tim stutzle

Den Ottawa Senators ist ein versöhnlicher Abschluss ihres jüngsten Roadtrips gelungen. Nach vier Niederlagen in Serie gewannen sie am Dienstag auf ihrer letzten Station bei den St. Louis Blues mit 4:1. Eine starke Leistung bot Angreifer Tim Stutzle. Er steuerte ein Tor und zwei Assists zum Erfolg im Enterprise Center bei. Es war das vierte Drei-Punkte-Spiel seiner NHL-Laufbahn.

Stützle erzielte im ersten Drittel den wichtigen 1:0-Führungstreffer der Gäste. Im Powerplay beförderte er einen umherspringenden Puck aus kurzer Distanz über die Linie. In der Anfangsphase des zweiten Abschnitts hatte der 20 Jahre alte Viersener erneut seine Finger bei einem Überzahltor im Spiel. Diesmal bediente er Josh Norris, der zum 2:1 abschloss. Damit hat Stützle in der laufenden Saison nun 14. Powerplay-Punkte auf dem Konto, womit er diese Statistik bei den Senators anführt. Drei Minuten vor Schluss legte er noch den Treffer zum 4:1-Endstand von Alex Formenton auf.

OTT@STL: Stützle trifft per Rückhand in Überzahl

Für Stützle lief es auf der Auswärtstour in Sachen Scorerpunkte ausgezeichnet. Er sammelte insgesamt sechs Zähler (ein Tor, fünf Assists), allesamt in den zurückliegenden drei Partien. Damit knackte er zugleich die 60-Punkte-Marke in seiner noch jungen NHL-Karriere. Nach 108 Einsätzen stehen für ihn 62 Punkte (25 Tore, 37 Assists) zu Buche. In der aktuellen Spielzeit nimmt er jetzt Kurs auf den Wert von 40 Zählern. Sieben fehlen ihm dafür noch. In der teaminternen Scorerwertung liegt er hinter Brady Tkachuk (40 Punkte) und Drake Batherson (34) auf dem dritten Platz.
Die Senators wussten in St. Louis, wie schon bei der knappen Niederlage bei den Vegas Golden (1:2) am Sonntag, in allen Bereichen zu überzeugen. Mit dem feinen Unterschied, dass sie sich diesmal mit etwas Zählbarem belohnten. "Unser heutiger Auftritt ähnelte sehr dem aus dem Vegas-Spiel", meinte Ottawas Trainer D.J. Smith in seiner Analyse nach der Begegnung. "Jeder hat sich ins Zeug gelegt. Alle vier Angriffsreihen kamen ins Rollen. Und die Verteidigung und die Torwartleistungen waren auch wieder großartig."
Kapitän Tkachuk ging in der Bewertung des Triumphes bei den Blues sogar noch weiter als der Coach. "Ich denke, dass war die beste Vorstellung, die wir bisher in dieser Saison geboten haben. Wir haben alles gegeben, was wir noch im Tank hatten, um heute Abend den Sieg einzufahren", betonte er.
Tkachuk brachte die Senators mit dem 3:1 im letzten Durchgang endgültig auf Erfolgskurs. Dieser 19. Saisontreffer war ein ganz besonderer für ihn, denn er verbrachte in seiner Jugend viele Jahre in St. Louis und durchlief dort diverse Nachwuchsteams. "Ich habe viele schöne Erinnerungen an die Zeit hier. Deshalb war es cool, dass ich getroffen habe. Das wollte ich unbedingt", ließ er zu seinem speziellen Erfolgserlebnis verlauten.
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Einen nicht unerheblichen Anteil am doppelten Punktgewinn bei den Blues hatte außerdem Senators-Schlussmann Anton Forsberg. Mit einer Glanzparade gegen Vladimir Tarasenko hielt er in der Anfangsminute des letzten Drittels die 2:1-Führung seiner Mannschaft fest. "Der Save kam im richtigen Moment", sagte er über seine Rettungstat. Alles in allem wehrte der Goalie 22 Schüsse ab.
Mit ihrem Sieg vergrößerten die Senators die Sorgenfalten im Lager der Blues. Sie haben die vergangenen vier Spiele allesamt verloren und nur einen Punkt geholt. Coach Craig Berube haderte vor allem mit der Aktion, die im Anfangsdurchgang zur Strafzeit von David Perron und in der Konsequenz zum 0:1 von Stützle im Powerplay führte. "Es gab keinen Grund für diesen Spielzug. Das hätte man einfacher lösen müssen", monierte er den Puckverlust von Perron und das Beinstellen gegen Tkachuk.
Nach dem gelungenen Gastspiel in St. Louis hat Ottawa sein Punktekonto auf 45 Zähler (20-31-5) aus 56 Spielen aufgestockt. Dadurch rangieren die Senators mit einem Punkt Vorsprung auf die Buffalo Sabres an sechster Stelle in der Atlantic Division.
Ihr nächstes Spiel bestreiten sie am Donnerstag vor eigenem Publikum gegen die Seattle Kraken (7 p.m. ET; NHL.tv; Mi. 1 Uhr MEZ). Es ist der Auftakt zu einer Heimserie mit fünf Partien. Die weiteren Gegner heißen Chicago Blackhawks, Arizona Coyotes, Columbus Blue Jackets und Philadelphia Flyers.