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In Dallas sieht man sich gut aufgestellt

Analyse der Stars: Keine großen Transfers bisher, GM Nill vertraut dem vorhandenen Kade

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Nachdem die Washington Capitals zum Stanley-Cup-Champion 2017/18 gekrönt wurden, der NHL Draft 2018 und die geschäftige Phase der Free Agency hinter uns liegen, wird NHL.com/de alle 31 Teams zu diesem Zeitpunkt der Offseason bewerten. Von den wichtigsten Ergänzungen bis hin zu den neuen Perspektivspielern und vielem mehr, werden wir den Zustand jeder Organisation analysieren.

Heute: Dallas Stars

Eigentlich hätten die Dallas Stars in der vergangenen Spielzeit das Format gehabt, um in die Stanley Cup Playoffs einzuziehen. Am Ende kam es anders. Das grundsätzliche Vertrauen in den vorhandenen Kader hat das vorzeitige Aus jedoch nicht erschüttert. Vergleichsweise unaufgeregt und ruhig arbeitet das Franchise daher am weiteren Aufbau der Mannschaft hin zu einem echten Spitzenteam.

Selbst wenn Dallas zum engeren Favoritenkreis bei der Verpflichtung von John Tavares (der inzwischen bei den Toronto Maple Leafs gelandet ist) zählte oder im Fall von Erik Karlsson noch gehört - niemand im Umfeld des Teams verspürt die unbedingte Notwendigkeit, einen solchen Top-Star in diesem Sommer in den Kader aufzunehmen.

General Manager Jim Nill war in den Vorjahren bereits eifrig damit beschäftigt, die personellen Voraussetzungen zu schaffen, damit die Stars in den nächsten Jahren in den Kampf um den Stanley Cup eingreifen können. So gelang es ihm, hochkarätige Akteure wie Tyler Seguin, Jason Spezza oder Alexander Radulov nach Texas zu locken. Zudem verpflichtete er Ben Bishop für das Tor. Die Grundlagen für den angedachten Neuaufbau waren damit weitestgehend gelegt.

Video: STL@DAL:Radulov zieht zum Tor, haut Seguins Pass rein

Selbst wenn er gerne Tavares bekommen hätte, war niemand beunruhigt, als Dallas am ersten Tag der diesjährigen Free Agency mit Anton Khudobin lediglich einen Backup-Torhüter an Land zog. Inzwischen kamen Stürmer Blake Comeau, Abwehrspieler Roman Polak und Valeri Nichushkin hinzu - alles Spieler für die Tiefe des Kaders. Als weitere Torwart-Alternative stieß College-Goalie Colton Point zur Organisation.

Der 32-jährige Khudobin, der im Vorjahr in Boston mit einer Bilanz von 16-6-7 und einem Gegentorschnitt von 2,56 eine solide Saison ablieferte, steht als verlässlicher Notnagel bereit, sollte Stammkraft Bishop Schwächen zeigen oder verletzt ausfallen.

Comeau und Nichushkin sind gute Alternativen für die Offensive. Nichushkin, Gesamtpick Nr. 10 der Stars beim NHL-Draft 2013, kehrte nach einem Aufenthalt in der KHL nach Dallas zurück. Für ZSKA Moskau gelangen ihm im Vorjahr 16 Tore und 27 Punkte in 52 Spielen. Zudem steuerte er neun Zähler in den Playoffs bei.

"Diese Verpflichtung wird sich für uns als sehr wichtig erweisen", prognostizierte Nill. "Er ist deutlich erwachsener geworden in seiner Zeit in der KHL. Ich habe ihn in Russland mehrfach beobachten können. Er hat viel Potential. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn für uns zurückgewinnen konnten", sagte der General Manager über Nichushkin.

Deutlich mehr Erfahrung bringt Neuzugang Comeau mit. Der 32-Jährige kam in der Hauptrunde 2017/18 auf 34 Zähler (13 Tore, 21 Assists) in 79 Saisonspielen für die Colorado Avalanche.

"Immer wieder höre ich davon, dass wir mehr hochklassige Torschützen benötigen. Doch wir lagen in der letzten Saison nach 50 oder 60 Saisonspielen in Sachen Torproduktion ligaweit auf Rang 8. Ich bin daher sehr entspannt in dieser Frage. Die Neuverpflichtung von Comeau wird uns auf diesem Gebiet noch einmal besser machen", zeigte sich Nill zuversichtlich.

Einziges Sorgenkind bei den Stars ist derzeit Martin Hanzal, der nach einer Rücken-Operation für den Saisonstart fraglich ist. Gut möglich, dass der Center sogar erst Ende des Kalenderjahres wieder fit ist.

 

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Die beim NHL Draft 2018 ausgewählten acht Spieler dürften in naher Zukunft noch keine größere Rolle im NHL-Kader der Stars spielen. Ty Dellandrea (C, Pick 13), Albin Eriksson (RW, Pick 44), Oskar Back (C, Pick 75), Adam Mascherin (LW, Pick 100), Curtis Douglas (C, Pick 106), Riley Damiani (C, Pick 137), Dawson Barteaux (D, Pick 168) und Jermaine Louwen (LW/RW, Pick 199) sind eher als Anleihe für die Zukunft zu sehen. Auffällig ist, dass die Stars, nachdem sie zuvor in fünf Jahren zusammengerechnet nur fünf Center im Draft auswählten, diesmal gleich vier Mittelstürmer aus einem Jahrgang hinzunahmen.

Der Optimismus in Dallas vor der im Oktober beginnenden Saison 2018/19 ist groß. "Ich habe volles Vertrauen in unser vorhandenes Spielermaterial", betont Nill. "Der Kern des Teams besitzt viel Qualität." Nicht auszudenken, was erst los wäre, wenn bei den Stars doch noch ein Karlsson-Trade Realität werden sollte.

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