BUF THOMPSON 7-27

Nach einer Saison voller Höchstleistungen, Rekorde und Highlights ist der Sommer angekommen. In der eishockeyfreien Zeit lohnt sich ein Rückblick auf die besten Spieler, Teams und Momente, die die Saison 2021/22 zu bieten hatte.

In dieser Ausgabe: Die besten Breakout-Saisons der abgelaufenen Spielzeit und Playoffs.
In der abgelaufenen Saison gelang einer ganzen Reihe von Spielern der große Durchbruch, mit dem nicht zwingend zu rechnen war. Viele Akteure wie Torwart Ville Husso, Verteidiger Noah Dobson und die Stürmer Jesper Bratt oder Valeri Nichushkin verdienen eine Erwähnung, doch fünf Spieler traten besonders ins Rampenlicht.
Ryan Hartman, Minnesota Wild
Die Minnesota Wild suchten nach einem passenden Center, um das Duo aus Kirill Kaprizov und Mats Zuccarello zu ergänzen. Mit den beiden schnellen und technisch versierten Außenstürmern mitzuhalten ist nicht leicht, doch Ryan Hartman erwies sich als der richtige Mann. Zwischen den beiden kleinen Außenstürmern brachte er die nötige Portion Härte und ungeahnte Qualitäten als Vollstrecker vor dem Tor mit. Während sein vorheriger Rekord mit 31 Punkten (19 Tore, 12 Assists) aus der Saison 2016/17 stammte, überraschte er in der abgelaufenen Spielzeit mit satten 65 Punkten, 34 Toren und 31 Assists. Hartman wurde mit seinem Gehalt von 1,7 Millionen US-Dollar so zu einem der größten Schnäppchen der NHL.

EDM@MIN: Hartman kommt an die Scheibe und trifft

Robert Thomas, St. Louis Blues
Robert Thomas hatte in seinen ersten beiden Saisons für die St. Louis Blues bereits bewiesen, dass er Potenzial als Scorer hat, in der vergangenen Saison übertraf er aber alle Erwartungen. Die Fans der Blues durften sich über einen neuen Star-Spielmacher freuen, der seine Mitspieler perfekt in Szene setzt. In 72 Spielen gelangen ihm 77 Punkte (20 Tore 57 Assists). Seine vorherige Bestleistung waren 42 Punkte (10 Tore, 32 Assists), noch vor einem Jahr standen zwölf Punkte (3 Tore, 9 Assists) in 33 Spielen auf seinem Konto. Thomas war einer der Schlüsselspieler, die die Blues zum ersten Mal seit dem Gewinn des Stanley Cups 2019 über die erste Runde der Playoffs hinausbrachten. In sechs Playoff-Spielen steuerte er zwei Tore und vier Assists bei.

STL@COL, Sp5: Thomas vollendet Spielzug vor dem Tor

Jordan Kyrou, St. Louis Blues
Die Blues erhofften sich viel von Center Jordan Kyrou, als sie ihn vor vier Jahren zum ersten Mal in der NHL zum Einsatz brachten. Das Talent ist dem jungen Stürmer auch nicht abzusprechen, doch er brauchte ein paar Jahre, um sich in der Liga zurecht zu finden. Nun zeigte er, wozu er tatsächlich fähig ist. Er kam sowohl in Überzahl, als auch in Unterzahl zum Einsatz und erwies sich als verlässlicher Scorer. In 74 Spielen gelangen ihm 75 Punkte (27 Tore, 48 Assists). Damit erzielte er die viertmeisten Punkte und drittmeisten Tore der Blues und war ihr zweitbester Vorbereiter. In den Playoffs gelangen ihm in zwölf Spielen starke sieben Tore und zwei Assists.

STL@COL, Sp5: Kyrou gleicht das Spiel vor dem Tor aus

Troy Terry, Anaheim Ducks
Troy Terry trat diese Saison den Beweis an, dass sich auch in den späteren Runden des NHL Draft noch echte Juwelen finden lassen. Genau wie Kirill Kaprizov, der Superstar der Minnesota Wild, wurde er 2015 erst in der fünften Runde (Nr. 148) gewählt. Bis zur vergangenen Saison schien das auch angemessen, mehr als 20 Punkte (7 Tore, 13 Assists) gelangen ihm in keiner seiner vier Spielzeiten. Damit war nun aber Schluss, Terry überraschte mit 67 Punkten (37 Tore, 30 Assists) als bester Torschütze und Scorer der Anaheim Ducks und weckte gemeinsam mit Rookie Trevor Zegras Hoffnung auf eine Rückkehr zu alter Stärke.

ANA@CAR: Terry trifft im Fallen

Tage Thompson, Buffalo Sabres
Für die Überraschung der Saison sorgte Tage Thompson bei den Buffalo Sabres. Der Erstrundenpick aus dem Draft 2016 war maßgeblich daran beteiligt, dass die Sabres, die noch ein Jahr zuvor auf dem letzten Platz ihrer Division gelandet waren, dieses Mal immerhin den fünften von acht Rängen belegten. Mit 68 Punkten (38 Tore, 30 Assists) führte er die Sabres nach Punkten, Toren und Powerplaytoren (10) an, nur Verteidiger Rasmus Dahlin gelangen mehr Vorlagen. Seine bisherigen Bestwerte lagen bei acht Toren, sechs Assists und 14 Punkten.

BUF@PHI: Thompson trifft nach starkem Forecheck