Ein weiterer Pluspunkt des in Viersen geborenen Stützle ist, dass er bereits über Erfahrung im Profibereich verfügt, nachdem er sich vergangenen Sommer dazu entschieden hatte, einen Platz im Stammkader des DEL-Teams Adler Mannheim gegenüber dem in einer nordamerikanischen Juniorenliga vorzuziehen.
"Ja, ich glaube, das ist ein großer Vorteil. Ich habe viel gelernt von den Jungs. Wir haben auch Spieler im Team, die bereits den Stanley Cup gewonnen haben. Für mich war es eine unglaubliche Saison. Ich habe viel gelernt und ich möchte jeden Tag besser werden. Und ich bin glücklich, dass ich diese Erfahrung machen durfte", freute sich der Rheinländer.
Er brachte es in 41 Partien seiner DEL-Premierensaison auf 34 Punkte (7 Tore, 27 Assists) und dürfte nicht nur deswegen Begehrlichkeiten bei dem ein oder anderen NHL-Klub geweckt haben. Welcher es letztendlich sein wird, der sich für ihn entscheidet, steht in den Sternen, doch Stützle kann einige Vorzüge in die Waagschale werfen, wie er auf die hypothetischen Fragen von Gretzky antwortete, womit er einen General Manager überzeugen könnte und was sein größter Trumpf sei.
"Ich sehe mich als Teamleader auf dem Eis und ich kann Spiele entscheiden. Ich habe den Willen jedes Spiel zu gewinnen. Das macht mich aus. Und ich würde gerne eine Menge von den anderen Spielern lernen. Das sind meine Vorzüge."
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Sicherlich hätte Stützle nichts dagegen, sollte GM Jim Rutherford von den Pittsburgh Penguins oder GM Ken Holland von den Edmonton Oilers sein Talent, das er mitbringt, besonders zu schätzen wissen und die Gelegenheit bekommen, ihn beim Draft auszuwählen.
"Den Pittsburgh Penguins habe ich wegen Sidney Crosby immer gerne zugesehen und den Oilers wegen Leon [Draisaitl]. Edmonton zählt wegen ihm zu meinen Lieblingsteams. Ich schaue ihnen gerne zu", verriet er auf die Frage, welche NHL-Teams er besonders mag.
Der kommende NHL Draft dürfte aufgrund der Pandemie in diesem Jahr etwas anders abgehalten werden als für gewohnt, doch Stützle sieht das gelassen und nimmt die Veranstaltung so, wie sie kommen wird: "Natürlich ist es in der Arena mit all den Fans immer eine große Show. Es ist für uns eine große Ehre gedraftet zu werden, da macht es nichts aus, wo und wie er stattfindet."
Als seine Vorbilder in der NHL nannte Stützle Center Connor McDavid von den Oilers und Rechtsaußen Patrick Kane von den Chicago Blackhawks. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass er mit oder gegen ihnen in den kommenden Jahren auf dem Eis einer NHL-Arena stehen wird, wie einst Gretzky mit seinem Idol Gordie Howe beim NHL All-Star Game 1980 in der Joe Louis Arena von Detroit.
Die vollständige Episode von "#HockeyAtHome" wird erstmals am Mittwoch um 17.00 Uhr ET auf NBCSN, SN, NHL.com und den NHL-Plattformen auf Facebook, IGTV und YouTube ausgestrahlt.