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Was muss besser bzw. anders werden?

14 NHL-Teams starten nun in einen langen Sommer, müssen sich mit Zukunftsfragen intensiv beschäftigen

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Die schönste Zeit des Eishockeyjahres steht nun bekanntlich unmittelbar bevor. Doch immerhin für 14 der 30 NHL-Teams fand die Spielzeit nun ein unfreiwillig frühes Ende. Während 16 Teams sich aktuell auf die Playoffs freuen dürfen, beginnt für den Rest ein ungeliebt langer und eishockeyfreier Sommer. Werfen wir daher hier und heute auch einmal einen kurzen Blick auf ein paar der Kernfragen, welche diese vorzeitig ausgeschiedenen Franchises nun in den nächsten Monaten beschäftigen werden:

NY Islanders: Trotz zuletzt sechs Siegen in Serie reichte es am Ende nicht für Thomas Greiss, Dennis Seidenberg & Co.. Ein zu schwacher Saisonstart war am Ende Schuld am frühen Saisonende. Spannend wird hier zu beobachten sein, wie sich das zuletzt wieder aufgeflammte Duell auf der Torhüterposition zwischen Greiss und Jaroslav Halak im Herbst darstellen wird. Zudem versuchen die 'Isles' den Vertrag mit Teamkapitän John Tavares vorzeitig zu verlängern.

Tampa Bay Lightning: Die 'Bolts' mussten lange Zeit auf Steven Stamkos verzichten. Der Ausfall eines solchen Leistungsträgers ist natürlich entscheidend auf längere Sicht. Wird er im Herbst wieder voll auf der Höhe sein können, dann kann es für das Team bei einer einmaligen Nicht-Playoff-Teilnahme bleiben.

Philadelphia Flyers: Seit eh und je wird bei dieser Franchise über die Besetzung der Torhüterposition debattiert. Das wird vermutlich auch in diesem Sommer so sein. Mit welchem Torhüter will man im kommenden Jahr in die neue Spielzeit gehen?

Winnipeg Jets: Patrik Laine lieferte sich über weite Strecken der Saison einen spektakulären Zweikampf mit dem zweiten Super-Rookie vom letzten NHL-Draft, Auston Matthews. Und obwohl Laine wahrlich nicht enttäuschte, musste er Matthews auf Sicht ziehen lassen. Spannend wird zu beobachten sein, wie sich seine Entwicklung im traditionell komplizierten zweiten Jahr in der Liga darstellen wird. Alle die es mit den Winnipeg Jets halten dürften sich darauf freuen.

Carolina Hurricanes: Viele junge frische Gesichter im Kader der 'Canes' haben bereits zuletzt die Vorfreude auf die kommende Saison wachsen lassen. Geht die Entwicklung des Teams so weiter wie zuletzt, dann wird man an dem Team vermutlich noch viel Freude haben. Die notwendige Geduld dürfte man im eher unaufgeregten Städtchen Raleigh dafür wohl aufbringen.

Los Angeles Kings: Die Offensive war das Sorgenkind in diesem Jahr. Spielerische Überlegenheit wurde zu selten in entsprechende Ergebnisse umgesetzt. Am Ende stand ein frühes Saisonende. Was wird aus Torhüter Jonathan Quick, was aus Trainer Darryl Sutter? Das sind sicherlich zwei de Kernfragen in LA über den Sommer.

Buffalo Sabres: Noch so ein Team, welches eigentlich gute Fortschritte gemacht hat, wo es aber trotzdem noch nicht für die Endrunde gereicht hat. Das Potential ist vorhanden. Es muss nur noch weiter entwickelt werden, damit der talentierte Kader dann demnächst auch einmal wieder von mehr träumen darf.

Florida Panthers: Jaromir Jagr hatte zwar angekündigt noch möglichst weiterspielen zu wollen, bis er einmal 50 Jahre alt sein wird. Doch ob das in Florida sein wird, das erscheint aktuell völlig offen. Spannend in und um Sunrise herum als u.a. auch die Frage nach seiner Zukunft. Dem Kader der Franchise stünde ein solcher Klassemann natürlich auch weiterhin gut zu Gesicht.

Dallas Stars: Nach der Trennung von Trainer Lindy Ruff, welche gestern offiziell wurde, steht hier natürlich nun zuerst einmal ganz klar die Trainerfrage im Mittelpunkt aller Überlegungen.

Detroit Red Wings: Das Signal war eindeutig. Wenn ein Team erstmals seit über 25 Jahren wieder die Playoffs verpasst, dann stehen alle Signale auf Neuaufbau. Dafür wird es jedoch ein paar Jahre Zeit benötigen. So schnell lässt sich ein 'ausgebluteter' Kader selbst in der schnelllebigen NHL nicht völlig neu aufbauen.

New Jersey Devils: Wenig Offensivpower war zuletzt das Problem der Devils. Spiele waren häufig recht torarm und wenig spektakulär anzuschauen. Man wird sich in Newark also wohl gut überlegen, wie man sich diesbezüglich verbessern kann. Auch das Faninteresse hatte zuletzt etwas nachgelassen. Da dürfte ein Zusammenhang bestehen.

Arizona Coyotes: Mit dem in Kürze anstehenden Umzug in die neue Arena ist es nach wie vor eine Herausforderung in Glendale eine ausreichende Existenzgrundlage zu schaffen. Das Team gab zuletzt relativ wenig Grund für großen Optimismus. Wie kann man die Zeit bis zum Umzug in die zukünftige Arena also möglichst sinnvoll und zielführend nutzen. Die Verantwortlichen werden gut überlegen müssen in diesem Sommer.

Vancouver Canucks: Viele Experten hatten es prognostiziert. Es ist so gekommen. Weit abseits der Playoffs ging die Saison zu Ende. Ein Neuaufbau ist auch hier angekündigt. Er wird kommen. Die Frage ist nur wie schnell und wie erfolgreich.

Colorado Avalanche: Harte Landung am Tabellenende auch für die 'Avs'. Der Abgang von Trainer Patrick Roy erscheint nun im Nachhinein auch in einem anderen Licht. Offenbar war das Potential des Teams dann doch nicht so groß, dass man wieder weiter oben mitspielen konnte. Auch hier ist nun die Frage entscheidend, auf welche Spieler aus dem Kader man nun für die Zukunft setzt, welche Spielertypen man hinzuholen muss, um zukünftig dann dem erfolgsverwöhnten Publikum im Pepsi Center dann auch wieder mehr anbieten zu können. Es wird noch viel diskutiert werden müssen.

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