Am Ende stand dann nicht nur der erste Erfolg nach Verlängerung des Teams über die Rangers seit sechzig Jahren, es war der erste Playoff-Sieg nach insgesamt zuletzt 707 Tagen. Es hat überhaupt fast zwei Jahre gedauert, dass ein Team aus Kanada mal wieder ein Spiel in der KO-Phase gewinnen konnte, nachdem im Vorjahr ja gar kein Team aus dem selbsternannten Mutterland des Eishockeys in der Endrunde aktiv war.
Und der 34-jährige Plekanec hat dies alles erst ermöglicht.
Erst nachdem Coach Julien zuletzt wieder zum Team stieß, waren auch die Leistungen des Spielers nach zuvor enttäuschenden Zeiten wieder ansehnlicher geworden. Zuvor war auch Julien wiederholt dafür kritisiert worden, dass er immer noch so viel Vertrauen in den Spieler setzte, ihn in der zweiten Reihe des Teams beließ.
In 78 Saisonspielen kam er nur auf 10 Tore und 18 Assists. Es war die schlechteste Ausbeute seit Beginn seiner NHL-Karriere vor über 10 Jahren.
"Seine Mannschaftskameraden haben ihm immer vertraut. Sie sehen ja was er tagtäglich für das Team leistet" so Julien gestern. "Er hat es mit viel Stolz durchgezogen. Dass er nun in dieser Form belohnt wurde, das ist eine tolle Sache für alle."
Plekanec gab sich bescheiden: "Ich bin nicht hier um persönlich gut auszusehen. Das steht nicht im Mittelpunkt meiner Anliegen hier. Das können meinetwegen andere machen"
Und sind es nicht genau solche Spieler, die sich ein Trainer wünscht? Am Sonntag besteht die Möglichkeit für den nächsten Aktiven sich ins Rampenlicht zu schießen. Dann kommt es im Madison Square Garden zu Spiel Drei zwischen den Rangers und den Canadiens. Ausgang nun wieder völlig offen.