sie wollen eine Meisterschaft und wir wollen sie ihnen geben. Die Stadt verdient es einfach. Wir gehen die Sache nicht zu verbissen an sondern schauen einfach von Tag zu Tag. Wir haben aber auch ein ganz besonderes Team mit vielen Talenten. Wir tun einfach alles, um auf die Spitze des Berges zu gelangen. Am Ende wird man an Meisterschaften gemessen und das ist das, was wir hier erreichen wollen."

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