Hedman scores in win over Blackhawks

Nach drei enttäuschenden Spielen durften die Tampa Bay Lightning wieder jubeln. Am Donnerstag gelang ihnen auswärts im United Center ein 4:2-Sieg gegen die Chicago Blackhawks. Daran konnten weder Ausnahmetalent Connor Bedard, noch Lukas Reichels erstes Saisontor etwas ändern.

„Als Brayden Point unser erstes Tor geschossen hat, hat sich das Spiel verändert“, erklärte Tampas Trainer Jon Cooper. „Respekt vor ihrem Torwart. Er hat heute sehr gut gespielt. Wir haben aber einfach immer weiter Druck gemacht. Wenn man das macht und dafür nicht die Abwehr opfert, klappt es. Das war heute der Fall.“

Reichels erstes Saisontor

Obwohl Tampa von Beginn an auf dem Papier mehr vom Spiel hatte, gingen die Blackhawks zunächst in Führung. Petr Mrazek hielt dem Ansturm der Lightning im Tor stand und in der 13. Minute lenkte der Nürnberger Reichel im Slot einen harten Pass des Schweizers Philipp Kurashev ins Tor.

„Ich habe nicht mal realisiert, dass ich getroffen habe“, ließ der Torschütze wissen. „Ich dachte, dass Corey Perry noch dran war, deshalb war mir das nicht bewusst.“

Die Freude dürfte bei Reichel besonders groß gewesen sein, denn er erlöste sich mit dem Treffer von einer unerwarteten Durststrecke. Es war sein erstes Saisontor und sein dritter Punkt im 14. Spiel. Die Erwartungen waren deutlich höher, immerhin hatte er in der vorherigen Saison mit 15 Punkten (7 Tore, 8 Assists) in nur 23 Partien eine beeindruckende Ausbeute.

TBL@CHI: Reichel fälscht im PP zum 1:0 ab

„Ich fand, dass wir ein super Drittel und einen super Start hatten und schnell gespielt haben“, lobte Chicagos Trainer Luke Richardson. „Wir haben keine langen Phasen in der Defensive verbracht. Im zweiten Drittel lag es ein bisschen an uns und sie haben wahrscheinlich auch einen Zahn zugelegt. Das hat man besonders im dritten Drittel gesehen. Da haben sie zu viel Zeit in unserem Drittel verbracht.“

Lightning lassen nichts zu

Abgesehen von Reichels Treffer ließ die Abwehr der Lightning aber kaum etwas zu. Über eine schlechte Chancenverwertung konnten sich die Blackhawks nicht beschweren. Neben Reichel war im dritten Drittel noch Veteran Perry zum zwischenzeitlichen 2:2 erfolgreich. Allerdings war Tampa so dominant, dass Chicago im gesamten Spiel nur zu 15 Torschüssen kam. Diese starke Defensivleistung ist in dieser Saison überraschend für Tampa. Mit 31,9 zugelassenen Torschüssen pro Spiel liegen sie im unteren Drittel der NHL. Nur vier andere Teams kassierten mehr Tore pro Spiel als die Lightning, die bei 3,59 Gegentreffer pro Partie stehen.Gegen Chicago zeigte sich die Abwehr aber von ihrer besten Seite, besonders im dritten Drittel, als den Blackhawks nur zwei Torschüsse gelangen.

„Wir haben aber auch zu viele Schüsse liegen gelassen“, bemängelte Perry. „Besonders im zweiten Drittel, da hatten wir gute Wechsel, wollten es aber manchmal zu schön machen, statt einfach zu schießen. Tampa hat ein gutes Team. Wenn sie in Führung gehen, verwalten sie das und spielen stark, da hat man nicht viel Raum. Das sind Lektionen, auf die wir aufbauen können.“

Bedard kommt nicht zum Zug

Die Abwehr der Lightning war so gut aufgelegt, dass selbst Ausnahmetalent Connor Bedard mit seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten keinen Unterschied machen konnte. Der erste Pick im NHL Draft 2023 führt alle Rookies der Liga mit 13 Punkten (9 Tore, 4 Assists) an und schoss sich in den vergangenen beiden Spielen auf Hochtouren. Eine Woche zuvor begeisterte er die Fans mit einem 4-Punkte-Spiel (2 Tore, 2 Vorlagen). Am Sonntag ließ er zwei weitere Treffer gegen die Florida Panthers folgen. Seine Nullrunde dürfte eine besondere Genugtuung für die Lightning sein, denn Bedards historisches Spiel mit vier Zählern gelang ihm ebenfalls gegen Tampa.

„Wir haben einfach insgesamt wirklich gut gespielt“, fand Abwehrchef Victor Hedman. „Wir haben immer weiter gearbeitet und ich finde, dass wir heute das bessere Team waren.“

Tampas Offensive läuft wieder an

Ein mindestens genauso wichtiges Zeichen, wie die verbesserte Abwehr, war für die Lightning der funktionierende Angriff. In den beiden vorherigen Spielen gelang Tampa kein einziger Treffer, es setzte eine 0:4-Niederlage gegen die Carolina Hurricanes und ein 0:5 gegen die St. Louis Blues.

Gegen Chicago leitete Stürmer Brayden Point (25.) im Powerplay mit seinem siebten Saisontor den Erfolg ein. Mikhail Sergachev (30.) verschaffte den Lightning ihre erste Führung. Nach Perrys Ausgleich eroberte Hedman (52.) den Vorsprung zurück und Brandon Hagel (60.) setzte mit einem Empty-Netter den Schlusspunkt.

TBL@CHI: Point gelingt der 1:1-Ausgleich in Überzahl

„Es ist immer schön zu treffen“, freute sich Point. „Wir sind zwei Spiele lang leer ausgegangen. Heute hat mir unser Spiel größtenteils gefallen. Wir haben einfach unser Ding durchgezogen. Wir haben ziemlich gut gespielt und sind nicht in Panik geraten. Wir haben sonst oft die Führung verloren und das Spiel aus der Hand gegeben. Heute sind wir aber ruhig geblieben. Wir haben einfach gleich weitergespielt und uns so den Sieg geholt.“

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