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Tampa Bay nutzt den Schwung aus der NHL Global Series

Nach den zwei Siegen in Stockholm gegen die Sabres setzen die Lightning ihren Lauf in der Heimat eindrucksvoll fort

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Freier Autor

Tampa Bays vier Tore im 1.Drittel

NYR@TBL: Lightning mit gleich vier Treffern im 1.

Luke Schenn trifft zuerst, dann folgen drei Tore innerhalb von einer Minute durch Alex Killorn, Nikita Kucherov und Ondrej Palat

  • 02:33 •

Die zwei Siege (3:2, 5:3) bei der NHL Global Series 2019 in Stockholm gegen die Buffalo Sabres haben die Tampa Bay Lightning ganz offensichtlich beflügelt. Am Donnerstag, beim ersten Auftritt nach der Europa-Reise, legten sie einen beeindruckenden Auftritt vor eigenem Publikum in der Amalie Arena hin und bezwangen die New York Rangers mit 9:3. Zum ersten Mal seit dem 8. November 2003, dem 9:0 gegen die Pittsburgh Penguins, schoss die Mannschaft aus Florida wieder neun Tore in einem NHL-Spiel. 

Mit dem Galaauftritt bestätigte sich das, was die Spieler und Verantwortlichen der Organisation nach der Global Series verlauten ließen. Die Rede war von einem neuen Teamgeist gewesen, der sich in der Woche in Schweden entwickelt habe.

Bei ihrem Kantersieg gegen die Rangers nutzten die Lightning fünf von acht Überzahlmöglichkeiten zu einem Torerfolg. Fünf Treffer bei numerischer Überlegenheit waren den Lightning zuletzt beim 6:1-Erfolg gegen die Sabres am 19. März 1995 gelungen.

Das Statement am Donnerstag nahm sehr schnell Konturen an. Nach sieben Spielminuten führten die Hausherren gegen die Rangers, die in den vergangenen vier Begegnungen stets gepunktet hatten, bereits mit 4:0. Erst fünf Mal in der Liga-Geschichte gelang es einem Team schneller einen Vier-Tore-Vorsprung herauszuschießen.

"Wir waren einfach nicht bereit unseren Fuß frühzeitig vom Gas zu nehmen", kommentierte Kapitän Steven Stamkos im Nachgang des Sieges süffisant. "So schnell und erfolgreich startet man nur selten in eine Begegnung. Unser Angriff hat über weite Phasen des Spiels sehr gut funktioniert, denke ich."

Dem werden nicht viele Zeugen der Partie widersprechen wollen. Nikita Kucherov glänzte an diesem Abend mit einem Tor und drei Vorlagen, Alex Killorn steuerte zwei Treffer und einen Assist bei. Victor Hedman kam auf drei Torvorlagen für Tampa Bay. Torhüter Andrei Vasilevskiy musste beim dritten Sieg in Folge nur 20 Mal rettend eingreifen.

Den Blitzstart ausgelöst hatte Luke Schenn in der dritten Spielminute. "Der Treffer von Luke hat die Maschinerie so richtig in Bewegung gesetzt", resümierte Verteidiger Kevin Shattenkirk. "Unsere ersten Wechsel waren nicht so gut, doch dann hat das Tor bei uns irgendwie eine Energie freigesetzt. Wir haben einfach unser Spiel gespielt und alles hat sich danach sehr gut entwickelt."

Und wie! Killorn erhöhte bei doppelter Überzahl in der sechsten Minute auf 2:0. Es folgten zwei weitere Tore durch Kucherov und Ondrej Palat, die den Zwischenstand innerhalb weniger Sekunden auf 4:0 schraubten. Drei Tore innerhalb von 61 Sekunden, das sieht man selbst in der NHL höchst selten.

"Natürlich hilft es der Psyche, wenn die Mannschaft schnell und häufig trifft", befand Lightning-Trainer Jon Cooper. "Keiner der Beteiligten hätte erwartet, dass es schon so früh im Spiel 4:0 für uns stehen würde."

Kapitän Stamkos sorgte in der achten Minute des Mitteldrittels für das 5:1 und markierte damit seinen 399. NHL-Treffer, bevor Pat Maroon kurz darauf das 6:1 gelang. Shattenkirk zeichnete für das 7:1 verantwortlich, Killorn erhöhte kurz vor dem Ende des zweiten Abschnitts auf 8:1.

Die Entscheidung war damit natürlich längst gefallen, auch wenn die Gäste noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnten. Yanni Gourde gelang im finalen Abschnitt der neunte und letzte Treffer für die Lightning. 

"Wir haben davon profitiert, dass die Rangers nicht sonderlich stark aufgespielt und sich nicht wirklich gewehrt haben heute", bemühte sich Shattenkirk hinterher um etwas Relativierung der spektakulären Vorstellung. 

Die drei jüngsten Darbietungen der Lightning, vor allem das souveräne Auftreten bei den Erfolgen, legen jedoch den Verdacht nahe, dass Tampa Bay, wie von den Spielern in Stockholm verkündet, wieder zur Form des Vorjahres gefunden hat, als man zwischen Oktober und April die Liga auf beeindruckende Art und Weise dominierte.

Das neu gewonnene Selbstvertrauen wollen die Lightning auch am Samstag demonstrieren, wenn die Winnipeg Jets in der Amalie Arena zu Gast sein werden (Sa, 22 Uhr MEZ; NHL.tv).

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