Hall zählt zu jenen Spielern, die den Erfolg suchen, die unbedingt Stanley Cup Playoffs spielen möchten. Bei den abgeschlagen auf dem letzten Platz liegenden Sabres wäre ihm die Teilnahme an der Postseason verwehrt gewesen. Gesucht, gefunden! Durch den eingefädelten Trade könnten sich gleich zwei Wünsche erfüllen, der der Bruins, die sich mehr Tiefe im Sturm erhoffen und der von Hall, der zum ersten Mal in seiner zwölfjährigen NHL-Karriere, die reelle Chance hat, ein Wörtchen um die Titelvergabe mitzureden.
"Wir haben mit ihm gesprochen. Er wird versuchen, sich in der Gruppe zu integrieren. Er will gewinnen, und bei uns bekommt er die Chance dazu. Hoffentlich kann er seinen Speed ausspielen, hinter die Verteidiger kommen und für uns Chancen kreieren. Zudem hat er große Ambitionen, die er mitbringt", ließ Sweeney wissen.
Der als exzentrisch geltende Linksaußen hat nichts von seinem Können eingebüßt, wie er im vergangenen Sommer nach seinem Wechsel von den New Jersey Devils zu den Arizona Coyotes bewiesen hat. Er verhalf mit 27 Punkten (zehn Tore, 17 Assists) in 35 Spielen dem Franchise aus Glendale zum Einzug in die Stanley Cup Qualifikation und nach 3:1-Siegen gegen die Nashville Predators zum Erreichen der ersten Playoffrunde, in der die Coyotes den Colorado Avalanche in fünf Spielen unterlagen.
Mit im Schnitt 2,72 Toren pro Spiel stehen die Bruins weit hinter ihren Ansprüchen nur auf Platz 20 in der NHL. Es fehlt ihnen an Secondary Scoring. Allzusehr sind sie auf die Torgefahr eines Brad Marchand (16 Tore), eines Patrice Bergeron (16 Tore) und eines David Pastrnak (16 Tore) angewiesen. Hinter diesen drei Stürmern klafft eine Lücke, die Hall durchaus ausfüllen kann, vermutlich in einer Reihe mit David Krejci, den Hall sehr schätzt.
"Er ist ein klasse Spieler, der auf höchstem Niveau spielt. Er führt großartig den Puck und er kann das Spiel lesen. Es gibt aber viele tolle Spieler in der Mannschaft", lobte Hall seine neuen Teamkollegen.